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Baue Gewohnheiten auf

Kleine Gewohnheiten haben erstaunlichen Einfluss auf dein Leben

Wir alle haben große Ziele. Wir wollen auswandern, abnehmen oder ein Haus kaufen. Mit dem Rauchen aufhören, den Job wechseln oder mehr Geduld haben. Aber noch bevor wir richtig in die Umsetzung gehen, kapitulieren viele von uns. Warum? Weil wir nicht wissen, wie wir das alles erreichen sollen. Weil wir denken, große Ziele verlangen nach großen Schritten.

Stell dir vor, ein Flugzeug startet in München in Richtung Berlin. Und jetzt stell dir vor, der Pilot ändert den Kurs während des Starts um winzige 9 Grad nach Nordwesten. Die Nase der Maschine dreht um weniger als zwei Meter ab, und außerhalb des Cockpits bemerkt das niemand. Doch das winzige Manöver entfaltet während des langen Flugs beträchtliche Wirkung, sodass die verwirrten Passagiere nicht in Berlin, sondern in Köln von Bord gehen.

Was zeigt uns dieses Beispiel? Dass wir die Wirkung kleiner Veränderungen nicht sofort bemerken. Wenn du dich heute außer Form fühlst und zwanzig Minuten joggst, bist du auch morgen noch unfit. Oder umgekehrt: Wenn du heute vorm Schlafengehen eine Familienpizza verdrückst, wirst du nicht über Nacht übergewichtig (von Übelkeit mal abgesehen).

Der entscheidende Faktor ist die Routine: Wenn du täglich eine Pizza isst, nimmst du im Laufe eines Jahres mehrere Kilo zu. Und wenn du täglich zwanzig Minuten joggst, fühlst du dich schon nach ein paar Wochen schlanker und fitter. Es sind also die kleinen Gewohnheiten, die auf Dauer große Wirkung entfalten.

Das bedeutet, dass du Geduld brauchst, wenn du dein Leben positiv verändern willst. Und du brauchst die Zuversicht, dass dich deine Gewohnheiten auf dem richtigen Kurs halten – selbst wenn du keine unmittelbaren Resultate siehst.

Nehmen wir an, du willst sparen. Du legst jeden Monat Geld zur Seite, schaust aber ständig frustriert auf den Kontostand. Kein Wunder, dass du so an der Wirkung deines Verhaltens zweifelst. Hör auf, verbissen auf direkte Ergebnisse zu schielen. Konzentriere dich auf dein Langzeitziel und deinen Kurs. Hab Vertrauen! Wenn du weiterhin monatlich sparst, wird früher oder später eine beträchtliche Summe zusammenkommen.

Unterschätze nie die Macht kleinster Gewohnheiten. Ein Millionär, der sein Geld gedankenlos ausgibt, mag sich nicht um die kommenden Kontoauszüge sorgen müssen. Aber irgendwann kommt auch ihn seine Arglosigkeit teuer zu stehen.

All das führt zu einer befreienden Erkenntnis. Du musst dein Leben nicht komplett auf den Kopf stellen, um große Veränderungen herbeizuführen. Du musst nicht alles von heute auf morgen umkrempeln, um dich neu zu erfinden. Konzentriere dich auf das tägliche eine Prozent, auf die minimalen Veränderungen des Lebens. Wenn du diese zur täglichen Routine machst, wirst du irgendwann deine anvisierten hundert Prozent erreichen.

Du willst mehr dazu wissen oder wie du dich auf einem bestimmten Gebiet effektiv verbessern kannst? Dann schreibe uns unter info@michaeltiefel.com

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WARUM DIE SOZIALE INTELLIGENZ FÜR DIE FÜHRUNG SO ERHEBLICH VON BEDEUTUNG IST

Neue Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, wie Führungskräfte die Stimmung im Team und damit auch dessen Leistung verbessern können: Indem sie lernen, die biologischen Gesetze der Empathie zu nutzen.

Die biologischen Grundlagen:

Sogenannte Spiegelneuronen in unserem Gehirn bringen uns dazu, unbewusst die Emotionen und Handlungen unseres Gegenübers aufzugreifen und zu imitieren. Gut vernetzte Spindelzellen helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und entsprechend zu handeln – ein Erfahrungswert, den wir als Intuition bezeichnen. Oszillatoren steuern unsere Körpersprache so, dass wir uns mit anderen Menschen synchron bewegen.

Das Geheimnis guter Führung:

Vorbildliche Führungskräfte zeichnen sich vor allem durch ihre Fähigkeit aus, gute soziale Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Denn positiv gestimmte Mitarbeiter bringen deutlich bessere Leistungen als nervöse oder ängstliche.

Die gute Nachricht für alle Einzelgänger: Soziale Intelligenz ist nicht in den Genen verankert, sondern lässt sich mithilfe eines guten Coachs oder Mentors auch noch im fortgeschrittenen Alter erlernen.

Vorgesetzte, die negatives Feedback mit einem Lächeln überbringen, haben zufriedenere Mitarbeiter als solche, die mit kritischer Miene Lob verteilen.

Wir sind keine bloßen Sklaven unserer Gene und frühkindlichen Erlebnisse. Jede Führungskraft kann ihr Verhalten verändern, wenn sie sich wirklich bemüht.

Sind Sie eine sozial intelligente Führungskraft?

 Hier finden Sie sieben Kompetenzen und einige Fragen mit denen wir sie beurteilen.

Einfühlungsvermögen

  • Wissen Sie, was Ihre Mitmenschen motiviert, auch wenn diese aus einem anderen Umfeld stammen als Sie selbst?
  • Haben Sie ein Gespür für die Bedürfnisse anderer Menschen?

Einklang

  • Hören Sie anderen Menschen aufmerksam zu und machen Sie sich Gedanken über ihre Gefühle?
  • Haben Sie einen guten Instinkt für die Stimmungen Ihrer Mitmenschen?

Unternehmensbewusstsein

  • Haben Sie ein Gespür für die Kultur und die Wertvorstellungen einer Abteilung oder eines Unternehmens?
  • Durchschauen Sie soziale Netzwerke, und kennen Sie deren unausgesprochene Normen?

Einfluss

  • Überzeugen Sie andere Menschen, indem Sie sie in eine Diskussion verwickeln und an ihr Eigeninteresse appellieren?
  • Holen Sie sich Unterstützung von wichtigen Leuten?

Mitarbeiterentwicklung

  • Verstehen Sie sich als mitfühlender Coach Ihrer Mitarbeiter, und investieren Sie Ihre persönliche Zeit und Energie in dieses Mentoring?
  • Geben Sie anderen Leuten Feedback, das diesen bei ihrer beruflichen Entwicklung weiterhilft?

Inspiration

  • Können Sie überzeugende Visionen formulieren, Ihrer Abteilung Stolz auf die eigene Gruppe vermitteln und ein positives emotionales Klima fördern?
  • Führen Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie das Beste aus ihnen herausholen?

Teamarbeit

  • Bitten Sie sämtliche Mitglieder Ihres Teams um Input?
  • Unterstützen Sie alle diese Teammitglieder und ermutigen Sie sie zur Zusammenarbeit?

 

Fazit

Knallharte Chefs mögen es für finanziell unverantwortlich und für ein Zeichen von Schwäche halten, sich mit solchen Theorien zu befassen, da der Erfolg in ihrer Welt letztendlich nur an Zahlen gemessen wird. Doch heutzutage gibt es neue Untersuchungsmethoden, mit denen sich die Entwicklung eines Menschen wissenschaftlich messen lässt – und diese bestätigen die alten Theorien, sodass sich ein direkter Zusammenhang zur Mitarbeiterperformance herstellen lässt. Daher sieht es inzwischen ganz so aus, als ob die sogenannte weiche Seite des Managements auf ziemlich harten Fakten beruht.

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DIE MEISTEN MENSCHEN HÖREN NICHT ZU UM ZU VERSTEHEN, SIE HÖREN ZU UM ZU ANTWORTEN!

Der Mensch will verstanden werden. Hier ist es egal ob in der Familie oder im Beruf. EINFÜHLENDES ZUHÖREN gehört zu den Grundprinzipien einer erfolgreichen Kommunikation.

Wenn ich effektiv mit einer anderen Person interagieren will, muss ich sie zuerst verstehen.

Der wahre Schlüssel dafür, dass ich eine Person beeinflussen kann ist mein Vorbild, mein Verhalten – mein Charakter.

Um Ratschläge geben zu können und mehr über eine Person zu verstehen, muss sie sich erst öffnen – sie muss Vertrauen in mir haben.

Was ist EINFÜHLENDES ZUHÖREN? Es ist Zuhören mit der Absicht den anderen zu verstehen. Erst verstehen wollen – dann Verstehen!

EINFÜHLENDES ZUHÖREN führt einen in den Bezugsrahmen des anderen. Das hilft sein Paradigma und seine Gefühle zu verstehen.

Dies bedeutet, dass ich die Meinung des anderen nicht teilen muss. Es geht darum, dass ich den Menschen voll und ganz verstehe – emotional und intellektuell!

Wie ist eine Kommunikation aufgebaut?

Sie besteht aus 10% Worte – 30% Stimme – 60% Körpersprache

Wie man hier sieht, ist es nicht so wichtig was man sagt, sondern was man fühlt und diese Gefühle auch wiedergibt. Der Gegenüber spürt und sieht was man von ihm hält und ob man ihn wichtig nimmt.

Der Mensch strebt danach:   – verstanden,

– bestätigt,

– geliebt und

– anerkannt zu werden.

 

Dies setzt voraus, dass wir ihn erst verstehen und dann selbst verstanden zu werden.

Deshalb müssen wir immer erst eine Diagnose stellen und dann das Rezept.

Ein effektiver Verkäufer zum Beispiel versucht zunächst die Bedürfnisse, die Anliegen und die Situation des Kunden zu verstehen. Danach verkauft er Lösungen für das Problem. Man muss aber auch den Mut haben zu sagen, „Mein Produkt, meine Dienstleistungen werden Ihre Bedürfnisse nicht erfüllen.“

Erst verstehen und dann verstanden zu werden ist ein richtiges Prinzip, jenes für alle Lebensbereiche gilt. Es ist ein allgemeines Prinzip, das ganz besonders wichtig ist, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

Zu oft wenden wir unsere autobiografischen Antworten, teils bewusst, teils unbewusst, an.

Wir müssen beide Seiten des Gehirns verwenden um beide Seiten des Gegenübers zu verstehen.