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STRESS

Stress aus evolutionärer Sicht

Eines ist vorweg zu nehmen: Stress muss nicht zwingend schlecht sein. Ohne die Fähigkeit Stress zu empfinden, hätte die Menschheit im Verlaufe der Evolution schlechte Karten gehabt. Unsere Vorfahren haben sich Stress zunutze gemacht, um Gefahrensituationen zu erkennen und beispielsweise wilden Tieren aus dem Weg zu gehen oder sich zur Wehr zu setzen.

Stress ist eine körperliche Antwort auf einen Gemütszustand. Sind wir gestresst, so geht unser Körper davon aus, dass wir angegriffen werden – er versetzt sich in einen „Kampf”- oder „Alarm”-Modus. Dabei werden zahlreiche Hormone wie Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, um den Körper auf eine Aktion vorzubereiten. Zusätzlich transportiert unser Organismus das Blut in die Muskeln und für diesen Moment zu vernachlässigte Körperfunktionen wie die Verdauung werden heruntergefahren bzw. eingestellt.

Die Herzfrequenz beschleunigt sich und der Atem wird schneller. Auf diese Weise hatte der Urmensch genug Energie zur Verfügung, um schnell auf die Situation zu reagieren und gegen den Säbelzahntiger zu kämpfen oder vor ihm davon zu laufen.

Wenn wir uns über einen längeren Zeitraum hinweg in einem Stresszustand befinden, kann dies negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. Die Folge kann:

  • Müdigkeit
  • Unwohlsein
  • Konzentrationsschwäche
  • Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Rastlosigkeit
  • Unzufriedenheit (bis hin zu Depressionen)
  • Ärger/Gereiztheit
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Sodbrennen
  • Bluthochdruck
  • Anstieg des Blutzuckerspeigels
  • Kraftlosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Allergien/Hautirritationen
  • Nervosität
  • Geringes Selbstwertgefühl

sein.

 

Stressoren

Dinge, die Stress verursachen, werden als Stressoren bezeichnet. Stressoren können durch externe Gegebenheiten bedingt (umweltbedingt) sein, wie z.B. Hitze oder Lärm. Stressoren können physischer Natur sein, wie z. B. (Fehl-)Ernährung, Schlafmangel, Krankheiten oder Verletzungen. Stressfaktoren können aber auch psychische Ursachen besitzen, wie z. B. der Verlust von Liebe bzw. der persönlichen Sicherheit, Zeit- oder Leistungsdruck.

Beispiele von Stressoren

  • Überforderung im Beruf
  • Existenzängste
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Private Konflikte
  • Erhöhte Ansprüche an die eigene Leistung
  • Probleme bei der Kindererziehung
  • Krankheit/Pflege eines Angehörigen
  • Wohnungswechsel
  • Soziale/berufliche Benachteiligung
  • Eigene Krankheit
  • Dauerhafte Erreichbarkeit
  • Beziehungsprobleme
  • Abbruch sozialer Kontakte
  • Mangelernährung
  • Körperlicher Fehl- oder Überbelastung

 

Wie vermeide ich negativen Stress?

Es kommt darauf an, wie man mit Stress umgeht, damit dieser entweder positive oder negative Eigenschaften hat. So kann man gewisse Stressbewältigungskompetenzen  entwickeln. Hierbei spielen zu der eigenen Verfassung auch die äußerlichen Gegebenheiten und der Zeitpunkt bei der Einwirkung von Stress eine wesentliche Rolle. Dabei geht es nicht hauptsächlich darum, dem Stress aus dem Weg zu gehen, sondern vielmehr ihn positiv zu nutzen, um Leistung erbringen zu können, ohne sich dabei selbst zu überfordern. Mit folgenden Verhaltensweisen kann man Distress vermeiden:

 

  • Lernen „Nein” zu sagen
  • Entscheidungsbereit sein
  • Sich nicht für alles verantwortlich machen
  • Negative Gegebenheiten akzeptieren
  • Perfektionistisches denken vermeiden
  • Seine Gesundheit in den Vordergrund stellen
  • Nicht ständig erreichbar sein
  • Sich eine Auszeit gönnen
  • Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährungsweise verfolgen
  • Die eigene Leistung wertschätzen
  • Seine Gedanken auch mal schweifen lassen

 

Fazit

Stress kann in bestimmten Situationen durchaus positive Eigenschaften haben. Er kann unsere Leistung steigern und eigene Kompetenzen erhöhen. Wenn wir uns jedoch einer Aufgabe nicht gewachsen fühlen oder durch andere Faktoren Stress ausgesetzt sind, kann dies langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Gerne helfe ich Dir dabei mit Deinem Stress umzugehen.

Melde Dich einfach bei mir: info@michaeltiefel.com

 

 

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Achtsamkeit

Eine Alltagsgeschichte

Heute ist Samstag, ein warmer Frühlingstag und ich habe mir vorgenommen, meinen Rasen zu mähen. Beim Anschließen des Rasenmähers fällt mein Blick auf mein Auto, und ich sehe, dass es eine Wäsche vertragen könnte. Auf meinem Weg in Richtung Garage sehe ich die Post auf dem Terrassentisch, die ich zuvor vom Briefkasten geholt hatte. Ich entscheide mich, die Post durchzugehen, und Rechnungen zu begleichen, bevor ich das Auto wasche.

Ich lege meinen Autoschlüssel auf den Tisch, werfe die Werbung in den Papiermüll und bemerke, dass der Behälter voll ist. So beschließe ich, die Rechnungen auf den Tisch zurück zu legen und zuerst den Papiermüll zu leeren. Doch dann denke ich, wenn ich dabei schon mal in Richtung Briefkasten unterwegs bin, könnte ich doch genauso gut zuerst die Rechnungen bezahlen.

Ich gehe ins Arbeitszimmer, wo ich auf meinen Schreibtisch eine Flasche Mineralwasser stehen sehe, aus der ich vorhin getrunken habe. Ich möchte online meine Überweisungen machen, doch zuerst muss ich die Flasche zur Seite schieben, damit ich sie nicht aus Versehen umstoße. Bevor das Mineralwasser zu warm wird, will ich es lieber wieder in den Kühlschrank stellen, damit es kalt bleibt.

Auf dem Weg zur Küche fallen mir meine Topfpflanzen ins Auge, die offensichtlich Wasser brauchen. Ich stelle die Flasche auf den Küchentisch und entdecke meine Lesebrille, die ich schon den ganzen Morgen suche. Ich denke, dass ich sie besser zurück auf den Schreibtisch legen sollte, doch zuerst will ich die Blumen gießen. Ich lege die Brille zurück auf den Küchentisch, hole Wasser und entdecke plötzlich die Fernbedienung für den Fernseher. Irgendwer hat sie in der Küche liegen lassen. Wenn wir abends fernsehen wollen, weiß ich bestimmt nicht mehr, dass die Fernbedienung in der Küche liegt, also beschließe ich, sie zurück zum Fernseher zu legen, wo sie hingehört.
Doch zuerst gebe ich den Blumen frisches Wasser. Dabei gieße ich etwas daneben und es bildet sich eine Wasserlache auf dem Boden. Ich lege also die Fernbedienung zurück auf den Tisch, hole einen Lappen und wische das Wasser vom Boden auf. Dann gehe ich den Flur entlang und versuche mich zu erinnern, was ich eigentlich tun wollte.

Unterm Strich: Der Rasen muss noch immer gemäht werden. Das Auto ist nicht gewaschen. Die Rechnungen sind nicht bezahlt. Der Papiermüll ist nicht geleert. Auf dem Küchentisch steht eine Flasche warmes Mineralwasser. Ich kann die Fernbedienung nicht finden. Ich kann auch meine Brille nicht finden. Und ich weiß auch nicht mehr, was ich mit meinem Autoschlüssel gemacht habe.

Wenn ich dann abends versuche herauszufinden, warum ich heute nichts zustande gebracht habe, bin ich richtig verblüfft, denn ich weiß genau, dass ich den ganzen Tag über dauernd beschäftigt war und nun richtig müde bin.
Ich begreife, dass das ein ernsthaftes Problem ist und beschließe, mich darum zu kümmern, was mir dabei helfen könnte.
Aber zuerst checke ich meine Emails…

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9 Gewohnheiten

Hier zeige ich euch NEUN Gewohnheiten auf, die Dir helfen können, Deine Gehirnleistung zu optimieren, Deine Fitness zu steigern und gesünder zu leben.

Einige werden dies nicht auf Anhieb glauben, aber gib dem eine Chance und probiere es selbst über einen längeren Zeitraum aus.

Man kann nicht alles auf einem können und es ist wie mit allen neuen Dingen im Leben. Manches muss man eben üben üben üben.

Viele möchten die magische Pille benutzen um ihre Lebensqualität mit einem Haps zu steigern. Doch diese magische Pille gibt es nicht.

Der Zauber kommt aber garantiert auch zu Dir wenn Du willst. Es liegt einzig nur an Dir.

Denke nur daran, 20% äußere Veränderung wird nur durch 80% innere Veränderung bewirkt. Die Ergebnisse werden Dich mehr als nur belohnen.

Bist Du bereit?

Fangen wir an.

 

Nummer EINS ist richtige und gute Ernährung (Gehirnnahrung).

Es ist so wie es heißt. Du bist was du isst.

Es gibt bestimmte Lebensmittel die nachweislich Deine Gehirnleistung steigern. Blaubeeren, Himbeeren… Avocados haben gute Fette.

Hier meine Top Ten:

  • Avocado
  • Blaubeeren
  • Brokkoli
  • Kokosnuss Öl
  • Eier
  • Grünes Blattgemüse
  • Lachs
  • Kurkuma
  • Walnüsse
  • Dunkle Schokolade

Ja, dunkle Schokolade.

 

Nummer ZWEI sind die negativen Gedanken.

Hör auf Dir ständig negative Gedanken in Form von Selbstgesprächen zu machen.

Bei Nummer EINS haben wir angefangen unseren Körper zu reinigen. Jetzt müssen wir auch unseren Geist reinigen. Wenn wir ständig negative Gedanken haben, „töten“ wir uns jedesmal selbst. Wir achten auf alles was wir essen, aber wir achten nicht auf das was wir denken.

Wenn Du ständig schlecht redest, über Dich, über andere, Dich ständig oder immer wieder über alles aufregst oder beschwerst, „tötest“ Du immer wieder einen kleinen Teil von Dir. Manches kann man nicht ändern, manches muss man einfach so stehen lassen. Was bringt es Dir wenn Du dich ständig über alles und jedem, oder noch viel schlimmer über DICH aufregst. Nichts. Denk immer dran, eine ängstliche Person stirbt tausendmal, eine tapfere, ausgeglichene Person stirbt nur einmal.

 

Nummer DREI, hab keine Angst.

Jetzt sag ich Dir was. Angst gibt es eigentlich nicht. Angst ist ein Gedanke den ausschließlich Du produzierst., den Du durch Deine Zukunft produzierst. Ein klein wenig verwirrend. Ein paar Beispiele:

  • Ich habe Angst vor dem Zahnarzt in zwei Wochen, denn der bereitet mir eventuell Schmerzen
  • Ich habe Angst meinem Chef zu sagen, dass ich eine Gehaltserhöhung möchte, denn er könnte ja nein sagen und dann schlecht über mich denken
  • Ich habe Angst einen Vortrag vor meinen Kollegen, Schülern, Vorstand…. zu halten, denn ich könnte ja ins stottern geraten, meinen Text vergessen, sie könnten mich auslachen….

Du siehst, es ist immer das Ende des Satzes, dass Dir Angst bereitet. Nur was kann man dagegen tun? Wir haben eine wundervolle Gabe – unsere Vorstellungskraft. Sie kann negativ (siehe oben) oder aber auch positiv eingesetzt werden.

Wenn sie uns Angst macht und somit unsicher und uns unbewusst Schmerzen bereitet, drehen wir den Spieß doch einfach mal um.

Stell Dir die Situation vor die dir Angst macht, jedoch diesmal mit positiven Ende. Immer und immer wieder. Stell sie Dir in Deinem Kopf so klar und deutlich vor wie Du nur kannst. Probiere es aus.

 

Nummer VIER sind die Nahrungsergänzungsmittel.

Ja, die Supplements kommen nicht nur beim Bodybuilding vor.

Vieles können wir nicht immer aus unserer Ernährung holen. Viele Menschen, fast alle, haben einen Mangel durch ungesundes Essen, Stress, du bist viel unterwegs…

Such einen Arzt auf und lass ein großes Blutbild machen. Schau was Dir fehlt und fülle es auf. Omega 3, Vitamin B12, Zink, Vitamin C, Magnesium…

Mach einen Test was Du an Nahrungsmittel verträgst. Nahrungsmittelunverträglichkeit ist keine Seltenheit mehr und sie beeinflusst uns mehr als wir denken.

 

Nummer FÜNF. Spiegelneuronen.

Schon mal den Begriff gehört? Ganz grob erklärt . Sie machen uns „mitfühlend“. Schneidet sich eine Person in unserer Nähe in den Finger und wir sehen das, fühlen wir mit der Person. Wirklich nur grob erklärt.

Wichtiger ist aber, dass wir zu „Spiegeln“ werden. Das heißt, die fünf Personen mit denen Du Dich umgibst, werden zu deinen Spiegeln, vielmehr, Du wirst wie sie. Du nimmst ihre Muster, ihr Verhalten, ihren Charakter, ihre innere Einstellungen… Umgibst Du Dich nur mit Personen die ständig schlecht gelaunt sind und schlecht reden, rate mal was mit Dir wird?

Umgib Dich deshalb nur mit Personen die Dir gut tun, die Dich weiterbringen. Umgibst Du Dich mit neun Personen die pleite sind – Du wirst der zehnte sein.

 

Nummer SECHS. Eine saubere Umgebung.

Nichts mag dein Gehirn mehr als eine saubere Umgebung. Fange mit dem ersten an was Du siehst. Dein Nachttisch.

Danach mach Dein Bett. Lass es zu einem Ritual werden.

Auch dein Laptop. Verbanne alles Unnütze von Deinem Desktop, schiebe den Rest in Ordner.

Sauberes Essen, ein klarer Verstand, frische Luft, klares Wasser – eine saubere Umgebung. Dein Gehirn wird es lieben. Glaube mir.

 

Nummer SIEBEN.  Schlafen.

Der richtige Schlaf ist besonders wichtig. Unser Gehirn ruht sich auch im Schlaf nicht aus. Im Gegenteil. Wenn wir schlafen regenerieren wir nicht nur unseren Körper, sondern unser Gehirn entspannt so sehr, dass es erlebtes verarbeiten und im Unterbewusstsein abspeichern kann. Achte darauf das keine störenden Quellen wie Handy oder dergleichen in der Nähe sind. Fenster abdunkeln und die Heizung auch im Winter nicht auf 5 aufdrehen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass nackt schlafen am besten sein soll.

Im Schlaf träumen wir. Paul McCartney hatte im Traum die besten Einfälle für seine Songs.

 

Nummer ACHT. Sport.

Ich denke das war für viele klar das das kommt oder kommen muss.

Hier nur ein paar Gründe die jeden überzeugen sollten :

 

  • In Bewegung schüttet der Körper Hormone aus, die Sie in eine glückliche Stimmung versetzen
  • Sport verbrennt Fett.
  • Sport wirkt Bluthochdruck entgegen
  • Muskeln werden aufgebaut um den täglichen Alltag noch leichter meistern zu können
  • Er reguliert den Blutzuckerspiegel
  • Rückenschmerzen durch zu langes am PC sitzen? Durch Sport nicht mehr
  • Sport stärkt das Herz-Kreislauf-System

 

Nummer NEUN. Stressmanagement.

Achte auf Dich. Viele planen den Tag bis zur letzten Minute durch. Und wenn was Unvorhergesehenes dazwischen kommt? Dann muss ich noch mehr Gas geben.

Tu Dir was Gutes. Entspannungsmassagen, Meditationen, Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung usw.

 

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen. Für Fragen oder Hilfe, melde Dich einfach bei mir.