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WARUM DIE SOZIALE INTELLIGENZ FÜR DIE FÜHRUNG SO ERHEBLICH VON BEDEUTUNG IST

Neue Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, wie Führungskräfte die Stimmung im Team und damit auch dessen Leistung verbessern können: Indem sie lernen, die biologischen Gesetze der Empathie zu nutzen.

Die biologischen Grundlagen:

Sogenannte Spiegelneuronen in unserem Gehirn bringen uns dazu, unbewusst die Emotionen und Handlungen unseres Gegenübers aufzugreifen und zu imitieren. Gut vernetzte Spindelzellen helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und entsprechend zu handeln – ein Erfahrungswert, den wir als Intuition bezeichnen. Oszillatoren steuern unsere Körpersprache so, dass wir uns mit anderen Menschen synchron bewegen.

Das Geheimnis guter Führung:

Vorbildliche Führungskräfte zeichnen sich vor allem durch ihre Fähigkeit aus, gute soziale Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Denn positiv gestimmte Mitarbeiter bringen deutlich bessere Leistungen als nervöse oder ängstliche.

Die gute Nachricht für alle Einzelgänger: Soziale Intelligenz ist nicht in den Genen verankert, sondern lässt sich mithilfe eines guten Coachs oder Mentors auch noch im fortgeschrittenen Alter erlernen.

Vorgesetzte, die negatives Feedback mit einem Lächeln überbringen, haben zufriedenere Mitarbeiter als solche, die mit kritischer Miene Lob verteilen.

Wir sind keine bloßen Sklaven unserer Gene und frühkindlichen Erlebnisse. Jede Führungskraft kann ihr Verhalten verändern, wenn sie sich wirklich bemüht.

Sind Sie eine sozial intelligente Führungskraft?

 Hier finden Sie sieben Kompetenzen und einige Fragen mit denen wir sie beurteilen.

Einfühlungsvermögen

  • Wissen Sie, was Ihre Mitmenschen motiviert, auch wenn diese aus einem anderen Umfeld stammen als Sie selbst?
  • Haben Sie ein Gespür für die Bedürfnisse anderer Menschen?

Einklang

  • Hören Sie anderen Menschen aufmerksam zu und machen Sie sich Gedanken über ihre Gefühle?
  • Haben Sie einen guten Instinkt für die Stimmungen Ihrer Mitmenschen?

Unternehmensbewusstsein

  • Haben Sie ein Gespür für die Kultur und die Wertvorstellungen einer Abteilung oder eines Unternehmens?
  • Durchschauen Sie soziale Netzwerke, und kennen Sie deren unausgesprochene Normen?

Einfluss

  • Überzeugen Sie andere Menschen, indem Sie sie in eine Diskussion verwickeln und an ihr Eigeninteresse appellieren?
  • Holen Sie sich Unterstützung von wichtigen Leuten?

Mitarbeiterentwicklung

  • Verstehen Sie sich als mitfühlender Coach Ihrer Mitarbeiter, und investieren Sie Ihre persönliche Zeit und Energie in dieses Mentoring?
  • Geben Sie anderen Leuten Feedback, das diesen bei ihrer beruflichen Entwicklung weiterhilft?

Inspiration

  • Können Sie überzeugende Visionen formulieren, Ihrer Abteilung Stolz auf die eigene Gruppe vermitteln und ein positives emotionales Klima fördern?
  • Führen Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie das Beste aus ihnen herausholen?

Teamarbeit

  • Bitten Sie sämtliche Mitglieder Ihres Teams um Input?
  • Unterstützen Sie alle diese Teammitglieder und ermutigen Sie sie zur Zusammenarbeit?

 

Fazit

Knallharte Chefs mögen es für finanziell unverantwortlich und für ein Zeichen von Schwäche halten, sich mit solchen Theorien zu befassen, da der Erfolg in ihrer Welt letztendlich nur an Zahlen gemessen wird. Doch heutzutage gibt es neue Untersuchungsmethoden, mit denen sich die Entwicklung eines Menschen wissenschaftlich messen lässt – und diese bestätigen die alten Theorien, sodass sich ein direkter Zusammenhang zur Mitarbeiterperformance herstellen lässt. Daher sieht es inzwischen ganz so aus, als ob die sogenannte weiche Seite des Managements auf ziemlich harten Fakten beruht.