Kategorien
BLOG

Selbstwertgefühl ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis

Es gibt zwei anschauliche Vergleiche, die ziemlich deutlich machen, welche Rolle ein gesundes Selbstwertgefühl in unserem Leben spielt. Der erste Vergleich ist der mit dem Immunsystem, denn unser Selbstwertgefühl fungiert wie eine Art psychologisches Immunsystem: Je mehr man davon hat, desto weniger anfällig für Angriffe von außen ist man. Kritik und Rückschläge prallen einfach an solchen Menschen ab, wie Erkältungsviren an Leuten, die ihr Immunsystem täglich mit reichlich Vitamin C stärken.

Der andere Vergleich, der herangezogen werden kann, ist der zu Kalzium: Jenes ist dafür zuständig, dass wir in unserem Körper innere Stärke aufbauen können. Zähne und Knochen sind viel widerstandsfähiger, wenn wir genug Kalzium zu uns nehmen. Mit einem ausreichend großen Selbstwertgefühl verfügen wir demnach über ein stabiles psychisches Gerüst, das uns auch große emotionale Herausforderungen stemmen lässt. Wir könnten theoretisch ohne Kalzium leben, würden dann aber schon bei kleinsten Anstrengungen zusammenbrechen.

Selbstwertgefühl ist außerdem ein grundlegendes Bedürfnis von uns allen. Menschen sind sehr soziale Wesen, und Anerkennung und Respekt, welche die Grundlage für ein gesundes Selbstbewusstsein bilden, sind unverzichtbar für unser Selbstbild.

Wir streben also alle danach, ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dabei stehen wir uns jedoch leider häufig selbst im Weg, denn allzu oft ist das Selbstwertgefühl eine selbsterfüllende Prophezeiung: Wer wenig davon hat, wird wenig erreichen und folglich auch nicht besonders stolz auf sich sein. Ein klassisches Beispiel dafür lieferte ein Architekt, der bei einem Coach in Behandlung war: Er verfügte über wenig Selbstbewusstsein. Als er sich um ein großes Projekt bewarb, dachte er insgeheim von Beginn an, dass er es gar nicht verdient hätte, den Auftrag zu ergattern. Er wurde deswegen so nervös, dass er sich betrank und eine grottenschlechte Präsentation über seinen Entwurf hielt. Natürlich bekam er den Zuschlag nicht. Darin sah er eine Bestätigung dessen, was er schon immer vermutet hatte: Er sei einfach ein schlechter Architekt.

Wie können wir aber jenen Teufelskreis durchbrechen?

Kategorien
BLOG

Achtsame Kommunikation

Nur wenn wir zusammen achtsam sind, können wir eine Gemeinschaft werden.

Eine gesunde und achtsame Kommunikation ist nicht nur wichtig, wenn wir mit einer Person über konkrete Probleme sprechen, sondern auch in alltäglichen Situationen oder wenn wir mit mehreren Personen sprechen.

Auf der Arbeit lassen wir uns z.B. oft in giftige Gespräche hineinziehen. Wenn sich die Stimmung im Team verschlechtert, sei es wegen Stress oder aufgrund anderer Probleme, müssen wir immer versuchen, ein Vorbild zu sein und den anderen zeigen, wie wir durch Achtsamkeit die Atmosphäre schnell wieder zum Positiven wenden können.

Am besten gelingt uns das, wenn wir gut ausgeruht und selbstbewusst in den Arbeitstag starten. Dabei lohnt es sich, den Weg zur Arbeit für ein paar Achtsamkeitsübungen zu nutzen. Anstatt z.B. auf dem Fahrrad oder in der U-Bahn darüber nachzudenken, welche Probleme der heutige Tag wieder bringen wird und an all die Dinge zu denken, auf die wir eigentlich keine Lust haben, können wir diese Zeit einfach dazu nutzen, an gar nichts zu denken. Wir können einfach nur dasitzen oder Fahrrad fahren und auf unseren Körper und unseren Atem achten. Wir können uns darüber freuen, dass unser Körper uns die Kraft gibt, diesen Tag zu bewältigen, und einfach nur zuhören, wie unser Atem von ganz alleine immer weiter fließt. So werden wir ausgeglichen und konzentriert im Büro ankommen und nicht so leicht in den alltäglichen Stress verfallen.

Auch im Büro selbst wirkt es Wunder, wenn wir uns einfach einmal fünf Minuten Zeit nehmen um sich zurückzulehnen und sich nur auf den eigenen Atem zu konzentrieren. Wer weiß, vielleicht haben ja auch unsere Kollegen Lust, nach der Mittagspause ein paar Minuten lang ihre Achtsamkeit zu trainieren und ihre Konzentration zu steigern?

Jedes Team und jede Gemeinschaft ist stärker und effektiver, wenn ihre Mitglieder achtsam miteinander umgehen. Denn durch effektive Kommunikation und einen achtsamen Umgang miteinander wird die Gemeinschaft gestärkt und entwickelt eine große kollektive Energie. Um das zu erreichen, können wir gemeinsam meditieren und versuchen, uns gegenseitig achtsam zuzuhören und achtsam zu sprechen. Dadurch werden wir gemeinsam stark und haben die Kraft, unsere Welt positiv zu verändern.

Wie das am einfachsten geht? info@michaeltiefel.com