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Kommunikation im Bett

Der intimste Kontakt zwischen zwei Menschen kann im Bett entweder entstehen oder aber verhindert werden. Nirgends fühlt man sich so verletzlich und/oder unsicher wie hier. Wenn das Vertrauen nicht sehr stark  (und beiderseitig) vorhanden ist, wird man sich „verpanzern“. Jede Art von Schutzreaktion muss jedoch zwangsläufig drei Dinge mit sich ziehen:

  1. Muskeln verkrampfen sich,
  2. Ungezwungenes Denken und Fühlen werden blockiert,
  3. Kreislauf und Atmung werden negativ beeinflußt.

Diese drei Reaktionen führen dazu, dass der Mensch nicht mehr frei agieren kann.

Ganz abgesehen davon, dass hiermit die Orgasmusfähigkeit eingeschränkt wird (beziehungsweise völlig verlorengeht), ist die zwischenmenschliche Kommunikation gefährdet. Etwaige Störungen tragen wir dann in den nächsten Tag mit hinein.

Je freier zwei Menschen sich miteinander aussprechen können, desto gebannter sind diese Gefahren.

Deshalb ist gerade im Bett eine offene, ehrliche Kommunikation unabdingbar, wenn die beiden Menschen die Pforte zu wirklicher Intimität finden wollen.

Solange „alles klappt“, kommuniziert man sowieso relativ frei. Aber: Sowie einmal etwas nicht 100% in Ordnung ist, sowie der eine oder andere Partner nicht frei (re-)agieren kann, haben wir eine Krisensituation von ungeheurem Potential

Da ja die beiden Faktoren Eros und Sex zur Erhaltung des Selbstwertgefühls beitragen, gefährdet jedes „Versagen“ im partnerschaftlichen beziehungsweise sexuellen Bereich das Selbstwertgefühl des „Versagers“.

Nur wenn der andere Partner hier mit-fühlend und Annahme-zeigend reagieren kann, ist diese Gefahr gebannt. Zeigt jedoch der andere Nicht-Annahme, so verstärkt sich das Nicht-OK-Gefühl des Partners, was wiederum die nächste „Panne“ um so wahrscheinlicher macht. Denn nun hat er Angst vor einem neuerlichen „Versagen“, er ist schon vorher nicht frei (sondern verkrampft), so dass dieses Versagen viel leichter wieder eintreten kann

Wenn einem ein Partner nicht so viel bedeutet, dass man versucht, gute Gefühle für ihn zu erreichen, ist die Gefahr vorhanden, dass man im Falle einer Panne nur an die eigenen (nicht befriedigten) Bedürfnisse denkt. Dann reagiert das „enttäuschte Kind“ (mehr hierzu in meinem BULLS-EYE-COACHING) in uns. Enttäuschte Kinder zeichnen sich durch besonders schlechte Kommunikation aus.

Hierbei soll nicht behauptet werden, dass man nur mit der „großen Liebe“ ins Bett gehen dürfte. Es geht hier nicht um irgendeine Moral, es geht hier um das Selbstwertgefühl des Partners. Selbst mit einem Nur-Bettpartner kann man versuchen, für die kurze Zeit, die man zusammen ist, eine Gemeinsamkeit herzustellen. Schließlich ist der sexuelle Akt eine gemeinsame Aktion, im Gegensatz zur Onanie.

Weiterhin wissen wir, dass viele Menschen sehr starre Regeln im Gewissen herumtragen, die es ihnen verbieten, dem Manne beziehungswese der Frau in sich freien Raum zu geben. Das heißt, die Ge- und Verbote können so stark sein, dass sie eine körperliche Verkrampfung hervorrufen, die dann eine „Panne“ unumgänglich macht.

Nur Partner, die offen und ehrlich miteinander reden können, werden in der Lage sein, solche Ge- und Verbote langsam und behutsam, abzubauen.

Wie man sieht ist Kommunikation wichtiger als man zuerst vermutet. Schlechte Kommunikation greift das Selbstwertgefühl an und ruft Verhaltensmuster hervor, die man oftmals ohne fremde Hilfe nicht mehr abschalten kann.

„Aufklärung“ im Sinne von Wissen hilft schon im Vorfeld.

Noch mehr Wissen oder Hilfe gibt es hier: info@michaeltiefel.comwww.michaeltiefel.com

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Gib die Schuld nicht ab!

Das Leben ist nie schuld

Viele Menschen behaupten, das Leben sei ungerecht. Sie meinen, vom Pech verfolgt oder um wertvolle Chancen und Möglichkeiten beraubt zu werden. Hast auch Du schon einmal dasselbe gedacht? Wenn ja, dann bist Du damit sicherlich nicht alleine. Es gibt Situationen, Tage oder sogar ganze Phasen, in denen nichts so läuft, wie wir es gerne hätten.

In diesen Zeiten ist es leicht, sein eigenes Handeln nicht zu hinterfragen und mit dem Finger auf jemanden oder etwas zu zeigen, das irgendwie nicht ganz greifbar ist:

Das Leben.

Amüsant wird es, wenn man versucht, sich das Leben als Person vorzustellen, die unsere Pläne durchkreuzen oder uns gar etwas Böses anhaben will. Ist da etwa ein Schurke mit schwarzem Bart und Augenklappe, der uns ständig Steine in den Weg legt?

Aber auch, wenn wir den Spaß beiseite lassen, bleibt die ernsthafte Frage:

Ist es möglich, dass das Leben ungerecht zu uns ist?

Die Antwort darauf lautet ganz eindeutig:

NEIN!

Das Leben ist unpersönlich und nicht in der Lage dazu, uns zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Tatsache ist, dass die Menschen ungerecht sind. Es liegt in der Natur des Menschen, sowohl positiv als auch negativ handeln zu können.

Schlägt eine der Neigungen ins Extreme aus, ist das für uns, bzw. die ganze Welt deutlich spürbar. Das Leben selbst ist jedoch völlig unpersönlich und hat seine ganz eigenen Regeln, die stetig und nicht veränderbar sind.

So gibt es zum Beispiel die physikalischen Gesetze, die immer gleich sind, aber von uns unterschiedlich genutzt werden können. Es gibt die Zeit, die wir messen, aber nicht verändern können. Genauso gibt es den Tod, der endgültig ist und den wir nicht austricksen können. Das Leben hat seine ganz eigenen Regeln und ist immer beständig. Es ändert seine Meinung nicht und manchmal, wenn wir Menschen darunter leiden, wollen wir das nicht wahrhaben.

Wir verhalten uns wie trotzige Kinder und beschuldigen das Leben für negative Erlebnisse.

In Wahrheit sind wir uns jedoch alle früher oder später dessen bewusst, worauf wir uns mit dem Leben einlassen und dass es uns nichts Böses will. Es ist zum Beispiel grausam, wenn ein Kind im See ertrinkt. Niemand würde sich so etwas wünschen und dennoch ist es unfair, das Leben deshalb als ungerecht zu bezeichnen. Dass wir unter Wasser nicht atmen können, gehört zu den physikalischen Grundgesetzen. Das war schon immer so und daran wird sich vermutlich auch niemals etwas ändern.

Wenn Du Dich mit einer Geschäftsidee selbstständig machst, dabei scheiterst und anschließend mit einer Pleite zu kämpfen hast, ist es sehr kontraproduktiv, dem Leben die Schuld daran zu geben. Das Geldsystem und der Kapitalismus wurde vom Menschen gemacht, nicht vom Leben. Die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, liegt stets im eigenen Verantwortungsbereich. Mit Pech hat das selten etwas zu tun.

Es ist unglaublich wichtig zu begreifen, dass Verantwortung Macht ist. Wir geben Macht über unser Leben ab, wenn wir dem Leben die Schuld für negative Umstände oder Situationen geben. Wir implizieren damit, dass wir nichts dafür können, dass etwas Schlimmes passiert ist oder wir bei einem Vorhaben gescheitert sind.

Dieser Logik entsprechend liegt es also auch nicht im eigenen Verantwortungsbereich, die eigene Situation zu verbessern oder mit den frisch entstandenen Herausforderungen umzugehen.

Diese Einstellung ist fatal!

Wie bereits gesagt, geben wir damit Macht über unser Leben ab. Wer stattdessen Eigenverantwortung übernimmt, befindet sich immer (!) in der Lage, aus einer negativen Situation eine positive zu formen.

Manchmal geschehen wirklich unglückliche und tragische Ereignisse. Sie passieren aber auch genauso nicht. Oft begehen Menschen Fehler und kommen mit großem Glück ohne Schaden davon. In diesem Momenten beschwert sich niemand über das Leben, nicht wahr?

Diese Wahrheit klingt unangenehm und mag dem ein oder anderen sogar herzlos vorkommen, aber bei genauer und vor allem logischer Betrachtung kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das Leben tatsächlich unpersönlich ist. Und das ist eine große Erleichterung! Es bedeutet, dass wir einen viel größeren Freiraum zur Gestaltung des eigenen Lebens haben, als wenn wir immer nur glauben, einem unsichtbaren Schurken namens „Leben“ unterworfen zu sein.

Fakt ist auch, dass es nur sehr wenig gibt, auf das man sich freuen kann, wenn man ständig glaubt, das Leben sei schlecht und habe es auf einen abgesehen.

Also atme durch, schließe Freundschaft mit dem Leben und freue Dich über die Erkenntnis, dass es am Ende des Tages immer ganz in Deinen Händen liegt, was Du aus Dir und Deinem Möglichkeiten machen möchtest.