Kategorien
BLOG

Schädliche Angst bei der Arbeit

Was ist zu tun, wenn aufgrund anhaltender Angstzustände die Leistung eines Mitarbeiters leidet? Wie sollten Vorgesetzte und Unternehmen am besten reagieren? 

Vorgesetzte dürfen keine persönlichen Gesundheitsinformationen abfragen. Aber sie können spezifische Aufgaben oder Verhaltensweisen ansprechen. Wenn Fristen nicht eingehalten werden oder Projekte gefährlich in Verzug geraten, können Sie den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin um ein Gespräch bitten. Sprechen Sie darüber genauso, wie Sie über eine körperliche Erkrankung oder Verletzung reden würden. Seien Sie zugewandt und offen. Wenn Sie um den heißen Brei herumreden, kann das peinlich wirken und nach hinten losgehen. Sagen Sie: “Ich wollte mal nachfragen, was bei den letzten Deadlines los war. Mir ist klar, dass diese Krise uns alle vor große Herausforderungen stellt. Sie müssen das nicht allein stemmen. Lassen Sie uns darüber reden, was wir tun können, um Sie zu unterstützen.” Oder: “Ich weiß, dass es seit einer Weile wirklich stressig ist und große Unsicherheit herrscht. Es ist nicht Ihre Art, Termine zu reißen, deshalb wollte ich einfach mal nachfragen. Sie sind ein so wichtiges und wertvolles Teammitglied. Wir möchten sichergehen, dass Sie alles haben, was Sie brauchen.”

Die Krise ist eine gute Gelegenheit für Sie und Ihre Mitarbeiter Coachings zu nutzen. Auch hier werden Videositzungen über sichere Plattformen angeboten. Womöglich ist für manche Betroffene die Privatsphäre nicht so einfach zu wahren, weil Partner und Kinder in Hörweite sind. Einfallsreiche Menschen haben sich daher für eine Sitzung schon mal mit ihrem Laptop ins Auto zurückgezogen oder telefonieren auf einsamen Spaziergängen mit uns.

Näheres erfahren Sie jederzeit unter info@michaeltiefel.com

Kategorien
BLOG

105 MILLIARDEN EURO SCHADEN IN UNTERNEHMEN

Bei dem Wort „Rhetorik“ denkt man direkt an große Redner – von den Meistern der Antike wie Sokrates und Aristoteles bis hin zu den historischen Auftritten von J.F. Kennedy oder Barack Obama. Man denkt vielleicht auch daran, wie die Nazis mit ihrer reißerischen Demagogie die Massen hinter sich versammelten. So oder so verbinden wir Rhetorik mit Macht.

Heute mögen nur noch die wenigsten Politiker ganz große Reden schwingen, aber Kommunikation ist weiterhin der Schlüssel zu persönlichem und beruflichem Erfolg. Nur über gute Kommunikation gelingt es, sich anderen Menschen mitzuteilen, sie zu informieren und von unseren Gedanken zu überzeugen. Gelungene Kommunikation verbindet und motiviert.

Kommunikation ist komplex und besteht immer aus verschiedenen Komponenten.

Rhetorik, die Kunst der wirkungsvollen Kommunikation, ist Macht. Das wussten schon die großen Redner der Antike. Und dass sich Kommunikation jedweder Art durch die Digitalisierung verändert, liegt auf der Hand.

Führungskräfte brauchen die richtigen Kommunikationsskills.

Ausnahmslos alle Angestellten haben eine Meinung zu ihren Chefs. „Meine Chefin hat immer ein offenes Ohr“ oder „Bei meinem Chef weiß man nie, was er einem wirklich sagen will“ sind nur zwei Beispiele für viele verschiedene Eindrücke. Allen gemein ist jedoch, dass es im Grunde immer um Kommunikation geht.

Gute Kommunikation ist eine der besten Voraussetzungen für gute Mitarbeiterführung. Vorgesetzte, die gut kommunizieren, können die Unternehmensziele nachvollziehbar vermitteln. Sie motivieren ihre Mitarbeiter, sich persönlich für diese Ziele einzusetzen, und geben ihnen das Gefühl, verstanden und wertgeschätzt zu werden. Sie lösen Konflikte feinfühlig und geben klares und konstruktives Feedback. Das ist so ziemlich die Lehrbuch-Definition für echte Führungsqualität.

Die Realität sieht leider meist anders aus. Eine Gallup-Studie von 2016 ergab, dass sich 97% der deutschen Vorgesetzten selbst als gute Führungskräfte empfanden. Also quasi alle. Ulkig war nur, dass zwei von drei Erwerbstätigen angaben, im Laufe ihres Arbeitslebens mindestens einmal unter einer schlechten Führungskraft gearbeitet zu haben. Die Folge ist immer Demotivation. Experten schätzen, dass der Wirtschaft durch die nachlassende Leistung der Angestellten jährlich Schäden von bis zu 105 Milliarden Euro entstehen.

Eine der kommunikativen Sollbruchstellen ist das Mitarbeiterfeedback. Vorgesetzte müssen ihren Mitarbeitern konstruktive Rückmeldung zu ihrer Arbeit geben, aber niemand wird gerne kritisiert. Eine gute Führungskraft ist sich dessen bewusst und formuliert ihr Feedback feinfühlig und deeskalierend.

Feedbackgespräche sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der betrieblichen Kommunikationskultur. Als Vorgesetzter sollten Sie im Grunde immer versuchen, eine persönliche Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Die Menschen sollen Ihnen vertrauen können – da schadet es nicht, Gespräche zu Beginn mit ein bisschen Smalltalk aufzulockern. Sie dürfen Ihren Mitarbeitern auch mal von Ihrem Wochenende erzählen.

Sie können Ihre Ausdrucksweise sogar ganz subtil an die Ihres Gesprächspartners anpassen. Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass der Eindruck der Ähnlichkeit Sympathie erzeugt. Sie müssen natürlich aufpassen, dass Sie es nicht übertreiben und z.B. einen Dialekt nachahmen, weil sich Ihre Mitarbeiter spätestens dann veralbert fühlen.

Kommunikation ist auch in der digitalisierten Welt der wichtigste Schlüssel zu privatem Glück und beruflichem Erfolg. Die Trends der Digitalisierung – von den Kurznachrichten bis zu den berüchtigten Fake News – verändern, wie wir uns informieren und miteinander kommunizieren. Also bleiben Sie am Ball: Seien Sie der Wirkung Ihrer Körpersprache bewusst, befassen Sie sich mit neuen Kommunikationsstrategien wie dem Storytelling und seien Sie, egal ob als Verkäufer oder Teamleiter, konstruktiv, nahbar und professionell.

Sie wollen mehr über die Kunst des Sprechens erfahren oder lernen?

Dann schreiben Sie uns an: info@michaeltiefel.com