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Technik zur Sortierung der Gedanken

Wie man den Affenzirkus der Gedanken im Kopf in geordnete Bahnen lenkt

Bei diesem Selbstcoaching-Tool geht es darum, in häufiger auftretenden belastenden Situationen ein wenig Struktur in die ungeordneten Gedanken zu bringen. Dabei werden die Gedanken als Kette betrachtet, die einer durchaus nachvollziehbaren Logik folgen. Diese Logik aufzudecken, ist das Ziel des Tools. Es besteht aus sechs Schritten:

  1. Wählen Sie ein Thema aus, ein konkretes Erlebnis, eine bestimmte Situation, die Sie als belastend oder schwierig erlebt haben oder häufiger als schwierig erleben. Geben Sie der Situation einen Titel oder kleiden Sie diese in eine Frage: „Wie kommt es, dass ich mich wieder habe überreden lassen, noch eine Aufgabe zu übernehmen?“
  2. Begeben Sie sich jetzt noch einmal in die konkrete Situation und hören in sich hinein. Welche innere Stimme hat sich zuerst oder besonders lautstark gemeldet? Notieren Sie die Botschaft dieser Stimme auf einer Karte und überlegen dann, mit welchem Gefühl die Stimme verbunden ist? Z.B. „Du Pfeife, da hast du dich wieder breitklopfen lassen…!“ (Frustration).
    Dann hören Sie in sich hinein, welche Stimme sich da noch meldet – und welches Gefühl mit dieser Stimme verbunden ist. „Der andere nutzt meine Hilfsbereitschaft gnadenlos aus!“ (Ärger). Und so weiter: Die dritte Stimme, die vierte („Sei mal konsequent!“ „Wovor fürchtest du dich eigentlich?“ – „Der kocht doch auch nur mit Wasser“) – so zwischen sechs und acht solcher Botschaften kommen da schon zusammen.
  3. Nun ordnen Sie die inneren Botschaften entweder einem inneren Erleben oder der Reaktion auf ein inneres Erleben zu und fügen diese zu einer Kette zusammen, von der Art: „Ich fühle mich bedrängt!“(Erleben) -> „Ich sage zu“ (Reaktion) -> „Ich bin frustriert.“ (Erleben) -> „Ich beschimpfe mich!“ (Reaktion) -> „Ich habe schlechte Laune.“ -> „Ich gifte einen Kollegen an!“ ….
    Die Frage lautet immer: Welche meiner Karten sind eher inneres Erleben, welche mehr Reaktion auf ein inneres Erleben. Und welche ist dann mit der Reaktion verbundenes inneres Erleben? Im Idealfall ist die Kette vollständig.
  4. Meist aber fehlen Glieder in der Kette – es gibt Karten, die sich nicht zu einer der anderen passen. Dann gehen Sie rückwärts vor: „Auf welches innere Erleben könnte das eine Reaktion sein?“ Oder: „Welche Reaktion passt zu diesem inneren Erleben?“ So zäumen Sie quasi das Pferd von hinten auf, bis die Kette komplett ist.
  5. Wenn alle Lücken geschlossen sind, gehen Sie diese noch einmal Schritt für Schritt durch und sondieren, wo der Auslöser der Kette und wo das Ende ist.
  6. Schließlich geht es um die Lösungsfindung. Wie könnte der Ablauf verändert werden? Wo möchte ich etwas anders erleben? Wo möchte ich anders reagieren? Wie sähe das aus? Was würde ich dann empfinden? Wie sieht meine „Soll-Kette“ in Bezug auf die schwierige Situation aus?
    Die Soll-Kette schreiben Sie dann auch auf.

Auf diese Weise erfahren wir, dass wir einen Einfluss auf unsere inneren Abläufe haben und diese uns nicht beherrschen. Wir können sie beobachten und analysieren. Und wir können sie verändern. Das Tool funktioniert sicher noch besser, wenn man dabei von einem Coach begleitet wird.

 

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Schädliche Angst bei der Arbeit

Was ist zu tun, wenn aufgrund anhaltender Angstzustände die Leistung eines Mitarbeiters leidet? Wie sollten Vorgesetzte und Unternehmen am besten reagieren? 

Vorgesetzte dürfen keine persönlichen Gesundheitsinformationen abfragen. Aber sie können spezifische Aufgaben oder Verhaltensweisen ansprechen. Wenn Fristen nicht eingehalten werden oder Projekte gefährlich in Verzug geraten, können Sie den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin um ein Gespräch bitten. Sprechen Sie darüber genauso, wie Sie über eine körperliche Erkrankung oder Verletzung reden würden. Seien Sie zugewandt und offen. Wenn Sie um den heißen Brei herumreden, kann das peinlich wirken und nach hinten losgehen. Sagen Sie: „Ich wollte mal nachfragen, was bei den letzten Deadlines los war. Mir ist klar, dass diese Krise uns alle vor große Herausforderungen stellt. Sie müssen das nicht allein stemmen. Lassen Sie uns darüber reden, was wir tun können, um Sie zu unterstützen.“ Oder: „Ich weiß, dass es seit einer Weile wirklich stressig ist und große Unsicherheit herrscht. Es ist nicht Ihre Art, Termine zu reißen, deshalb wollte ich einfach mal nachfragen. Sie sind ein so wichtiges und wertvolles Teammitglied. Wir möchten sichergehen, dass Sie alles haben, was Sie brauchen.“

Die Krise ist eine gute Gelegenheit für Sie und Ihre Mitarbeiter Coachings zu nutzen. Auch hier werden Videositzungen über sichere Plattformen angeboten. Womöglich ist für manche Betroffene die Privatsphäre nicht so einfach zu wahren, weil Partner und Kinder in Hörweite sind. Einfallsreiche Menschen haben sich daher für eine Sitzung schon mal mit ihrem Laptop ins Auto zurückgezogen oder telefonieren auf einsamen Spaziergängen mit uns.

Näheres erfahren Sie jederzeit unter info@michaeltiefel.com

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Kommunikation ist JETZT wichtiger denn je

Von allen Lebenskompetenzen, die uns zur Verfügung stehen, ist Kommunikation wohl die mächtigste.

Viele fühlen sich im Home office zunehmend einsam und sehnen sich nach Gemeinsamkeit, Austausch und menschlicher Nähe. Das schwächt den Einzelnen und führt dazu, dass die Effektivität von Teams und Unternehmen schwindet. Was können Führungskräfte, aber auch jeder Einzelne dagegen tun?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, menschliche Bindung herzustellen, d.h. sich als Menschen trotz der remote Arbeitssituation auszutauschen und spürbar zu machen. Das galt schon immer und gewinnt in der aktuellen Krisensituation grundlegend an Bedeutung. 

So wird Kommunikation zur mächtigen Krisenkompetenz. Was können Sie tun, um den intensiven Austausch mit ihren Mitarbeitern, im Team zu fördern?

Mein Tipp:

  • Sorgen Sie für vielfältige Möglichkeiten, sich auszutauschen – über berufliche und auch private Aspekte (vom Stand up Meeting, Chatrooms, virtuellen Coffee-breaks bis zum persönlichen Gespräch mit jedem Einzelnen etc.)
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich jeder auch mit seinen persönlichen Themen zeigen kann.
  • Seien Sie ein Role-Model für Ihre Mitarbeiter, indem Sie sich selber zeigen und von den Dingen erzählen, die Sie beschäftigen, umtreiben, freuen, sorgen… So machen Sie Ihren Mitarbeitern Mut, dasselbe zu tun.

Auf diese Weise stärken Sie erfolgreich das Gemeinschaftsgefühl und halten ihr Team auf Erfolgskurs.

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Der programmierte Mensch

Wir Menschen sind programmiert – und so nachhaltig, dass die meisten Menschen aus ihrem in der Kindheit erworbenen Programm ohne äußeren Einfluss nie mehr herauskommen. Mit anderen Worten: Menschen ändern ihr bisheriges Verhalten erst dann wesentlich, wenn irgendeine dritte Person auf sie einwirkt. So eine dritte Person kann beispielsweise ein Liebespartner, ein Seminarleiter, ein Coach oder ein Psychotherapeut sein. D. h. eine Person, von der man „viel hält“, die für einen eine geliebte oder verehrte Autorität ist, mit der man sich identifizieren kann.

Das Medium, das gegenseitige Einwirkungen unter Menschen vermittelt, bezeichnet man heute allgemein mit „Kommunikation“. Kommunikation findet immer dann statt, wenn ein Mensch das Verhalten eines anderen beeinflusst – und zwar auch, wenn nichts gesprochen wird! Kommunikation ist also viel umfassender, als dies gemeinhin angenommen wird. Das gesprochene Wort ist nur ein Teil der Kommunikation – wenn auch der wesentlichste.

Wer mehr wissen möchte: info@michaeltiefel.com

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PRINZIPIEN DER EFFEKTIVITÄT

Es gibt verschiedene, zeitlose, universelle Prinzipien der Effektivität im persönlichen, zwischenmenschlichen und geschäftlichen Bereich.
Hier sind meine sieben wichtigsten:
  1. Das Prinzip des lebenslangen Lernens, der ständigen Weiterbildung. Lebenslanges Lernen ist in der Welt von heute unerlässlich. Es trägt dazu bei, dass wir bessere Beziehungen führen und im Beruf kompetenter werden können. Viele von uns werden auf mehr als fünf verschiedenen Gebieten gearbeitet haben, bevor sie in den Ruhestand gehen. Der technische Fortschritt schreitet mit rasender Geschwindigkeit voran – da wollen Sie sicher nicht hinterherhinken?

„Das ist Lernen – plötzlich verstehen wir etwas, das wir schon unser ganzes Leben lang verstanden haben, aber auf eine völlig neue Weise“ Doris Lessing

  1. Das Prinzip des Dienens, der Gedanke, andere zu unterstützen und ihnen zur Seite zu stehen.

„Anderen zu dienen ist wundervoll – allerdings nur, wenn man es mit Freude, mit ganzem Herzen und mit freiem Geist tut.“ Pearl S. Buck 

  1. Das Prinzip, optimistisch zu bleiben, positive Energie auszustrahlen und die vier emotionalen Hindernisse – Kritisieren, Klagen, Vergleichen und Konkurrieren – zu vermeiden.

„Der entscheidende Punkt beim Leben und beim Optimismus ist, töricht genug zu sein, um zu glauben, dass das Beste noch kommt.“ Peter Ustinov

  1. Das Prinzip, anderen Bestätigung zu geben und sie als pro-aktive Individuen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und großem Potenzial zu sehen.

„Wenn man die Menschen behandelt, als wären sie das, was sie sein sollten, hilft man ihnen, das zu werden, was sie werden könnten.“  Johann Wolfgang von Goethe

  1. Das Prinzip des Gleichgewichts – die Fähigkeit, unsere unterschiedlichen Rollen zu erkennen und für alle wichtigen Bereiche unseres Lebens das richtige Maß an Zeit aufzuwenden. Denn Erfolg in einem Lebensbereich kann eine Vernachlässigung oder Misserfolge in anderen nicht aufwiegen.

„Jeder von uns ist ein Haus mit vier Zimmern: einem physischen, einem mentalen, einem emotionalem und einem spirituellen. Wenn wir nicht jeden Tag in jedes Zimmer gehen – und sei es nur, um dort für frische Luft zu sorgen – , sind wir keine richtigen Menschen.“                   Rumer Godden

  1. Das Prinzip der Spontaneität – die Fähigkeit, das Leben mit einem Schuss Abenteuerlust und Neugier auszukosten, statt bei allen Dingen immer etwas Negatives finden zu wollen.

„Die Essenz von Freude ist Spontaneität“ Germaine Greer

  1. Das Prinzip der ständigen Erneuerung und Verbesserung in den vier Dimensionen unseres Lebens: dem physischen, spirituellen, mentalen und sozial/emotionalen Bereich.

„Das ist die größte Investition, die wir im Leben machen können – in uns selbst zu investieren.“ Stephen R. Covey

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WARUM DIE SOZIALE INTELLIGENZ FÜR DIE FÜHRUNG SO ERHEBLICH VON BEDEUTUNG IST

Neue Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, wie Führungskräfte die Stimmung im Team und damit auch dessen Leistung verbessern können: Indem sie lernen, die biologischen Gesetze der Empathie zu nutzen.

Die biologischen Grundlagen:

Sogenannte Spiegelneuronen in unserem Gehirn bringen uns dazu, unbewusst die Emotionen und Handlungen unseres Gegenübers aufzugreifen und zu imitieren. Gut vernetzte Spindelzellen helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen und entsprechend zu handeln – ein Erfahrungswert, den wir als Intuition bezeichnen. Oszillatoren steuern unsere Körpersprache so, dass wir uns mit anderen Menschen synchron bewegen.

Das Geheimnis guter Führung:

Vorbildliche Führungskräfte zeichnen sich vor allem durch ihre Fähigkeit aus, gute soziale Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Denn positiv gestimmte Mitarbeiter bringen deutlich bessere Leistungen als nervöse oder ängstliche.

Die gute Nachricht für alle Einzelgänger: Soziale Intelligenz ist nicht in den Genen verankert, sondern lässt sich mithilfe eines guten Coachs oder Mentors auch noch im fortgeschrittenen Alter erlernen.

Vorgesetzte, die negatives Feedback mit einem Lächeln überbringen, haben zufriedenere Mitarbeiter als solche, die mit kritischer Miene Lob verteilen.

Wir sind keine bloßen Sklaven unserer Gene und frühkindlichen Erlebnisse. Jede Führungskraft kann ihr Verhalten verändern, wenn sie sich wirklich bemüht.

Sind Sie eine sozial intelligente Führungskraft?

 Hier finden Sie sieben Kompetenzen und einige Fragen mit denen wir sie beurteilen.

Einfühlungsvermögen

  • Wissen Sie, was Ihre Mitmenschen motiviert, auch wenn diese aus einem anderen Umfeld stammen als Sie selbst?
  • Haben Sie ein Gespür für die Bedürfnisse anderer Menschen?

Einklang

  • Hören Sie anderen Menschen aufmerksam zu und machen Sie sich Gedanken über ihre Gefühle?
  • Haben Sie einen guten Instinkt für die Stimmungen Ihrer Mitmenschen?

Unternehmensbewusstsein

  • Haben Sie ein Gespür für die Kultur und die Wertvorstellungen einer Abteilung oder eines Unternehmens?
  • Durchschauen Sie soziale Netzwerke, und kennen Sie deren unausgesprochene Normen?

Einfluss

  • Überzeugen Sie andere Menschen, indem Sie sie in eine Diskussion verwickeln und an ihr Eigeninteresse appellieren?
  • Holen Sie sich Unterstützung von wichtigen Leuten?

Mitarbeiterentwicklung

  • Verstehen Sie sich als mitfühlender Coach Ihrer Mitarbeiter, und investieren Sie Ihre persönliche Zeit und Energie in dieses Mentoring?
  • Geben Sie anderen Leuten Feedback, das diesen bei ihrer beruflichen Entwicklung weiterhilft?

Inspiration

  • Können Sie überzeugende Visionen formulieren, Ihrer Abteilung Stolz auf die eigene Gruppe vermitteln und ein positives emotionales Klima fördern?
  • Führen Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie das Beste aus ihnen herausholen?

Teamarbeit

  • Bitten Sie sämtliche Mitglieder Ihres Teams um Input?
  • Unterstützen Sie alle diese Teammitglieder und ermutigen Sie sie zur Zusammenarbeit?

 

Fazit

Knallharte Chefs mögen es für finanziell unverantwortlich und für ein Zeichen von Schwäche halten, sich mit solchen Theorien zu befassen, da der Erfolg in ihrer Welt letztendlich nur an Zahlen gemessen wird. Doch heutzutage gibt es neue Untersuchungsmethoden, mit denen sich die Entwicklung eines Menschen wissenschaftlich messen lässt – und diese bestätigen die alten Theorien, sodass sich ein direkter Zusammenhang zur Mitarbeiterperformance herstellen lässt. Daher sieht es inzwischen ganz so aus, als ob die sogenannte weiche Seite des Managements auf ziemlich harten Fakten beruht.

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DIE MEISTEN MENSCHEN HÖREN NICHT ZU UM ZU VERSTEHEN, SIE HÖREN ZU UM ZU ANTWORTEN!

Der Mensch will verstanden werden. Hier ist es egal ob in der Familie oder im Beruf. EINFÜHLENDES ZUHÖREN gehört zu den Grundprinzipien einer erfolgreichen Kommunikation.

Wenn ich effektiv mit einer anderen Person interagieren will, muss ich sie zuerst verstehen.

Der wahre Schlüssel dafür, dass ich eine Person beeinflussen kann ist mein Vorbild, mein Verhalten – mein Charakter.

Um Ratschläge geben zu können und mehr über eine Person zu verstehen, muss sie sich erst öffnen – sie muss Vertrauen in mir haben.

Was ist EINFÜHLENDES ZUHÖREN? Es ist Zuhören mit der Absicht den anderen zu verstehen. Erst verstehen wollen – dann Verstehen!

EINFÜHLENDES ZUHÖREN führt einen in den Bezugsrahmen des anderen. Das hilft sein Paradigma und seine Gefühle zu verstehen.

Dies bedeutet, dass ich die Meinung des anderen nicht teilen muss. Es geht darum, dass ich den Menschen voll und ganz verstehe – emotional und intellektuell!

Wie ist eine Kommunikation aufgebaut?

Sie besteht aus 10% Worte – 30% Stimme – 60% Körpersprache

Wie man hier sieht, ist es nicht so wichtig was man sagt, sondern was man fühlt und diese Gefühle auch wiedergibt. Der Gegenüber spürt und sieht was man von ihm hält und ob man ihn wichtig nimmt.

Der Mensch strebt danach:   – verstanden,

– bestätigt,

– geliebt und

– anerkannt zu werden.

 

Dies setzt voraus, dass wir ihn erst verstehen und dann selbst verstanden zu werden.

Deshalb müssen wir immer erst eine Diagnose stellen und dann das Rezept.

Ein effektiver Verkäufer zum Beispiel versucht zunächst die Bedürfnisse, die Anliegen und die Situation des Kunden zu verstehen. Danach verkauft er Lösungen für das Problem. Man muss aber auch den Mut haben zu sagen, „Mein Produkt, meine Dienstleistungen werden Ihre Bedürfnisse nicht erfüllen.“

Erst verstehen und dann verstanden zu werden ist ein richtiges Prinzip, jenes für alle Lebensbereiche gilt. Es ist ein allgemeines Prinzip, das ganz besonders wichtig ist, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

Zu oft wenden wir unsere autobiografischen Antworten, teils bewusst, teils unbewusst, an.

Wir müssen beide Seiten des Gehirns verwenden um beide Seiten des Gegenübers zu verstehen.

 

 

 

 

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Grenzenlos – Willensstark Das Outdoor-Erlebnis gegen Burn-Out, Depressionen und Stress

 

Grenzenlos – Willensstark

Das Outdoor-Erlebnis gegen Burn-Out, Depressionen und Stress

 

Eine innere Unruhe, Unbehagen, Stress – heutzutage ein Teil vieler Menschen, besonders derer, die in schnellen und hektischen Großstädten leben und/oder einen hektischen und verantwortungsvollen Beruf haben. Man hat ständig Verpflichtungen nachzugehen, muss ständig informiert und erreichbar sein. Wahrscheinlich hast du kaum Zeit, deine Gedanken mal in Ruhe zu reflektieren.

Auf Dauer hat das gravierende und negative Auswirkungen auf deine körperliche und auch mentale Gesundheit. Folgen wie zum Beispiel Burn-Out und Depressionen. Oftmals sind Depressionen phasenweise Folgen von Ängsten und Stress. Sie verleiten die Menschen dazu, die Sicht auf das große Ganze zu verlieren.

Anstatt die schönen Dinge zu genießen, fokussieren sie sich auf die Schwierigkeiten und das Scheitern. Eine wirksame Möglichkeit gegen all das anzugehen, bietet eine in der Natur. Doch welche Vorteile hat das Campen für die mentale Verfassung und hilft Achtsamkeit gegen Depressionen?

Achtsamkeit kann gegen Depressionen helfen, da es zum Abbau von Ängsten und Stress verhilft. Durch das Verbringen von Zeit in der Natur kann den depressiven Phasen entgegengewirkt werden. Das Campen und auch Radeln/Wandern stellen Möglichkeiten da, um aus der gefühlten Enge und Überforderung auszubrechen.

Fühlst du dich zum Beispiel gestresst von einem bevorstehenden Projekt, so kann eine Auszeit im Freien dir dabei helfen, zu erkennen, dass dieses Projekt eigentlich nur eine kleine Bedeutung in deinem Leben hat und da draußen eine riesige Welt ist, die es zu genießen gilt.

In der Natur liegt die Ruhe – Achtsamkeit gegen Stress

Wenn du es dir im Bett gemütlich machst und deinen Körper herunter fährst, dann beanspruchst du einen ganz besonderen Teil deines Nervensystems – den Parasympathikus. Das parasympathische Nervensystem ist dafür zuständig, unseren Körper zu entspannen und Energie zu tanken. So lässt er den Blutdruck und die Herzfrequenz sinken und regt auch die Verdauung an.

Das wir heute in eher hektischen und schnellen Zeiten leben, haben wir ja schon erkannt. Dies wirkt sich auch auf den Parasympathikus aus: Er wird seltener beansprucht. Nervenbahnen die weniger genutzt werden, haben jedoch die Eigenschaft zu verkümmern bzw. verlieren an Wirkungskraft.

Doch keine Angst, durch wiederholtes Beanspruchen können sie wieder gestärkt werden und das solltest du auch tun. Interessanterweise lässt sich das parasympathische Nervensystem auch dadurch aktivieren, die freie Natur und besonders auch Tiere zu beobachten. Nimm dir also hin und wieder die Zeit in der Natur. Ein Coaching in der Natur hat eine beruhigende Wirkung.

Stärke dein Gehirn – Outdoor-Coaching Richtung gesundes Gehirn

Fahrradfahren ist eine hervorragende Form der körperlichen Betätigung. Sie hilft nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren und die Muskeln zu stärken, sondern auch dem Gehirn. Wenn deine Fahrradtouren fordernd genug sind, sodass deine Herzfrequenz steigt, so vergrößert sich auch dein Hippocampus.

Das ist ein Teil des Gehirns, der auch als Schaltstelle zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis gesehen wird und ist somit höchst wichtig für das Lernen.
Auch das Äußern von Emotionen wie Freude oder Angst wird durch den Hippocampus maßgeblich beeinflusst.

Man sagt, dass schon eine zwanzig minütige Radtour die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, verbessern kann. Außerdem veranlasst Bewegung generell die Produktion von Wachstumsfaktoren, was auch die Produktion von gesunden Gehirnzellen anregt.

Durch Camping zum besseren Schlaf

Das Verbringen von Zeit in der Natur lässt mich also Stress abbauen und sogar mein Gehirn stärken. Aber auch die Schlafqualität kann dadurch verbessert werden. Es heißt, schon ein Spaziergang oder Aufenthalt im Wald unterstützt die Schlafqualität und lindert Schlafprobleme. Normalerweise sind wir oft künstlichem Licht ausgesetzt.

Das hat zur Folge, dass unsere innere Uhr, unser Circadiane Rhythmus der maßgebend für unseren Wach-Schlaf-Rhythmus ist, durcheinander gerät und sich somit schlecht auf unseren Schlaf auswirkt. Außerdem beeinflusst das künstliche Licht die Produktion des Schlafhormons Melatonin, in dem es diese senkt.

Wenn du also wieder auf eine natürliche Art müde werden und schlafen möchtest, dann ist diese Art des Coachings genau das Richtige für dich. Hier bist du weniger künstlichem Licht ausgesetzt und du lässt dich vielmehr auf den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht ein. Gehe hinaus und stelle deine innere Uhr.

Stelle dich dem Outdoor-Abenteuer – Mission Selbstvertrauen

Mit ausgewählter Ausrüstung und Fahrrad in die Natur schreiten. Das ist fast schon wie der Beginn eines kleinen Abenteuers, einer Entdeckungsreise, welche nicht unbedingt leicht sein muss. Wenn du über längere Strecken im Wald fährst, so wird dir vielleicht das ein oder andere Hindernis im Weg stehen, das es zu überwinden gilt.

Der gesamte Ausflug ist eine Herausforderung, der man sich stellt.
Du lernst dich selbst kennen und trittst die Wanderung aus eigener Kraft an. Die Erfahrungen, die man hier sammelt, stärken somit zurecht auch das eigene Selbstvertrauen. Hinzu kommt noch ein Coaching der besonderen Art, jenes du so nie bekommen wirst.

Entdecke die Natur – Schätze die Achtsamkeit

Sehr viele Menschen schreiten äußerst unbewusst durch ihr Leben. Viele der Handlungen und Gedanken erfolgen fast selbstständig durch den Geist, wie auf Autopilot. Es ist jedoch sehr zu empfehlen dem entgegenzuwirken.

Achtsamkeit bedeutet eine bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit, das bewusste Fokussieren auf das Hier und Jetzt. Durch regelmäßiges Trainieren der Achtsamkeit verbessert sich dein Glücksempfinden, deine Konzentration und sogar das Immunsystem.

Und das Fantastische dabei ist, dass dieses Trainieren sehr schön sein kann. Hierfür bietet sich natürlich die Natur in Kombination mit meinem Coaching an.

Sitze zum Beispiel Abends am Lagerfeuer und achte auf deine Sinne. Wie das Feuer dich wärmt. Wie schön sieht es aus? Hörst du die Tiere im Wald? Spürst du den leichten Wind auf deiner Haut und was kannst du riechen?

Fazit

Wie wir sehen, können wir uns die Natur beim Coaching zu Nutze machen und unsere Mentale Gesundheit und berufliche Leistungsfähigkeit wesentlich stärken. Wir können Ängste abbauen und unser Gehirn trainieren. Auch auf unsere Schlafqualität hat sie enormen Einfluss.

Das wirst du im Coaching außerdem Erfahren: 

* Welches grenzenlose Potenzial und starke Willenskraft in dir steckt.

* Wer du wirklich bist und nach welchen Prinzipien du lebst.
* Wie du deine Ziele und Wünsche effizienter erreichst.
* Wie du es schaffst, deine Mission nachhaltig zu leben.

* Wie du für dich und deine Ziele authentisch einstehst.
* Wie du dir selbst treu bleibst und direkt in die Umsetzung deiner Ziele kommst. 

Ab in die Natur für ein besseres Ich.

 

 

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Gib die Schuld nicht ab!

Das Leben ist nie schuld

Viele Menschen behaupten, das Leben sei ungerecht. Sie meinen, vom Pech verfolgt oder um wertvolle Chancen und Möglichkeiten beraubt zu werden. Hast auch Du schon einmal dasselbe gedacht? Wenn ja, dann bist Du damit sicherlich nicht alleine. Es gibt Situationen, Tage oder sogar ganze Phasen, in denen nichts so läuft, wie wir es gerne hätten.

In diesen Zeiten ist es leicht, sein eigenes Handeln nicht zu hinterfragen und mit dem Finger auf jemanden oder etwas zu zeigen, das irgendwie nicht ganz greifbar ist:

Das Leben.

Amüsant wird es, wenn man versucht, sich das Leben als Person vorzustellen, die unsere Pläne durchkreuzen oder uns gar etwas Böses anhaben will. Ist da etwa ein Schurke mit schwarzem Bart und Augenklappe, der uns ständig Steine in den Weg legt?

Aber auch, wenn wir den Spaß beiseite lassen, bleibt die ernsthafte Frage:

Ist es möglich, dass das Leben ungerecht zu uns ist?

Die Antwort darauf lautet ganz eindeutig:

NEIN!

Das Leben ist unpersönlich und nicht in der Lage dazu, uns zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Tatsache ist, dass die Menschen ungerecht sind. Es liegt in der Natur des Menschen, sowohl positiv als auch negativ handeln zu können.

Schlägt eine der Neigungen ins Extreme aus, ist das für uns, bzw. die ganze Welt deutlich spürbar. Das Leben selbst ist jedoch völlig unpersönlich und hat seine ganz eigenen Regeln, die stetig und nicht veränderbar sind.

So gibt es zum Beispiel die physikalischen Gesetze, die immer gleich sind, aber von uns unterschiedlich genutzt werden können. Es gibt die Zeit, die wir messen, aber nicht verändern können. Genauso gibt es den Tod, der endgültig ist und den wir nicht austricksen können. Das Leben hat seine ganz eigenen Regeln und ist immer beständig. Es ändert seine Meinung nicht und manchmal, wenn wir Menschen darunter leiden, wollen wir das nicht wahrhaben.

Wir verhalten uns wie trotzige Kinder und beschuldigen das Leben für negative Erlebnisse.

In Wahrheit sind wir uns jedoch alle früher oder später dessen bewusst, worauf wir uns mit dem Leben einlassen und dass es uns nichts Böses will. Es ist zum Beispiel grausam, wenn ein Kind im See ertrinkt. Niemand würde sich so etwas wünschen und dennoch ist es unfair, das Leben deshalb als ungerecht zu bezeichnen. Dass wir unter Wasser nicht atmen können, gehört zu den physikalischen Grundgesetzen. Das war schon immer so und daran wird sich vermutlich auch niemals etwas ändern.

Wenn Du Dich mit einer Geschäftsidee selbstständig machst, dabei scheiterst und anschließend mit einer Pleite zu kämpfen hast, ist es sehr kontraproduktiv, dem Leben die Schuld daran zu geben. Das Geldsystem und der Kapitalismus wurde vom Menschen gemacht, nicht vom Leben. Die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, liegt stets im eigenen Verantwortungsbereich. Mit Pech hat das selten etwas zu tun.

Es ist unglaublich wichtig zu begreifen, dass Verantwortung Macht ist. Wir geben Macht über unser Leben ab, wenn wir dem Leben die Schuld für negative Umstände oder Situationen geben. Wir implizieren damit, dass wir nichts dafür können, dass etwas Schlimmes passiert ist oder wir bei einem Vorhaben gescheitert sind.

Dieser Logik entsprechend liegt es also auch nicht im eigenen Verantwortungsbereich, die eigene Situation zu verbessern oder mit den frisch entstandenen Herausforderungen umzugehen.

Diese Einstellung ist fatal!

Wie bereits gesagt, geben wir damit Macht über unser Leben ab. Wer stattdessen Eigenverantwortung übernimmt, befindet sich immer (!) in der Lage, aus einer negativen Situation eine positive zu formen.

Manchmal geschehen wirklich unglückliche und tragische Ereignisse. Sie passieren aber auch genauso nicht. Oft begehen Menschen Fehler und kommen mit großem Glück ohne Schaden davon. In diesem Momenten beschwert sich niemand über das Leben, nicht wahr?

Diese Wahrheit klingt unangenehm und mag dem ein oder anderen sogar herzlos vorkommen, aber bei genauer und vor allem logischer Betrachtung kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das Leben tatsächlich unpersönlich ist. Und das ist eine große Erleichterung! Es bedeutet, dass wir einen viel größeren Freiraum zur Gestaltung des eigenen Lebens haben, als wenn wir immer nur glauben, einem unsichtbaren Schurken namens „Leben“ unterworfen zu sein.

Fakt ist auch, dass es nur sehr wenig gibt, auf das man sich freuen kann, wenn man ständig glaubt, das Leben sei schlecht und habe es auf einen abgesehen.

Also atme durch, schließe Freundschaft mit dem Leben und freue Dich über die Erkenntnis, dass es am Ende des Tages immer ganz in Deinen Händen liegt, was Du aus Dir und Deinem Möglichkeiten machen möchtest.

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CHRONISCHE SCHMERZEN

Chronische Schmerzen haben biologische, psychische und soziale Ursachen

Wenn ein Schmerz länger als drei Monate anhält und auf keine körperliche oder seelische Grunderkrankung zurückzuführen ist, spricht man von einer chronischen und eigenständigen Schmerzerkrankung. Aber wie kommt es dazu? Und vor allem: Was kann man dagegen tun?

Sicher ist, dass auch eine chronische und eigenständige Schmerzerkrankung irgendwann einen konkreten Ursprung hatte. Ob der akute Schmerz zum chronischen Leiden wird, hängt allerdings von drei Faktoren ab: den körperlichen, seelischen und sozialen Begleitumständen. Die Schmerzforscher veranschaulichen das mithilfe des bio-psycho-sozialen Schmerzmodells.

Die körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren sind eng miteinander verknüpft. Die meisten Menschen kennen den „Normalfall“: Wer sich körperlich und psychisch im Gleichgewicht befindet, steckt eine akute Verletzung früher oder später vollständig weg. Der Bänderriss im Sprunggelenk oder die Zahn-OP verheilt und wird nicht zum Ausgangspunkt eines langwierigen chronischen Schmerzes.

Wenn jemand aber unter einer Depression oder extremem Stress leidet, kann sich derselbe Auslöser zu einer langjährigen Schmerzerkrankung verwachsen. Darum müssen bei chronischen Leiden zunächst alle drei Faktoren betrachtet werden.

Auf biologischer Ebene führen die Schmerzen einer akuten Erkrankung, zum Beispiel von einem Bänderriss im Sprunggelenk, oft zu körperlicher Inaktivität. Diese kann wiederum Einschlafstörungen, Schlafmangel oder Gewichtszunahmen verursachen, die die physischen Schmerzen zusätzlich verstärken. Auf psychischer Ebene können Schmerzen Angstzustände, Depressionen, Frust und Aggressionen hervorrufen. Auch diese Empfindungen machen die chronischen Schmerzen schlimmer.

Auf sozialer Ebene führen Schmerzen oft zu Rückzug und Isolation. Wer wegen chronischer Schmerzen weder dem Beruf noch dem gewohnten Privatleben nachgehen kann, vereinsamt. Die soziale Stigmatisierung als „Faulpelz“ oder „Simulantin“ führt zu psychischen Problemen – und der Teufelskreis ist perfekt.

Schmerzerkrankungen sind also so vielschichtig, dass sie nicht eindimensional behandelt werden können. Eine Therapie mit Medikamenten, Massagen oder Bewegung reicht schlichtweg nicht aus. Der chronische Schmerz muss von allen relevanten Seiten behandelt werden.

Das bedeutet, dass die Behandlung neben dem körperlichen Schmerz auch psychische Aspekte und das soziale Umfeld der Patienten berücksichtigen muss.