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Kommunikation ist JETZT wichtiger denn je

Von allen Lebenskompetenzen, die uns zur Verfügung stehen, ist Kommunikation wohl die mächtigste.

Viele fühlen sich im Home office zunehmend einsam und sehnen sich nach Gemeinsamkeit, Austausch und menschlicher Nähe. Das schwächt den Einzelnen und führt dazu, dass die Effektivität von Teams und Unternehmen schwindet. Was können Führungskräfte, aber auch jeder Einzelne dagegen tun?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, menschliche Bindung herzustellen, d.h. sich als Menschen trotz der remote Arbeitssituation auszutauschen und spürbar zu machen. Das galt schon immer und gewinnt in der aktuellen Krisensituation grundlegend an Bedeutung. 

So wird Kommunikation zur mächtigen Krisenkompetenz. Was können Sie tun, um den intensiven Austausch mit ihren Mitarbeitern, im Team zu fördern?

Mein Tipp:

  • Sorgen Sie für vielfältige Möglichkeiten, sich auszutauschen – über berufliche und auch private Aspekte (vom Stand up Meeting, Chatrooms, virtuellen Coffee-breaks bis zum persönlichen Gespräch mit jedem Einzelnen etc.)
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich jeder auch mit seinen persönlichen Themen zeigen kann.
  • Seien Sie ein Role-Model für Ihre Mitarbeiter, indem Sie sich selber zeigen und von den Dingen erzählen, die Sie beschäftigen, umtreiben, freuen, sorgen… So machen Sie Ihren Mitarbeitern Mut, dasselbe zu tun.

Auf diese Weise stärken Sie erfolgreich das Gemeinschaftsgefühl und halten ihr Team auf Erfolgskurs.

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Grenzenlos – Willensstark Das Outdoor-Erlebnis gegen Burn-Out, Depressionen und Stress

 

Grenzenlos – Willensstark

Das Outdoor-Erlebnis gegen Burn-Out, Depressionen und Stress

 

Eine innere Unruhe, Unbehagen, Stress – heutzutage ein Teil vieler Menschen, besonders derer, die in schnellen und hektischen Großstädten leben und/oder einen hektischen und verantwortungsvollen Beruf haben. Man hat ständig Verpflichtungen nachzugehen, muss ständig informiert und erreichbar sein. Wahrscheinlich hast du kaum Zeit, deine Gedanken mal in Ruhe zu reflektieren.

Auf Dauer hat das gravierende und negative Auswirkungen auf deine körperliche und auch mentale Gesundheit. Folgen wie zum Beispiel Burn-Out und Depressionen. Oftmals sind Depressionen phasenweise Folgen von Ängsten und Stress. Sie verleiten die Menschen dazu, die Sicht auf das große Ganze zu verlieren.

Anstatt die schönen Dinge zu genießen, fokussieren sie sich auf die Schwierigkeiten und das Scheitern. Eine wirksame Möglichkeit gegen all das anzugehen, bietet eine in der Natur. Doch welche Vorteile hat das Campen für die mentale Verfassung und hilft Achtsamkeit gegen Depressionen?

Achtsamkeit kann gegen Depressionen helfen, da es zum Abbau von Ängsten und Stress verhilft. Durch das Verbringen von Zeit in der Natur kann den depressiven Phasen entgegengewirkt werden. Das Campen und auch Radeln/Wandern stellen Möglichkeiten da, um aus der gefühlten Enge und Überforderung auszubrechen.

Fühlst du dich zum Beispiel gestresst von einem bevorstehenden Projekt, so kann eine Auszeit im Freien dir dabei helfen, zu erkennen, dass dieses Projekt eigentlich nur eine kleine Bedeutung in deinem Leben hat und da draußen eine riesige Welt ist, die es zu genießen gilt.

In der Natur liegt die Ruhe – Achtsamkeit gegen Stress

Wenn du es dir im Bett gemütlich machst und deinen Körper herunter fährst, dann beanspruchst du einen ganz besonderen Teil deines Nervensystems – den Parasympathikus. Das parasympathische Nervensystem ist dafür zuständig, unseren Körper zu entspannen und Energie zu tanken. So lässt er den Blutdruck und die Herzfrequenz sinken und regt auch die Verdauung an.

Das wir heute in eher hektischen und schnellen Zeiten leben, haben wir ja schon erkannt. Dies wirkt sich auch auf den Parasympathikus aus: Er wird seltener beansprucht. Nervenbahnen die weniger genutzt werden, haben jedoch die Eigenschaft zu verkümmern bzw. verlieren an Wirkungskraft.

Doch keine Angst, durch wiederholtes Beanspruchen können sie wieder gestärkt werden und das solltest du auch tun. Interessanterweise lässt sich das parasympathische Nervensystem auch dadurch aktivieren, die freie Natur und besonders auch Tiere zu beobachten. Nimm dir also hin und wieder die Zeit in der Natur. Ein Coaching in der Natur hat eine beruhigende Wirkung.

Stärke dein Gehirn – Outdoor-Coaching Richtung gesundes Gehirn

Fahrradfahren ist eine hervorragende Form der körperlichen Betätigung. Sie hilft nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren und die Muskeln zu stärken, sondern auch dem Gehirn. Wenn deine Fahrradtouren fordernd genug sind, sodass deine Herzfrequenz steigt, so vergrößert sich auch dein Hippocampus.

Das ist ein Teil des Gehirns, der auch als Schaltstelle zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis gesehen wird und ist somit höchst wichtig für das Lernen.
Auch das Äußern von Emotionen wie Freude oder Angst wird durch den Hippocampus maßgeblich beeinflusst.

Man sagt, dass schon eine zwanzig minütige Radtour die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, verbessern kann. Außerdem veranlasst Bewegung generell die Produktion von Wachstumsfaktoren, was auch die Produktion von gesunden Gehirnzellen anregt.

Durch Camping zum besseren Schlaf

Das Verbringen von Zeit in der Natur lässt mich also Stress abbauen und sogar mein Gehirn stärken. Aber auch die Schlafqualität kann dadurch verbessert werden. Es heißt, schon ein Spaziergang oder Aufenthalt im Wald unterstützt die Schlafqualität und lindert Schlafprobleme. Normalerweise sind wir oft künstlichem Licht ausgesetzt.

Das hat zur Folge, dass unsere innere Uhr, unser Circadiane Rhythmus der maßgebend für unseren Wach-Schlaf-Rhythmus ist, durcheinander gerät und sich somit schlecht auf unseren Schlaf auswirkt. Außerdem beeinflusst das künstliche Licht die Produktion des Schlafhormons Melatonin, in dem es diese senkt.

Wenn du also wieder auf eine natürliche Art müde werden und schlafen möchtest, dann ist diese Art des Coachings genau das Richtige für dich. Hier bist du weniger künstlichem Licht ausgesetzt und du lässt dich vielmehr auf den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht ein. Gehe hinaus und stelle deine innere Uhr.

Stelle dich dem Outdoor-Abenteuer – Mission Selbstvertrauen

Mit ausgewählter Ausrüstung und Fahrrad in die Natur schreiten. Das ist fast schon wie der Beginn eines kleinen Abenteuers, einer Entdeckungsreise, welche nicht unbedingt leicht sein muss. Wenn du über längere Strecken im Wald fährst, so wird dir vielleicht das ein oder andere Hindernis im Weg stehen, das es zu überwinden gilt.

Der gesamte Ausflug ist eine Herausforderung, der man sich stellt.
Du lernst dich selbst kennen und trittst die Wanderung aus eigener Kraft an. Die Erfahrungen, die man hier sammelt, stärken somit zurecht auch das eigene Selbstvertrauen. Hinzu kommt noch ein Coaching der besonderen Art, jenes du so nie bekommen wirst.

Entdecke die Natur – Schätze die Achtsamkeit

Sehr viele Menschen schreiten äußerst unbewusst durch ihr Leben. Viele der Handlungen und Gedanken erfolgen fast selbstständig durch den Geist, wie auf Autopilot. Es ist jedoch sehr zu empfehlen dem entgegenzuwirken.

Achtsamkeit bedeutet eine bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit, das bewusste Fokussieren auf das Hier und Jetzt. Durch regelmäßiges Trainieren der Achtsamkeit verbessert sich dein Glücksempfinden, deine Konzentration und sogar das Immunsystem.

Und das Fantastische dabei ist, dass dieses Trainieren sehr schön sein kann. Hierfür bietet sich natürlich die Natur in Kombination mit meinem Coaching an.

Sitze zum Beispiel Abends am Lagerfeuer und achte auf deine Sinne. Wie das Feuer dich wärmt. Wie schön sieht es aus? Hörst du die Tiere im Wald? Spürst du den leichten Wind auf deiner Haut und was kannst du riechen?

Fazit

Wie wir sehen, können wir uns die Natur beim Coaching zu Nutze machen und unsere Mentale Gesundheit und berufliche Leistungsfähigkeit wesentlich stärken. Wir können Ängste abbauen und unser Gehirn trainieren. Auch auf unsere Schlafqualität hat sie enormen Einfluss.

Das wirst du im Coaching außerdem Erfahren: 

* Welches grenzenlose Potenzial und starke Willenskraft in dir steckt.

* Wer du wirklich bist und nach welchen Prinzipien du lebst.
* Wie du deine Ziele und Wünsche effizienter erreichst.
* Wie du es schaffst, deine Mission nachhaltig zu leben.

* Wie du für dich und deine Ziele authentisch einstehst.
* Wie du dir selbst treu bleibst und direkt in die Umsetzung deiner Ziele kommst. 

Ab in die Natur für ein besseres Ich.

 

 

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Negative Gefühle und Gedanken verlieren

Der Grund für negative Gefühle sind automatisierte Denkmuster, die du aber verändern kannst.

Bestimmt ertappst du dich auch manchmal dabei, dass du in Gedanken mit dir selbst nicht gerade liebevoll umgehst: „So ein Mist, war ja klar, dass mir das wieder passiert!“ oder „Das schaff ich nie!“. Solche inneren Schimpftiraden sind weit verbreitet – aber auch gefährlich, denn sie bestimmen über deine Gefühle.

In den meisten Situationen sind es nämlich nicht die äußeren Umstände, sondern deine eigene Bewertung, die dazu führt, dass es dir schlecht geht. Nehmen wir als Beispiel Max und Lisa: Die beiden arbeiten im selben Unternehmen und ihre Chefin bittet sie, in zwei Wochen jeweils einen Workshop zu leiten. Der Haken: Das Ganze soll nicht wie sonst auf Deutsch stattfinden, sondern auf Englisch. Obwohl beide gleich gut Englisch sprechen, reagieren sie unterschiedlich auf die Bitte der Chefin. Während Lisa sich freudig in die Vorbereitung stürzt, zermürbt Max sich den Kopf vor Sorge, dass sein Englisch nicht ausreicht und ihn niemand ernst nehmen wird. Du kannst dir sicher denken, wessen Workshop besser verläuft.

Genau wie Max haben wir alle bestimmte negative Denkmuster, in die wir immer wieder verfallen. Wie dramatisch sie sich auswirken, hängt davon ab, ob du dazu tendierst, negative Ereignisse überbewerten und aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Viele Menschen neigen auch dazu, einzelne Ereignisse zu generalisieren und in die Zukunft zu projizieren: „Jetzt bin ich schon wieder nicht befördert worden, das wird nie etwas!“ Außerdem kommt es darauf an, ob du einen Hang dazu hast, die Schuld zu sehr bei dir selbst zu suchen oder auch andere Ursachen in Betracht ziehst. 

So hat jeder seine eigene Art, die Dinge negativ zu sehen. Doch die gute Nachricht ist, dass du diese destruktiven Denkmuster verändern kannst. Dazu musst du wissen, dass diese Gedankengänge fast immer unbewusst ablaufen, was dazu führt, dass du die impliziten Schlussfolgerungen übersiehst. So denkst du dir z.B.: „Ich bin traurig, weil meine Freundin zu spät zur Verabredung erscheint.“ Dabei vergisst du allerdings die folgenden Gedankenschritte: „Ich denke, meine Freundin kommt zu spät, weil es ihr nicht wichtig ist, sich mit mir zu treffen, weil sie mich eigentlich gar nicht mag.“

Um diese Denkmuster zu durchbrechen, musst du sie dir erst einmal bewusst machen. Dazu dient die Mindset-Methode.

Löse negative Denkmuster durch bewusstes und kritisches Überprüfen auf.

Das menschliche Gehirn automatisiert viele Abläufe, um sich den Alltag zu erleichtern und Energie zu sparen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es echte Arbeit ist, Denkmuster aus der unbewussten Versenkung hervorzuholen und auf den Prüfstand zu stellen. Wie gehst du das am besten an?

Im ersten Schritt der Mindset-Methode identifizierst du deine negativen Denkmuster. Dazu brauchst du Zeit, Ruhe, Papier und Stift. Dann überlegst du, welche Situation bei dir negative Denkspiralen auslöst. Versuche, dich möglichst detailliert in die entsprechende Situation hineinzuversetzen und aufzuschreiben, welche unangenehmen Gedanken dabei hochkommen. Geh das im Kopf ruhig mehrmals durch und überlege dir, welche Denkmuster hinter diesen Gedanken stehen könnten.

Im Beispiel von Max ist die problematische Situation der Workshop auf Englisch. Der Arme denkt sich z.B.: „Ich werde falsche Wörter benutzen und alle werden mich auslachen.“ Oder: „Während ich nach der richtigen Formulierung suche, werden alle innerlich abschalten.“

Nachdem du diese Gedanken jetzt an die Oberfläche befördert hast, benutzt du dein Köpfchen, um sie zu entkräften. Überlege dir zu jedem Gedanken, den du aufgeschrieben hast, jeweils drei logische Gegenargumente. Du solltest z.B. prüfen, ob du mögliche Folgen bereits als gegeben annimmst oder vielleicht auch schon andere Erfahrungen gemacht hast. Max könnte seinen ersten Gedanken z.B. so entkräften: „Im Seminar xy hat auch niemand den Vortragenden ausgelacht“, „Die meisten Leute bewundern es, wenn jemand sich Mühe gibt, eine Fremdsprache zu sprechen“ und „Wenn ich im Alltag Englisch spreche, geht es ja auch“.

Noch wirksamer entkräftest du negative Gedankenmuster im Rahmen eines Rollenspiels. Suche dir eine Vertrauensperson, die dabei den Part deiner inneren Stimme übernimmt, und bitte sie, dir deine negativen Gedanken in möglichst verletzendem Tonfall vorzulesen. Und dann antworte mit deinen vernünftigen Gegenargumenten, die du vorher schon aufgeschrieben hast. Diese Übung wiederholst du so lange, bis du dich selbst von der logischeren, positiven Sichtweise überzeugt hast.

So gewinnst du nach und nach mehr Selbstvertrauen – eine Eigenschaft, die wir uns noch ein wenig genauer ansehen wollen.

Stelle konstruktive Fragen und mobilisiere deine Ressourcen, um Selbstvertrauen zu gewinnen.

Geringes Selbstvertrauen und negative Denkmuster sind eng miteinander verwoben. Um das Selbstwertgefühl zu verbessern, gibt es zum Glück einige recht leicht umsetzbare Übungen.

Viele Menschen neigen z.B. dazu, sich selbst die Schuld für negative Erlebnisse anzulasten. Auch hier hilft es meistens, sich Unbewusstes bewusst zu machen. Stell dir z.B. vor, du backst Plätzchen, die sich leider als ungenießbar erweisen. Anstatt dich innerlich selbst zu beschimpfen, verteile die Schuld prozentual an dich selbst, die anderen Beteiligten sowie die Situation. Zu 40% bist du z.B. selbst schuld, weil du nicht genau genug abgemessen hast, zu 40% der Urheber des Rezeptes, das nicht gut ist, und zu 20% liegt es an der Situation, weil die Temperatur des Backofens sich nicht präzise einstellen lässt. Auf die Art schaffst du es, konstruktiv mit dem Scheitern umzugehen, anstatt dich mit Selbstvorwürfen zu martern.

Gewöhne dir außerdem an, konstruktive Fragen zu stellen. Instinktiv neigen wir nämlich bei ärgerlichen Situationen dazu, destruktive Fragen zu stellen, wie „Warum geht bei mir immer alles schief?“ Wenn dir das bewusst wird, ersetze die Frage durch eine zweckdienlichere Version, z.B. „Wie kann ich es beim nächsten Mal besser machen?“ Fragen, die mit „Warum“ beginnen, sind übrigens meist keine echten Fragen, sondern eher Schuldzuweisungen. Versuche es also lieber mit einem anderen Fragewort.

Ein weiterer Trick besteht darin, deine eigenen Kräfte zu mobilisieren. Für gewöhnlich hast du nämlich alles, was du brauchst – nur steht es dir eben gerade nicht zur Verfügung. Um das zu ändern, gibt es den Ressourcentransport. Dabei stellst du dir eine unglückliche Situation vor und überlegst, was du bräuchtest, um sie zu meistern. Wenn Max z.B. bei seinem Workshop auf Englisch aufgeregt und unsicher ist, bräuchte er Selbstsicherheit und Zuversicht. Anschließend suchst du in deiner Erinnerung nach einer Situation, in der du diese Eigenschaften gefühlt hast, und wechselst in Gedanken wie bei einem schnellen Filmschnitt zwischen den beiden Situationen hin und her. Dabei versuchst du, das positive Gefühl mit in die negative Situation zu nehmen. Klingt vielleicht merkwürdig, funktioniert aber erstaunlich oft. 

Auf diese Weise lassen sich schon viele negative Denkmuster durchbrechen. Es gibt allerdings auch einige, die tiefer sitzen, da wir sie schon seit unserer Kindheit verinnerlicht haben.

Durch mentales Training kannst du dir selbst erlauben, negative Glaubenssätze zu ignorieren.

Um zu verstehen, wie du Einschärfungen und Antreiber umwandeln kannst, wechseln wir kurz die Perspektive. Diese inneren Glaubenssätze sind nämlich im Prinzip nichts anderes als Verbote und Gebote. Und um die aufzuheben, brauchst du nur eines: die Erlaubnis!

Ursprünglich stammen diese Verbote und Gebote von deinen Eltern, aber du hast sie so verinnerlicht, dass sie mittlerweile von dir selbst kommen. Daher bist logischerweise auch du die Person, die dir eine entsprechende Erlaubnis erteilen kann. Aber wie geht das konkret?

Überlege dir zunächst, welches Verbot oder Gebot dich am meisten einschränkt. Wenn du z.B. häufig abgehetzt bist, könnte dahinter der Antreiber „Beeil dich!“ stecken. Überlege dir, in welchen Situationen du besonders hektisch wirst, und beobachte dein Verhalten in der jeweiligen Situation. Dann formuliere eine Erlaubnis, die dieses Gebot außer Kraft setzt. Dabei ist es wichtig, dass sich die exakte Formulierung gut und richtig für dich anfühlt. Sie könnte z.B. lauten: „Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst!“ oder: „Beruhige dich erst einmal, bevor du handelst.“

Anschließend ist Gedankenspielzeit: Stell dir eine Situation vor, in der du normalerweise hektisch wirst, z.B. wenn du zwischen Büro und Abendessen noch schnell in den Supermarkt musst. In dem Moment, in dem dein Antreiber anspringt und du vielleicht sogar körperliche Reaktionen zeigst, erteile dir gedanklich die vorher formulierte Erlaubnis und mal dir aus, wie sich deine Gefühle und dein Verhalten ändern würden. Vielleicht atmest du in deinen Gedanken ein paar Mal tief durch und kommst zu dem Schluss, dass es halb so wild ist, wenn ihr heute mal zwanzig Minuten später esst? Spiele die Situation einige Male durch und variiere sie dabei. Wenn du zufrieden bist, nimmst du dir ähnliche Situationen vor, in denen der gleiche Antreiber wirkt. 

Aber was, wenn deine Stressreaktionen so stark sind, dass selbst das nicht hilft?

Stress- und Panikattacken sind in den meisten Fällen ein nutzloses psychisches Erbe von unseren Vorfahren.

Schweißausbruch, Herzrasen, zittrige Finger – purer Stress, von einer Sekunde auf die andere. Sicher ist dir das auch schon einmal widerfahren, aber woher kommen diese heftigen Reaktionen? Um das herauszufinden, sehen wir uns einmal die Entwicklungsgeschichte des menschlichen Gehirns etwas genauer an. 

Plötzliche Stresszustände wie Angst oder Panikattacken äußern sich auf unterschiedliche Weise. Manchen wird übel, andere haben Schwierigkeiten zu atmen, wieder andere beginnen stark zu schwitzen. Trotzdem haben sie alle eines gemeinsam: Ursprünglich waren sie überlebenswichtige Reaktionen, die in Gefahrensituationen automatisch aktiviert werden. Diese Stressreaktionen entstehen in der Amygdala, einem Teil des limbischen Systems in unserem Gehirn. Sie ist unter anderem an der Steuerung von Emotionen, Aufmerksamkeit und Lernprozessen beteiligt und hat dem bewussten Denken gegenüber einen entscheidenden Vorteil, sie ist nämlich bis zu 200 Mal schneller.

In besonders gefährlichen Situationen, zum Beispiel bei einem Alligatorenangriff, schüttet sie blitzschnell Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, die den Körper in Sekundenbruchteilen aktivieren. Diese Gefahrensituationen hinterlassen in der Amygdala Spuren und sorgen dafür, dass auch zukünftig in ähnlichen Situationen Stress entsteht, um die Überlebenschancen bei Gefahr zu verbessern. 

So weit, so praktisch. Das Problem ist allerdings, dass unser Gehirn nicht zwischen realen und eingebildeten Gefahren unterscheiden kann und deshalb auf beide gleich reagiert. Wenn du direkt hinter dir lautes Bremsenquietschen hörst, springst du dank deiner Amygdala sehr schnell zur Seite. Das bisschen Herzrasen nimmst du dafür gern in Kauf. Doch leider reagiert dein Gehirn mit dem gleichen inneren Alarm auf heranrückende Deadlines oder Lebenspartner, die eine Beziehungspause einlegen wollen – und in diesen Situationen sind Schweißausbrüche und Hektik alles andere als hilfreich. 

Meistens hilft dann einfach nur, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten. Zum Glück kommen solche Stress- und Angstattacken ja eher selten vor. Wenn du allerdings eine Situation kennst, in der du regelmäßig in Panik gerätst, gibt es durchaus eine Möglichkeit, daran zu arbeiten.

Du kannst lernen, innere Alarmzustände zu kontrollieren.

Denken wir noch einmal kurz an Max aus unserem Anfangsbeispiel zurück. Wenn er vor seinem ersten Workshop auf Englisch übermäßig aufgeregt ist, lässt sich das vermutlich mit der Mindset-Methode beheben. Wenn er allerdings vor jeder noch so kleinen Präsentation eine Panikattacke bekommt, muss er größere Geschütze auffahren.
 

Innere Alarme werden normalerweise mit einer Introvision im Rahmen meines Coachings bekämpft. Dabei finden wir zunächst heraus, welcher Glaubenssatz diesen Alarm auslöst, z.B. „Ich darf unter keinen Umständen scheitern“. 

Im ersten Schritt versuchst du gemeinsam mit mir, einen „magischen Satz“ zu finden. Dieser Satz verursacht einen Alarm, der genauso intensiv ist, wie der Alarm in einer „echten“ Situation. Er löst also Panik aus – und zwar dadurch, dass er das Worst-Case-Szenario als Möglichkeit in Betracht zieht, also einen Verstoß gegen das Verbot des Glaubenssatzes. In unserem Beispiel könnte der Satz lauten „Es ist möglich, dass ich scheitere“. Um deine Fortschritte zu kontrollieren, bewertest du den Alarm, den dieser Satz bei dir auslöst, auf einer Skala von 1 bis 10. 

Um deinen inneren Alarm dann zu deaktivieren, musst du ihn mehrmals auslösen, aber anschließend nicht auf ihn reagieren. Ein Alarm, der wahrgenommen, aber nicht „ausgelebt“ wird, erschöpft sich nach einer Weile von selbst. Diese Übung ist nicht ganz einfach, und eine Voraussetzung dafür ist, dass du im wertfreien Beobachten geübt bist. Das ist nötig, um der Amygdala zu vermitteln, dass es zwar einen Alarm gibt, sich aber eigentlich niemand dafür interessiert.

Konkret sieht das so aus: Wenn du dich in der wertfreien, rein beobachtenden Haltung befindest, sagst du dir selbst den magischen Satz vor und lässt ihn auf dich wirken. Sobald du merkst, dass du die beobachtende Haltung verlierst und Gefühle und Gedanken entwickelst, beendest du die Übung und bewertest den Alarm auf der Skala von 1 bis 10. Das wiederholst du mehrmals täglich, so lange bis die Intensität des Alarms auf 0 reduziert ist und keinerlei emotionale oder körperliche Reaktion mehr hervorruft.

Zugegeben, diese Methode ist eher etwas für Fortgeschrittene, doch entscheidend ist: Egal, wie tief negative Denkmuster in deinem Wesen verankert sind, es gibt immer eine Möglichkeit, dich von ihnen zu befreien.

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STRESS

Stress aus evolutionärer Sicht

Eines ist vorweg zu nehmen: Stress muss nicht zwingend schlecht sein. Ohne die Fähigkeit Stress zu empfinden, hätte die Menschheit im Verlaufe der Evolution schlechte Karten gehabt. Unsere Vorfahren haben sich Stress zunutze gemacht, um Gefahrensituationen zu erkennen und beispielsweise wilden Tieren aus dem Weg zu gehen oder sich zur Wehr zu setzen.

Stress ist eine körperliche Antwort auf einen Gemütszustand. Sind wir gestresst, so geht unser Körper davon aus, dass wir angegriffen werden – er versetzt sich in einen „Kampf”- oder „Alarm”-Modus. Dabei werden zahlreiche Hormone wie Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, um den Körper auf eine Aktion vorzubereiten. Zusätzlich transportiert unser Organismus das Blut in die Muskeln und für diesen Moment zu vernachlässigte Körperfunktionen wie die Verdauung werden heruntergefahren bzw. eingestellt.

Die Herzfrequenz beschleunigt sich und der Atem wird schneller. Auf diese Weise hatte der Urmensch genug Energie zur Verfügung, um schnell auf die Situation zu reagieren und gegen den Säbelzahntiger zu kämpfen oder vor ihm davon zu laufen.

Wenn wir uns über einen längeren Zeitraum hinweg in einem Stresszustand befinden, kann dies negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. Die Folge kann:

  • Müdigkeit
  • Unwohlsein
  • Konzentrationsschwäche
  • Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Rastlosigkeit
  • Unzufriedenheit (bis hin zu Depressionen)
  • Ärger/Gereiztheit
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Sodbrennen
  • Bluthochdruck
  • Anstieg des Blutzuckerspeigels
  • Kraftlosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Allergien/Hautirritationen
  • Nervosität
  • Geringes Selbstwertgefühl

sein.

 

Stressoren

Dinge, die Stress verursachen, werden als Stressoren bezeichnet. Stressoren können durch externe Gegebenheiten bedingt (umweltbedingt) sein, wie z.B. Hitze oder Lärm. Stressoren können physischer Natur sein, wie z. B. (Fehl-)Ernährung, Schlafmangel, Krankheiten oder Verletzungen. Stressfaktoren können aber auch psychische Ursachen besitzen, wie z. B. der Verlust von Liebe bzw. der persönlichen Sicherheit, Zeit- oder Leistungsdruck.

Beispiele von Stressoren

  • Überforderung im Beruf
  • Existenzängste
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Private Konflikte
  • Erhöhte Ansprüche an die eigene Leistung
  • Probleme bei der Kindererziehung
  • Krankheit/Pflege eines Angehörigen
  • Wohnungswechsel
  • Soziale/berufliche Benachteiligung
  • Eigene Krankheit
  • Dauerhafte Erreichbarkeit
  • Beziehungsprobleme
  • Abbruch sozialer Kontakte
  • Mangelernährung
  • Körperlicher Fehl- oder Überbelastung

 

Wie vermeide ich negativen Stress?

Es kommt darauf an, wie man mit Stress umgeht, damit dieser entweder positive oder negative Eigenschaften hat. So kann man gewisse Stressbewältigungskompetenzen  entwickeln. Hierbei spielen zu der eigenen Verfassung auch die äußerlichen Gegebenheiten und der Zeitpunkt bei der Einwirkung von Stress eine wesentliche Rolle. Dabei geht es nicht hauptsächlich darum, dem Stress aus dem Weg zu gehen, sondern vielmehr ihn positiv zu nutzen, um Leistung erbringen zu können, ohne sich dabei selbst zu überfordern. Mit folgenden Verhaltensweisen kann man Distress vermeiden:

 

  • Lernen „Nein” zu sagen
  • Entscheidungsbereit sein
  • Sich nicht für alles verantwortlich machen
  • Negative Gegebenheiten akzeptieren
  • Perfektionistisches denken vermeiden
  • Seine Gesundheit in den Vordergrund stellen
  • Nicht ständig erreichbar sein
  • Sich eine Auszeit gönnen
  • Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährungsweise verfolgen
  • Die eigene Leistung wertschätzen
  • Seine Gedanken auch mal schweifen lassen

 

Fazit

Stress kann in bestimmten Situationen durchaus positive Eigenschaften haben. Er kann unsere Leistung steigern und eigene Kompetenzen erhöhen. Wenn wir uns jedoch einer Aufgabe nicht gewachsen fühlen oder durch andere Faktoren Stress ausgesetzt sind, kann dies langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Gerne helfe ich Dir dabei mit Deinem Stress umzugehen.

Melde Dich einfach bei mir: info@michaeltiefel.com

 

 

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Achtsamkeit

Eine Alltagsgeschichte

Heute ist Samstag, ein warmer Frühlingstag und ich habe mir vorgenommen, meinen Rasen zu mähen. Beim Anschließen des Rasenmähers fällt mein Blick auf mein Auto, und ich sehe, dass es eine Wäsche vertragen könnte. Auf meinem Weg in Richtung Garage sehe ich die Post auf dem Terrassentisch, die ich zuvor vom Briefkasten geholt hatte. Ich entscheide mich, die Post durchzugehen, und Rechnungen zu begleichen, bevor ich das Auto wasche.

Ich lege meinen Autoschlüssel auf den Tisch, werfe die Werbung in den Papiermüll und bemerke, dass der Behälter voll ist. So beschließe ich, die Rechnungen auf den Tisch zurück zu legen und zuerst den Papiermüll zu leeren. Doch dann denke ich, wenn ich dabei schon mal in Richtung Briefkasten unterwegs bin, könnte ich doch genauso gut zuerst die Rechnungen bezahlen.

Ich gehe ins Arbeitszimmer, wo ich auf meinen Schreibtisch eine Flasche Mineralwasser stehen sehe, aus der ich vorhin getrunken habe. Ich möchte online meine Überweisungen machen, doch zuerst muss ich die Flasche zur Seite schieben, damit ich sie nicht aus Versehen umstoße. Bevor das Mineralwasser zu warm wird, will ich es lieber wieder in den Kühlschrank stellen, damit es kalt bleibt.

Auf dem Weg zur Küche fallen mir meine Topfpflanzen ins Auge, die offensichtlich Wasser brauchen. Ich stelle die Flasche auf den Küchentisch und entdecke meine Lesebrille, die ich schon den ganzen Morgen suche. Ich denke, dass ich sie besser zurück auf den Schreibtisch legen sollte, doch zuerst will ich die Blumen gießen. Ich lege die Brille zurück auf den Küchentisch, hole Wasser und entdecke plötzlich die Fernbedienung für den Fernseher. Irgendwer hat sie in der Küche liegen lassen. Wenn wir abends fernsehen wollen, weiß ich bestimmt nicht mehr, dass die Fernbedienung in der Küche liegt, also beschließe ich, sie zurück zum Fernseher zu legen, wo sie hingehört.
Doch zuerst gebe ich den Blumen frisches Wasser. Dabei gieße ich etwas daneben und es bildet sich eine Wasserlache auf dem Boden. Ich lege also die Fernbedienung zurück auf den Tisch, hole einen Lappen und wische das Wasser vom Boden auf. Dann gehe ich den Flur entlang und versuche mich zu erinnern, was ich eigentlich tun wollte.

Unterm Strich: Der Rasen muss noch immer gemäht werden. Das Auto ist nicht gewaschen. Die Rechnungen sind nicht bezahlt. Der Papiermüll ist nicht geleert. Auf dem Küchentisch steht eine Flasche warmes Mineralwasser. Ich kann die Fernbedienung nicht finden. Ich kann auch meine Brille nicht finden. Und ich weiß auch nicht mehr, was ich mit meinem Autoschlüssel gemacht habe.

Wenn ich dann abends versuche herauszufinden, warum ich heute nichts zustande gebracht habe, bin ich richtig verblüfft, denn ich weiß genau, dass ich den ganzen Tag über dauernd beschäftigt war und nun richtig müde bin.
Ich begreife, dass das ein ernsthaftes Problem ist und beschließe, mich darum zu kümmern, was mir dabei helfen könnte.
Aber zuerst checke ich meine Emails…

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Lebensfülle

Jeder Mensch verbindet etwas anderes mit einem erfüllten Leben, nichtsdestotrotz ist die Motivation hinter jeder unserer Handlungen immer ein gewünschter Gefühlszustand.

Auch materialistische Wünsche verfolgen letztendlich nicht den Besitz eines ausgewählten Objekts, sondern die Gefühlsqualität, die aus diesem Besitz hervorgeht.

Ob wir uns neue Schuhe, ein neues Auto oder eine neue Wohnung wünschen; die antreibende Motivation zum erreichen aller Ziele ist nicht etwa der moderne Schnitt der Schuhe, die Geschwindigkeit des Autos oder die Architektur der Wohnung.

Die unterbewussten Anreize, für die wir bereit sind , so vieles aufzuopfern, bilden die Steigerung des Selbstwertgefühls durch die neuen Schuhe, die Freude am Fahrspaß des neuen Autos sowie eine tiefe Zufriedenheit und das Gefühl von Geborgenheit in der neuen Wohnung.

 

Doch Lebensfülle kann niemals durch etwas Äußeres entstehen, denn sie ist innerlich anhaltend und äußerlich unantastbar.

Alles Äußere ist vergänglich.

Deswegen löst es langfristig auch die gegenteiligen Gefühle von Glück aus und führt uns nicht zu unserer Lebensfülle hin, sondern von ihr weg. Tiefe Glücksgefühle beginnen und enden immer in unserem Inneren.

Richten wir uns in unserem gesamten Leben nur nach außen, kann uns am Ende dieses Weges nur noch Leid erwarten, denn mit dem zwingenden Ende des Äußeren enden auch unsere Glücksgefühle.

Erst wenn wir uns in unser Inneres kehren und lernen, unsere Gefühle nicht mehr mit unserer äußeren, sondern mit unserer inneren Welt zu verknüpfen, gewinnt unser gesamtes Leben eine unvergängliche Fülle.