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Wie verhindern wir, dass Angst uns lähmt?

ANGST

Die Zahl stammt aus dem letzten Jahr. Damals machten sich laut einer Langzeitstudie die Deutschen so wenig Sorgen wie noch nie. In Zeiten von Corona dürften sich die Zahlen dramatisch verändern. Aber wie geht man um mit Angst? Und was sagt man Menschen, die Angst haben? Oder ist ein gewisses Maß an Angst nicht sogar sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Formen des Gefühls. Sinnvoll ist die Unterscheidung zwischen Furcht und Angst. Beides fühlt sich ähnlich an und dürfte auch mit den gleichen körperlichen Reaktionen einhergehen, aber von Furcht spricht man, wenn es eine konkrete Bedrohung gibt.

Wer nicht in der Lage ist Angst zu empfinden, der läuft bei drohender Gefahr nicht weg und wird vernichtet. Diese Form der Angst ist demnach überlebenswichtig, dabei wird der Körper mit der notwendigen Energie versorgt, die uns hilft, uns zu verteidigen oder um unser Leben zu rennen. Dumm nur, wenn wir, was in der heutigen Zeit viel häufiger vorkommt, eigentlich bei einer existenziellen Bedrohung einen kühlen Kopf bewahren müssen.

Aber auch dann hat die Furcht einen Sinn: Sie warnt uns, lässt uns aktiv werden und handeln. Problematisch aber wird es, wenn die Bedrohung diffus ist. Wenn Signale aus der Umgebung uns in Angst versetzen, wir die konkrete Bedrohung gar nicht ausmachen können. Hier sprechen die Experten von Angst statt von Furcht, diese Angst lässt uns erstarren und lähmt uns. Weil wir gar nicht wissen, gegen was wir uns wehren können.

So etwas kann viele Ursachen haben. Meist stammt sie aus früheren Erfahrungen, Signale aus der Umgebung erinnern uns unbewusst an schlimme Erfahrungen und aktivieren die diffuse Angst.
Während der Fünfjährige in uns diese Angst verspürt, versucht der Erwachsene, “auf Biegen und Brechen eine Erklärung zu finden, warum er sich so panisch fühlt”.
Was dabei herauskommt, sieht man an den aktuellen Verschwörungstheorien sehr deutlich. Statt sich zu fragen, woher wohl diese Sorgen kommen, fangen Menschen an, alle möglichen rationalen oder irrationalen Erklärungen zu finden, um sich selbst erklären zu können, warum sie dieses beklemmende Gefühl erspüren. Es scheint dann manchmal einfacher zu sein, geheime Mächte verantwortlich zu machen, als herauszufinden, woher wohl diese Ängste rühren und wie man mit seinen Sorgen und Grübeleien anders umgehen kann. Was mitunter dann auch ziemlich schmerzhaft sein kann.

Guter Rat

Menschen, die Angst haben, suchen in diesem Angstzustand häufiger Kontakt zu anderen Menschen und bitten um Rat (auch die Veröffentlichung von Verschwörungstheorien ist ja im Grunde nichts anderes als der Versuch, Kontakt aufzunehmen).
Aber nicht jeder Rat ist geeignet, die Angst zu beseitigen. Man sollte sich also gut überlegen, an wen man sich wendet, zumal unter Angst die Urteilsfähigkeit, “zwischen gutem und schlechtem Rat zu unterscheiden”, leidet.
Wie aber gibt man einen guten Rat?
“Bitte nicht diskutieren, … keine Durchhalteparolen, keine Beschwichtigungen, keine Hoffnungsreden, keine Appelle an die Vernunft, keine Vergleiche mit Menschen, denen es schlechter geht.”
All das wendet sich nämlich an den “Erwachsenen” und verstärkt die Angst des Fünfjährigen in uns noch.

Was dem Fünfjährigen hilft ist Zuwendung. Er braucht jemandem, der ihm signalisiert, dass er für ihn da ist. Der glaubhaft macht, spüren zu können, wie ihm zumute ist. Der anerkennt, dass die Ängste schlimm sind. Der Fünfjährige muss spüren, dass der andere mitfühlt – an der Stimme, am Blick, an der Berührung. “Die ängstliche Seite muss sich für eine gewisse Zeit darauf verlassen können, dass da jemand sich für sie interessiert”. Soll heißen: Man sollte immer mal wieder für den anderen da sein, von sich aus auf ihn zugehen und Zeit mit ihm verbringen.

Viel verlangt? Vermutlich, aber so wird es sein:

Ein einfacher Ratschlag und alles ist gut, ist eine Illusion. Zuhören und annehmen ist angesagt, aber das kostet Zeit und Energie.

Und ein letzter Tipp: Man kann versuchen, “die Selbstdistanzierung beim anderen zu fördern”, indem man zum Beispiel fragt: “Wenn dein Kind so panisch wäre wie du gerade, was würdest du dann tun?” Möglicherweise erkennt der andere in dem Moment, was ihm fehlt, etwa dass er vielleicht einfach nur mal in den Arm genommen werden möchte….

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Restrukturierung und strategische Kommunikation

Ob Sparmaßnahmen, Personalabbau oder Standortschließungen: Restrukturierungen brauchen strategische Kommunikation, die alle Maßnahmen intern wie extern flankiert. Das Verhalten des Managements hat dabei Signalcharakter

Die Corona-Krise macht besondere Kompetenzen auf dem Gebiet der Veränderungskommunikation dringend erforderlich.
Veränderungs- und insbesondere Restrukturierungssituationen stellen aber auch gestandene Kommunikationsprofis vor Aufgaben, die nicht unbedingt zu ihrem Tagesgeschäft gehören. Insofern kann eine spezialisierte externe Expertise häufig zum Erfolg beitragen – zumal ein Außenseiter bei der Unternehmensspitze kritische Punkte oft direkter ansprechen kann als die internen Kommunikationsexperten.

“Ich habe studiert. Ich kann Kommunikation.” Kein erfundener Satz. So etwas sagen Chefs tatsächlich.
Natürlich kann jeder kommunizieren – das macht uns ja als Menschen aus. Eine akademische Ausbildung spielt da meiner Meinung nach gar keine Rolle.  Es gibt  Schichtleiter die auf Firmenveranstaltungen einen ganzen Saal zum Toben brachten, und Vorstandsmitglieder, die das Publikum binnen fünf Minuten in Tiefschlaf versetzten.

Entscheidend ist wohl der Begriff der strategischen Kommunikation – also die Frage, auf welchem Weg ich ein ganz bestimmtes Ziel erreiche und welche kommunikativen Instrumente und Techniken ich dabei einsetze. Dazu gehört das Verständnis, dass gerade in kritischen Situationen jede operative Entscheidung eine kommunikative Wirkung entfaltet.

Wenn zum Beispiel das Management im Rahmen einer Standortschließung gerade mal das gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Abfindungen anbietet, mag das rational betrachtet zunächst die Redundanzkosten senken. Die damit verbundene Botschaft aber lautet: ‘Ihr seid uns nichts wert’. Das führt in der Regel zu Widerstand, der höhere Kosten verursacht als ein ursprünglich besseres Angebot.

In Krisen und Restrukturierungen beschränkt man sich häufig auf das rein Faktische und vergisst dabei Emotionen und Ängste. Da sollte man als Kommunikationsverantwortlicher und Chef rund um die Gefühlslage der Mitarbeiter unbedingt einiges beachten.

Klassische Restrukturierungsmodelle konzentrieren sich auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie Liquidität, Deckungsbeitrag oder Personalschlüssel. Diese Kennzahlen sind natürlich notwendig, aber eben nicht ausreichend. Eine Restrukturierung gelingt nämlich nur gemeinsam mit der Belegschaft und nicht gegen sie.

Dabei gibt es, stark verkürzt beschrieben, zwei Perspektiven: auf der einen Seite die Mitarbeiter, von denen das Unternehmen sich trennen muss, und auf der anderen Seite diejenigen, die das veränderte Unternehmen perspektivisch voranbringen sollen.

Ein fairer Umgang mit den Erstgenannten ist extrem wichtig; nicht nur, weil sie ja bisher Kolleginnen und Kollegen waren, sondern vor allem, weil das Verhalten des Managements ihnen gegenüber Signalcharakter hat für diejenigen, die nicht unmittelbar betroffen sind.

Der andere Teil – und das ist ja in aller Regel die überwiegende Mehrzahl – muss emotional und rational in die Zukunft mitgenommen werden, mit einem motivierenden Ziel vor Augen und ausgestattet mit den nötigen Fähigkeiten und Instrumenten.

Wie sollte, in wenigen Worten, eine gelungene Kommunikation in Restrukturierungen maßgeblich sein?

Managemententscheidungen werden meist aus einer Innenperspektive heraus getroffen: Was wollen wir erreichen, welche Ressourcen stehen zur Verfügung, und so weiter. Kommunikation hat korrelierend dazu die Aufgabe, die Außenperspektive einzubringen: Wie wirken diese Entscheidungen auf die Betroffenen, und welche Reaktionen werden sie vermutlich auslösen? Das gilt innerhalb der Organisation mit Blick auf die Belegschaft und außerhalb mit Blick auf die unterschiedlichen Stakeholder.

Vor diesem Hintergrund halte ich drei Aspekte für besonders wichtig.

Erstens: Die Kommunikationsfunktion muss von Beginn an in die Planung eingebunden sein. Holt man sie erst dazu, wenn die zentralen Entscheidungen bereits getroffen sind, kann sie bestenfalls noch als Ausputzer zur Schadensminimierung beitragen.

Zweitens: Auf Basis einer klaren operativen Zielsetzung müssen Verhandlungs- und Kommunikationsstrategien miteinander verzahnt werden. Auf diese Weise stellt das Management sicher, dass sein Handeln und damit auch seine Kommunikation immer konsistent bleiben.

Drittens: Eine umfassende Stakeholder-Analyse ist unabdingbar, um Handlungsmuster unterschiedlicher Interessengruppen zu antizipieren und daraus kommunikative Teilstrategien abzuleiten.

Starke negative Außenwirkung entsteht ja meist gerade dadurch, dass das Management die emotionalen Wirkungen des vermeintlich rationalen operativen Handelns ausblendet oder unterschätzt. Wenn Sie also die drei gerade angesprochenen Regeln berücksichtigen und die entsprechende Planung professionell umsetzen, stehen die Chancen für eine weiterhin starke Reputation ganz gut.

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Firmencoaching – anders als gedacht

Meine praktische Tätigkeit als freier Coach und Trainer spielt sich wie folgt ab:

Ich werde in eine Firma gerufen, wo man mir eröffnet, dass man mich für eine Schulung vorgesehen hat (meist aufgrund einer mündlichen Empfehlung). Jetzt lasse ich mir erst einmal erzählen, was die Firma tut und wie der „Laden läuft“. Dann komme ich auf die spezielle Problematik zu sprechen – denn gäbe es keine Probleme, so hätte man mich nicht gerufen.

Bei diesem Stand der Gespräche hake ich mit (oft sehr direkten und teilweise unangenehmen) Fragen so lange nach, bis ich genau weiß, wo die Nöte der Firma beziehungsweise ihrer Mitarbeiter liegen.

Erst jetzt fällt die Entscheidung: Was für eine Art Seminar wollen wir abhalten? Ein Management-Seminar? Ein Kommunikationsseminar? Eine Rhetorikschulung? Eine Schulung für Gesprächstechnik? Ein ausgesprochenes Verhaltenstraining? Ein Motivationsseminar? Oder mehrere dieser Seminare – und in welcher Reihenfolge? Oder eine Kombination?

Nehmen wir mal an, das Grundproblem einer Firma sei folgendes: Die Firma hat ein Marketing-Konzeption erarbeitet – und der Außendienst zieht nicht mit! Im Augenblick „mauern“ die „alten Hasen“; möglicherweise steht auch eine „Palastrevolution“ ins Haus. Mein Vorschlag heißt in diesem Falle: „Offiziell“ machen wir ein „Verkaufstraining“. Richtziel des Seminars muss es aber sein, den Außendienst zu motivieren, dass er die neue Marketing-Konzeption anerkennt und nach dem Seminar „moralisch aufgerüstet“ an die Front zurückeilt, um höhere Umsätze denn je zuvor zu erzielen. Denn an den erzielten Umsätzen wird letztlich mein Erfolg gemessen.

Jetzt hole ich möglichst detaillierte Auskünfte über den Außendienst ein. Und zwar auf zweierlei Weise: Zum einen lasse ich mir von meinem Verhandlungspartner (meist Vertriebs- und/oder Außendienstleiter erzählen, was er von „seinem“ Außendienst hält. Und dann gehe ich mit mindestens zwei Außendienstmitarbeitern einige Tage auf die Reise. Erst dann entscheide ich endgültig über Zeitdauer und Lernziele des Seminars und übersende der Firma einen Programmvorschlag.

Wie man sieht, lege ich sehr viel Wert auf die „Vorarbeit“ und gehe nicht blauäugig in ein Coaching/Seminar. Gerade in Unternehmen ist dies besonders wichtig.

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Kommunikation ist JETZT wichtiger denn je

Von allen Lebenskompetenzen, die uns zur Verfügung stehen, ist Kommunikation wohl die mächtigste.

Viele fühlen sich im Home office zunehmend einsam und sehnen sich nach Gemeinsamkeit, Austausch und menschlicher Nähe. Das schwächt den Einzelnen und führt dazu, dass die Effektivität von Teams und Unternehmen schwindet. Was können Führungskräfte, aber auch jeder Einzelne dagegen tun?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, menschliche Bindung herzustellen, d.h. sich als Menschen trotz der remote Arbeitssituation auszutauschen und spürbar zu machen. Das galt schon immer und gewinnt in der aktuellen Krisensituation grundlegend an Bedeutung. 

So wird Kommunikation zur mächtigen Krisenkompetenz. Was können Sie tun, um den intensiven Austausch mit ihren Mitarbeitern, im Team zu fördern?

Mein Tipp:

  • Sorgen Sie für vielfältige Möglichkeiten, sich auszutauschen – über berufliche und auch private Aspekte (vom Stand up Meeting, Chatrooms, virtuellen Coffee-breaks bis zum persönlichen Gespräch mit jedem Einzelnen etc.)
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich jeder auch mit seinen persönlichen Themen zeigen kann.
  • Seien Sie ein Role-Model für Ihre Mitarbeiter, indem Sie sich selber zeigen und von den Dingen erzählen, die Sie beschäftigen, umtreiben, freuen, sorgen… So machen Sie Ihren Mitarbeitern Mut, dasselbe zu tun.

Auf diese Weise stärken Sie erfolgreich das Gemeinschaftsgefühl und halten ihr Team auf Erfolgskurs.

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JUNGS und Mädchen und ihre „Behinderung“

Es ist kein Zufall, dass 80% der angeblich Lernbehinderten Kinder männlich sind. Dafür gibt es mehrere Gründe. Um nur zwei zu nennen:

  • Jungen entwickeln zunächst die GROBMOTORIK und erst nach der Pubertät die FEINMOTORIK. Bei Mädchen ist es umgekehrt. SCHÖNSCHREIBEN aber ist feinmotorisch und für kleine Jungen daher fast nicht zu schaffen (zum „Glück“ gibt es das ja jetzt nicht mehr).
  • Jungen müssen fast doppelt so viel Muskelmasse entwickeln (der männliche Körper besteht zu 40% aus Muskeln, der weibliche nur zu 24%). Das heißt, sie müssen Muskeln durch BEWEGUNG aufbauen, diese durch weitere Bewegung trainieren und im Gehirn die nötigen Verbindungen, um sie richtig bewegen zu können. Deshalb müssen Jungen sich bis zur Pubertät tagtäglich mehrere Stunden lang bewegen, in der Schule aber zwingt man sie, ständig stillzusitzen.Hinzu kommt, dass sie inzwischen auch nicht mehrt auf der Straße spielen können/bzw. durch die neuen Medien wollen. Spielplätze wurden Parkplätzen geopfert (das bringt mehr Wählerstimmen), und Sportplätze (früher in fast jedem Stadtviertel vorhanden) muss man heute mit der Lupe suchen. Auch im Haus dürfen sie im Treppenhaus nicht rennen. WO BITTE SOLLEN DIE LJUNGEN DIE ENTWICKLUNG DURCHLAUFEN, die sie so dringendst benötigen??? Wären Ballspiele und Übungen für die Hand-Auge-Koordination (z.B. Spiele, bei denen man zielen und werfen/schießen muss) Schulfächer, dann könnten die Jungen ihr ureigenstes Wesen genauso entwickeln, wie die Mädchen das dürfen.

Und nun? Was macht man mit diesem Wissen? Nicht immer gleich zur Chemiekeule greifen und die Entwicklung jedes einzelnen beobachten. Jedes Kind entwickelt sich eigenständig und in seinem Tempo. Der eine schneller, der andere etwas langsamer. Das ist ganz normal. Das Erlernen eines Musikinstrumentes steigert zum Beispiel die Bereitschaft am Lernen in der Schule. Genauso muss die Gemeinde mehr eingreifen. Die soziale Entwicklung der Kinder außerhalb der Schule fördern. Nicht nur durch Errichtung eines Sportparks, sondern auch durch Erschaffung von Plätzen, an denen die Kinder SELBST und STÄNDIG sich ausTOBEN und entFALTEN können. Gebt ihnen mehr Raum und traut ihnen (sorry not sorry: verdammt noch mal) mehr zu.

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Grenzenlos – Willensstark Das Outdoor-Erlebnis gegen Burn-Out, Depressionen und Stress

 

Grenzenlos – Willensstark

Das Outdoor-Erlebnis gegen Burn-Out, Depressionen und Stress

 

Eine innere Unruhe, Unbehagen, Stress – heutzutage ein Teil vieler Menschen, besonders derer, die in schnellen und hektischen Großstädten leben und/oder einen hektischen und verantwortungsvollen Beruf haben. Man hat ständig Verpflichtungen nachzugehen, muss ständig informiert und erreichbar sein. Wahrscheinlich hast du kaum Zeit, deine Gedanken mal in Ruhe zu reflektieren.

Auf Dauer hat das gravierende und negative Auswirkungen auf deine körperliche und auch mentale Gesundheit. Folgen wie zum Beispiel Burn-Out und Depressionen. Oftmals sind Depressionen phasenweise Folgen von Ängsten und Stress. Sie verleiten die Menschen dazu, die Sicht auf das große Ganze zu verlieren.

Anstatt die schönen Dinge zu genießen, fokussieren sie sich auf die Schwierigkeiten und das Scheitern. Eine wirksame Möglichkeit gegen all das anzugehen, bietet eine in der Natur. Doch welche Vorteile hat das Campen für die mentale Verfassung und hilft Achtsamkeit gegen Depressionen?

Achtsamkeit kann gegen Depressionen helfen, da es zum Abbau von Ängsten und Stress verhilft. Durch das Verbringen von Zeit in der Natur kann den depressiven Phasen entgegengewirkt werden. Das Campen und auch Radeln/Wandern stellen Möglichkeiten da, um aus der gefühlten Enge und Überforderung auszubrechen.

Fühlst du dich zum Beispiel gestresst von einem bevorstehenden Projekt, so kann eine Auszeit im Freien dir dabei helfen, zu erkennen, dass dieses Projekt eigentlich nur eine kleine Bedeutung in deinem Leben hat und da draußen eine riesige Welt ist, die es zu genießen gilt.

In der Natur liegt die Ruhe – Achtsamkeit gegen Stress

Wenn du es dir im Bett gemütlich machst und deinen Körper herunter fährst, dann beanspruchst du einen ganz besonderen Teil deines Nervensystems – den Parasympathikus. Das parasympathische Nervensystem ist dafür zuständig, unseren Körper zu entspannen und Energie zu tanken. So lässt er den Blutdruck und die Herzfrequenz sinken und regt auch die Verdauung an.

Das wir heute in eher hektischen und schnellen Zeiten leben, haben wir ja schon erkannt. Dies wirkt sich auch auf den Parasympathikus aus: Er wird seltener beansprucht. Nervenbahnen die weniger genutzt werden, haben jedoch die Eigenschaft zu verkümmern bzw. verlieren an Wirkungskraft.

Doch keine Angst, durch wiederholtes Beanspruchen können sie wieder gestärkt werden und das solltest du auch tun. Interessanterweise lässt sich das parasympathische Nervensystem auch dadurch aktivieren, die freie Natur und besonders auch Tiere zu beobachten. Nimm dir also hin und wieder die Zeit in der Natur. Ein Coaching in der Natur hat eine beruhigende Wirkung.

Stärke dein Gehirn – Outdoor-Coaching Richtung gesundes Gehirn

Fahrradfahren ist eine hervorragende Form der körperlichen Betätigung. Sie hilft nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren und die Muskeln zu stärken, sondern auch dem Gehirn. Wenn deine Fahrradtouren fordernd genug sind, sodass deine Herzfrequenz steigt, so vergrößert sich auch dein Hippocampus.

Das ist ein Teil des Gehirns, der auch als Schaltstelle zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis gesehen wird und ist somit höchst wichtig für das Lernen.
Auch das Äußern von Emotionen wie Freude oder Angst wird durch den Hippocampus maßgeblich beeinflusst.

Man sagt, dass schon eine zwanzig minütige Radtour die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, verbessern kann. Außerdem veranlasst Bewegung generell die Produktion von Wachstumsfaktoren, was auch die Produktion von gesunden Gehirnzellen anregt.

Durch Camping zum besseren Schlaf

Das Verbringen von Zeit in der Natur lässt mich also Stress abbauen und sogar mein Gehirn stärken. Aber auch die Schlafqualität kann dadurch verbessert werden. Es heißt, schon ein Spaziergang oder Aufenthalt im Wald unterstützt die Schlafqualität und lindert Schlafprobleme. Normalerweise sind wir oft künstlichem Licht ausgesetzt.

Das hat zur Folge, dass unsere innere Uhr, unser Circadiane Rhythmus der maßgebend für unseren Wach-Schlaf-Rhythmus ist, durcheinander gerät und sich somit schlecht auf unseren Schlaf auswirkt. Außerdem beeinflusst das künstliche Licht die Produktion des Schlafhormons Melatonin, in dem es diese senkt.

Wenn du also wieder auf eine natürliche Art müde werden und schlafen möchtest, dann ist diese Art des Coachings genau das Richtige für dich. Hier bist du weniger künstlichem Licht ausgesetzt und du lässt dich vielmehr auf den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht ein. Gehe hinaus und stelle deine innere Uhr.

Stelle dich dem Outdoor-Abenteuer – Mission Selbstvertrauen

Mit ausgewählter Ausrüstung und Fahrrad in die Natur schreiten. Das ist fast schon wie der Beginn eines kleinen Abenteuers, einer Entdeckungsreise, welche nicht unbedingt leicht sein muss. Wenn du über längere Strecken im Wald fährst, so wird dir vielleicht das ein oder andere Hindernis im Weg stehen, das es zu überwinden gilt.

Der gesamte Ausflug ist eine Herausforderung, der man sich stellt.
Du lernst dich selbst kennen und trittst die Wanderung aus eigener Kraft an. Die Erfahrungen, die man hier sammelt, stärken somit zurecht auch das eigene Selbstvertrauen. Hinzu kommt noch ein Coaching der besonderen Art, jenes du so nie bekommen wirst.

Entdecke die Natur – Schätze die Achtsamkeit

Sehr viele Menschen schreiten äußerst unbewusst durch ihr Leben. Viele der Handlungen und Gedanken erfolgen fast selbstständig durch den Geist, wie auf Autopilot. Es ist jedoch sehr zu empfehlen dem entgegenzuwirken.

Achtsamkeit bedeutet eine bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit, das bewusste Fokussieren auf das Hier und Jetzt. Durch regelmäßiges Trainieren der Achtsamkeit verbessert sich dein Glücksempfinden, deine Konzentration und sogar das Immunsystem.

Und das Fantastische dabei ist, dass dieses Trainieren sehr schön sein kann. Hierfür bietet sich natürlich die Natur in Kombination mit meinem Coaching an.

Sitze zum Beispiel Abends am Lagerfeuer und achte auf deine Sinne. Wie das Feuer dich wärmt. Wie schön sieht es aus? Hörst du die Tiere im Wald? Spürst du den leichten Wind auf deiner Haut und was kannst du riechen?

Fazit

Wie wir sehen, können wir uns die Natur beim Coaching zu Nutze machen und unsere Mentale Gesundheit und berufliche Leistungsfähigkeit wesentlich stärken. Wir können Ängste abbauen und unser Gehirn trainieren. Auch auf unsere Schlafqualität hat sie enormen Einfluss.

Das wirst du im Coaching außerdem Erfahren: 

* Welches grenzenlose Potenzial und starke Willenskraft in dir steckt.

* Wer du wirklich bist und nach welchen Prinzipien du lebst.
* Wie du deine Ziele und Wünsche effizienter erreichst.
* Wie du es schaffst, deine Mission nachhaltig zu leben.

* Wie du für dich und deine Ziele authentisch einstehst.
* Wie du dir selbst treu bleibst und direkt in die Umsetzung deiner Ziele kommst. 

Ab in die Natur für ein besseres Ich.

 

 

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CHRONISCHE SCHMERZEN

Chronische Schmerzen haben biologische, psychische und soziale Ursachen

Wenn ein Schmerz länger als drei Monate anhält und auf keine körperliche oder seelische Grunderkrankung zurückzuführen ist, spricht man von einer chronischen und eigenständigen Schmerzerkrankung. Aber wie kommt es dazu? Und vor allem: Was kann man dagegen tun?

Sicher ist, dass auch eine chronische und eigenständige Schmerzerkrankung irgendwann einen konkreten Ursprung hatte. Ob der akute Schmerz zum chronischen Leiden wird, hängt allerdings von drei Faktoren ab: den körperlichen, seelischen und sozialen Begleitumständen. Die Schmerzforscher veranschaulichen das mithilfe des bio-psycho-sozialen Schmerzmodells.

Die körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren sind eng miteinander verknüpft. Die meisten Menschen kennen den „Normalfall“: Wer sich körperlich und psychisch im Gleichgewicht befindet, steckt eine akute Verletzung früher oder später vollständig weg. Der Bänderriss im Sprunggelenk oder die Zahn-OP verheilt und wird nicht zum Ausgangspunkt eines langwierigen chronischen Schmerzes.

Wenn jemand aber unter einer Depression oder extremem Stress leidet, kann sich derselbe Auslöser zu einer langjährigen Schmerzerkrankung verwachsen. Darum müssen bei chronischen Leiden zunächst alle drei Faktoren betrachtet werden.

Auf biologischer Ebene führen die Schmerzen einer akuten Erkrankung, zum Beispiel von einem Bänderriss im Sprunggelenk, oft zu körperlicher Inaktivität. Diese kann wiederum Einschlafstörungen, Schlafmangel oder Gewichtszunahmen verursachen, die die physischen Schmerzen zusätzlich verstärken. Auf psychischer Ebene können Schmerzen Angstzustände, Depressionen, Frust und Aggressionen hervorrufen. Auch diese Empfindungen machen die chronischen Schmerzen schlimmer.

Auf sozialer Ebene führen Schmerzen oft zu Rückzug und Isolation. Wer wegen chronischer Schmerzen weder dem Beruf noch dem gewohnten Privatleben nachgehen kann, vereinsamt. Die soziale Stigmatisierung als „Faulpelz“ oder „Simulantin“ führt zu psychischen Problemen – und der Teufelskreis ist perfekt.

Schmerzerkrankungen sind also so vielschichtig, dass sie nicht eindimensional behandelt werden können. Eine Therapie mit Medikamenten, Massagen oder Bewegung reicht schlichtweg nicht aus. Der chronische Schmerz muss von allen relevanten Seiten behandelt werden.

Das bedeutet, dass die Behandlung neben dem körperlichen Schmerz auch psychische Aspekte und das soziale Umfeld der Patienten berücksichtigen muss.

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STRESS

Stress aus evolutionärer Sicht

Eines ist vorweg zu nehmen: Stress muss nicht zwingend schlecht sein. Ohne die Fähigkeit Stress zu empfinden, hätte die Menschheit im Verlaufe der Evolution schlechte Karten gehabt. Unsere Vorfahren haben sich Stress zunutze gemacht, um Gefahrensituationen zu erkennen und beispielsweise wilden Tieren aus dem Weg zu gehen oder sich zur Wehr zu setzen.

Stress ist eine körperliche Antwort auf einen Gemütszustand. Sind wir gestresst, so geht unser Körper davon aus, dass wir angegriffen werden – er versetzt sich in einen „Kampf”- oder „Alarm”-Modus. Dabei werden zahlreiche Hormone wie Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, um den Körper auf eine Aktion vorzubereiten. Zusätzlich transportiert unser Organismus das Blut in die Muskeln und für diesen Moment zu vernachlässigte Körperfunktionen wie die Verdauung werden heruntergefahren bzw. eingestellt.

Die Herzfrequenz beschleunigt sich und der Atem wird schneller. Auf diese Weise hatte der Urmensch genug Energie zur Verfügung, um schnell auf die Situation zu reagieren und gegen den Säbelzahntiger zu kämpfen oder vor ihm davon zu laufen.

Wenn wir uns über einen längeren Zeitraum hinweg in einem Stresszustand befinden, kann dies negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. Die Folge kann:

  • Müdigkeit
  • Unwohlsein
  • Konzentrationsschwäche
  • Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Rastlosigkeit
  • Unzufriedenheit (bis hin zu Depressionen)
  • Ärger/Gereiztheit
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Sodbrennen
  • Bluthochdruck
  • Anstieg des Blutzuckerspeigels
  • Kraftlosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Allergien/Hautirritationen
  • Nervosität
  • Geringes Selbstwertgefühl

sein.

 

Stressoren

Dinge, die Stress verursachen, werden als Stressoren bezeichnet. Stressoren können durch externe Gegebenheiten bedingt (umweltbedingt) sein, wie z.B. Hitze oder Lärm. Stressoren können physischer Natur sein, wie z. B. (Fehl-)Ernährung, Schlafmangel, Krankheiten oder Verletzungen. Stressfaktoren können aber auch psychische Ursachen besitzen, wie z. B. der Verlust von Liebe bzw. der persönlichen Sicherheit, Zeit- oder Leistungsdruck.

Beispiele von Stressoren

  • Überforderung im Beruf
  • Existenzängste
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Private Konflikte
  • Erhöhte Ansprüche an die eigene Leistung
  • Probleme bei der Kindererziehung
  • Krankheit/Pflege eines Angehörigen
  • Wohnungswechsel
  • Soziale/berufliche Benachteiligung
  • Eigene Krankheit
  • Dauerhafte Erreichbarkeit
  • Beziehungsprobleme
  • Abbruch sozialer Kontakte
  • Mangelernährung
  • Körperlicher Fehl- oder Überbelastung

 

Wie vermeide ich negativen Stress?

Es kommt darauf an, wie man mit Stress umgeht, damit dieser entweder positive oder negative Eigenschaften hat. So kann man gewisse Stressbewältigungskompetenzen  entwickeln. Hierbei spielen zu der eigenen Verfassung auch die äußerlichen Gegebenheiten und der Zeitpunkt bei der Einwirkung von Stress eine wesentliche Rolle. Dabei geht es nicht hauptsächlich darum, dem Stress aus dem Weg zu gehen, sondern vielmehr ihn positiv zu nutzen, um Leistung erbringen zu können, ohne sich dabei selbst zu überfordern. Mit folgenden Verhaltensweisen kann man Distress vermeiden:

 

  • Lernen „Nein” zu sagen
  • Entscheidungsbereit sein
  • Sich nicht für alles verantwortlich machen
  • Negative Gegebenheiten akzeptieren
  • Perfektionistisches denken vermeiden
  • Seine Gesundheit in den Vordergrund stellen
  • Nicht ständig erreichbar sein
  • Sich eine Auszeit gönnen
  • Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährungsweise verfolgen
  • Die eigene Leistung wertschätzen
  • Seine Gedanken auch mal schweifen lassen

 

Fazit

Stress kann in bestimmten Situationen durchaus positive Eigenschaften haben. Er kann unsere Leistung steigern und eigene Kompetenzen erhöhen. Wenn wir uns jedoch einer Aufgabe nicht gewachsen fühlen oder durch andere Faktoren Stress ausgesetzt sind, kann dies langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Gerne helfe ich Dir dabei mit Deinem Stress umzugehen.

Melde Dich einfach bei mir: info@michaeltiefel.com

 

 

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Angst

Die Feiertage sind vorbei und ich hoffe es geht euch gut. Jedoch spielt Angst bei vielen eine große Rolle im täglichen Leben.

Angst vor Krankheiten, Angst vor Trennung, Angst vor Verlust…. Angst ist aber nicht nötig. Wir brauchen keine Angst, obwohl wir gelernt haben, dass wir Angst brauchen.

Du brauchst keine Angst um unnötige Gefahr zu vermeiden. Nur ein Minimum an Intelligenz und gesundem Menschenverstand.

Wenn es um praktische Dinge geht, ist es nützlich, alles was du in der Vergangenheit gelernt hast, anzuwenden.

Wenn dich allerdings jemand mit Feuer oder Gewalttätigkeit bedroht, dann wirst du vielleicht Angst spüren.

Instinktiv schreckst du vor der Gefahr zurück. Das ist aber nicht die psychologisch begründete Angst von der wir hier reden. Die psychologisch begründete Angst hat nichts mit irgendeiner konkreten und wahren, augenblicklichen Gefahr zu tun.

Sie hat viele verschiedene Formen: Unruhe, Sorgen, Ängstlichkeit, Nervosität, Spannung,

Grauen und so weiter.

Diese Art psychologischer Angst hat immer mit etwas zu tun, was passieren könnte nicht mit etwas das gerade geschieht.

Du bist im hier und jetzt, während dein Verstand in der Zukunft ist. Dadurch entsteht eine Lücke die sich mit Angst und Sorge füllt und wenn du mit deinem Verstand identifiziert bist und den Kontakt zur Kraft und Schlichtheit des Jetzt verloren hast, dann wird diese angstgefüllte Lücke ein ständiger Begleiter.

Mit dem gegenwärtigen Moment kannst du immer zurechtkommen, aber du kannst nicht mit etwas fertig werden, dass nur eine Projektion deines Verstandes ist – das heißt mit der Zukunft.

Solange du mit deinem Verstand identifiziert bist, regiert das Ego dein Leben wie ich vorher schon erwähnte.

Das Ego ist nur ein Phantom und trotz vielschichtiger Verteidigungsmechanismen sehr verletzbar, sehr unsicher, fühlt sich ständig bedroht.

Das ist übrigens auch dann der Fall, wenn das Ego äußerlich sehr selbstsicher erscheint. Eine Emotion ist, wie wir wissen, die Reaktion des Körpers auf deinen Verstand. Und welche Informationen bekommt der Körper nun laufend vom Ego, vom falsch erfundenen Selbst? Gefahr – ich werde bedroht. Und welche Emotion wird durch diese ständige Nachricht erzeugt? Natürlich Angst.

Angst scheint viele Ursachen zu haben. Angst vor Verlust, Angst vor Versagen, Angst vor Verletzung und so weiter. Aber letztendlich ist jede Angst die Angst

des Egos vor dem Tod, vor der Vernichtung.

Für das Ego lauert der Tod immer gleich um die nächste Ecke.

Wenn du dich mit dem Verstand identifizierst, beeinflusst die Angst vor dem Tod jeden Aspekt deines Lebens.

Auch das scheinbar so triviale und normale, zwanghafte Bedürfnis zum Beispiel bei einem Streit recht behalten zu wollen und die andere Person ins Unrecht zu setzen, die Verstandesposition mit der du dich identifiziert hast zu verteidigen, gründet auf der Angst vor dem Tod.

Wenn du dich mit einer Verstandesposition identifizierst und dann im unrecht bist, wird sich dein auf den Verstand gegründete Selbstgefühl ernsthaft von der Vernichtung bedroht fühlen.

Du als Ego kannst es dir also nicht leisten unrecht zu haben. Unrecht zu haben bedeutet zu sterben.

Darüber sind Kriege geführt worden und zahllose Beziehungen sind daran gescheitert.

Sobald du dich von deinem Verstand getrennt hast, macht es für dein Selbstgefühl keinen Unterschied mehr ob du im Recht oder im Unrecht bist. Der stark zwanghafte und zutiefst unbewusste Drang recht zu haben, der auch eine Form von Gewalt ist, wird nicht mehr länger bestehen.

Du kannst klar und deutlich zum Ausdruck bringen wie du dich fühlst und was du denkst. Ganz ohne Aggressivität oder Verteidigungsmechanismen. Dein Selbstgefühl wurzelt dann nicht mehr im Verstand, sondern in einer viel tieferen inneren Wahrheit.

Beobachte es, wenn du defensiv wirst. Was verteidigst du? Eine eingebildete Identität, eine Vorstellung in deinem Verstand, ein fiktives Wesen?

In dem du dieses Muster durch reine Beobachtung bewusst machst, trittst du aus der Identifikation mit ihm heraus. Im Licht deines Bewusstseins wird sich dieses unbewusste Muster dann rasch auflösen.

Das ist das Ende aller Streitigkeiten und Machtspiele die in Beziehungen so zersetzend wirken.

Macht über andere ist nichts anderes als Schwäche die sich als Stärke maskiert. Wahre Stärke findest du im Inneren und sie steht dir jetzt zur Verfügung.

Jeder der mit seinem Verstand identifiziert ist, statt mit seiner wahren Stärke, dem tieferen im Sein verankertem Selbst, wird die Angst als ständigen Begleiter haben.

Es gibt allerdings nur wenige Menschen die schon über den Verstand hinausgegangen sind.

Du kannst also davon ausgehen, dass so gut wie jeder dem du begegnest oder den du kennst, in einem Zustand der Angst lebt.

Unterschiede gibt es nur in der Intensität.

Sie schwankt zwischen Furcht und Grauen auf der einen Seite der Skala, bis zu einem wagen Gefühl von Unbehagen oder Bedrohung auf der anderen.

Den meisten Menschen wird es erst dann bewusst, wenn die Angst eine akute Form annimmt.