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Wie verhindern wir, dass Angst uns lähmt?

ANGST

Die Zahl stammt aus dem letzten Jahr. Damals machten sich laut einer Langzeitstudie die Deutschen so wenig Sorgen wie noch nie. In Zeiten von Corona dürften sich die Zahlen dramatisch verändern. Aber wie geht man um mit Angst? Und was sagt man Menschen, die Angst haben? Oder ist ein gewisses Maß an Angst nicht sogar sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Formen des Gefühls. Sinnvoll ist die Unterscheidung zwischen Furcht und Angst. Beides fühlt sich ähnlich an und dürfte auch mit den gleichen körperlichen Reaktionen einhergehen, aber von Furcht spricht man, wenn es eine konkrete Bedrohung gibt.

Wer nicht in der Lage ist Angst zu empfinden, der läuft bei drohender Gefahr nicht weg und wird vernichtet. Diese Form der Angst ist demnach überlebenswichtig, dabei wird der Körper mit der notwendigen Energie versorgt, die uns hilft, uns zu verteidigen oder um unser Leben zu rennen. Dumm nur, wenn wir, was in der heutigen Zeit viel häufiger vorkommt, eigentlich bei einer existenziellen Bedrohung einen kühlen Kopf bewahren müssen.

Aber auch dann hat die Furcht einen Sinn: Sie warnt uns, lässt uns aktiv werden und handeln. Problematisch aber wird es, wenn die Bedrohung diffus ist. Wenn Signale aus der Umgebung uns in Angst versetzen, wir die konkrete Bedrohung gar nicht ausmachen können. Hier sprechen die Experten von Angst statt von Furcht, diese Angst lässt uns erstarren und lähmt uns. Weil wir gar nicht wissen, gegen was wir uns wehren können.

So etwas kann viele Ursachen haben. Meist stammt sie aus früheren Erfahrungen, Signale aus der Umgebung erinnern uns unbewusst an schlimme Erfahrungen und aktivieren die diffuse Angst.
Während der Fünfjährige in uns diese Angst verspürt, versucht der Erwachsene, „auf Biegen und Brechen eine Erklärung zu finden, warum er sich so panisch fühlt“.
Was dabei herauskommt, sieht man an den aktuellen Verschwörungstheorien sehr deutlich. Statt sich zu fragen, woher wohl diese Sorgen kommen, fangen Menschen an, alle möglichen rationalen oder irrationalen Erklärungen zu finden, um sich selbst erklären zu können, warum sie dieses beklemmende Gefühl erspüren. Es scheint dann manchmal einfacher zu sein, geheime Mächte verantwortlich zu machen, als herauszufinden, woher wohl diese Ängste rühren und wie man mit seinen Sorgen und Grübeleien anders umgehen kann. Was mitunter dann auch ziemlich schmerzhaft sein kann.

Guter Rat

Menschen, die Angst haben, suchen in diesem Angstzustand häufiger Kontakt zu anderen Menschen und bitten um Rat (auch die Veröffentlichung von Verschwörungstheorien ist ja im Grunde nichts anderes als der Versuch, Kontakt aufzunehmen).
Aber nicht jeder Rat ist geeignet, die Angst zu beseitigen. Man sollte sich also gut überlegen, an wen man sich wendet, zumal unter Angst die Urteilsfähigkeit, „zwischen gutem und schlechtem Rat zu unterscheiden“, leidet.
Wie aber gibt man einen guten Rat?
„Bitte nicht diskutieren, … keine Durchhalteparolen, keine Beschwichtigungen, keine Hoffnungsreden, keine Appelle an die Vernunft, keine Vergleiche mit Menschen, denen es schlechter geht.“
All das wendet sich nämlich an den „Erwachsenen“ und verstärkt die Angst des Fünfjährigen in uns noch.

Was dem Fünfjährigen hilft ist Zuwendung. Er braucht jemandem, der ihm signalisiert, dass er für ihn da ist. Der glaubhaft macht, spüren zu können, wie ihm zumute ist. Der anerkennt, dass die Ängste schlimm sind. Der Fünfjährige muss spüren, dass der andere mitfühlt – an der Stimme, am Blick, an der Berührung. „Die ängstliche Seite muss sich für eine gewisse Zeit darauf verlassen können, dass da jemand sich für sie interessiert“. Soll heißen: Man sollte immer mal wieder für den anderen da sein, von sich aus auf ihn zugehen und Zeit mit ihm verbringen.

Viel verlangt? Vermutlich, aber so wird es sein:

Ein einfacher Ratschlag und alles ist gut, ist eine Illusion. Zuhören und annehmen ist angesagt, aber das kostet Zeit und Energie.

Und ein letzter Tipp: Man kann versuchen, „die Selbstdistanzierung beim anderen zu fördern“, indem man zum Beispiel fragt: „Wenn dein Kind so panisch wäre wie du gerade, was würdest du dann tun?“ Möglicherweise erkennt der andere in dem Moment, was ihm fehlt, etwa dass er vielleicht einfach nur mal in den Arm genommen werden möchte….

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Restrukturierung und strategische Kommunikation

Ob Sparmaßnahmen, Personalabbau oder Standortschließungen: Restrukturierungen brauchen strategische Kommunikation, die alle Maßnahmen intern wie extern flankiert. Das Verhalten des Managements hat dabei Signalcharakter

Die Corona-Krise macht besondere Kompetenzen auf dem Gebiet der Veränderungskommunikation dringend erforderlich.
Veränderungs- und insbesondere Restrukturierungssituationen stellen aber auch gestandene Kommunikationsprofis vor Aufgaben, die nicht unbedingt zu ihrem Tagesgeschäft gehören. Insofern kann eine spezialisierte externe Expertise häufig zum Erfolg beitragen – zumal ein Außenseiter bei der Unternehmensspitze kritische Punkte oft direkter ansprechen kann als die internen Kommunikationsexperten.

„Ich habe studiert. Ich kann Kommunikation.“ Kein erfundener Satz. So etwas sagen Chefs tatsächlich.
Natürlich kann jeder kommunizieren – das macht uns ja als Menschen aus. Eine akademische Ausbildung spielt da meiner Meinung nach gar keine Rolle.  Es gibt  Schichtleiter die auf Firmenveranstaltungen einen ganzen Saal zum Toben brachten, und Vorstandsmitglieder, die das Publikum binnen fünf Minuten in Tiefschlaf versetzten.

Entscheidend ist wohl der Begriff der strategischen Kommunikation – also die Frage, auf welchem Weg ich ein ganz bestimmtes Ziel erreiche und welche kommunikativen Instrumente und Techniken ich dabei einsetze. Dazu gehört das Verständnis, dass gerade in kritischen Situationen jede operative Entscheidung eine kommunikative Wirkung entfaltet.

Wenn zum Beispiel das Management im Rahmen einer Standortschließung gerade mal das gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Abfindungen anbietet, mag das rational betrachtet zunächst die Redundanzkosten senken. Die damit verbundene Botschaft aber lautet: ‚Ihr seid uns nichts wert‘. Das führt in der Regel zu Widerstand, der höhere Kosten verursacht als ein ursprünglich besseres Angebot.

In Krisen und Restrukturierungen beschränkt man sich häufig auf das rein Faktische und vergisst dabei Emotionen und Ängste. Da sollte man als Kommunikationsverantwortlicher und Chef rund um die Gefühlslage der Mitarbeiter unbedingt einiges beachten.

Klassische Restrukturierungsmodelle konzentrieren sich auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie Liquidität, Deckungsbeitrag oder Personalschlüssel. Diese Kennzahlen sind natürlich notwendig, aber eben nicht ausreichend. Eine Restrukturierung gelingt nämlich nur gemeinsam mit der Belegschaft und nicht gegen sie.

Dabei gibt es, stark verkürzt beschrieben, zwei Perspektiven: auf der einen Seite die Mitarbeiter, von denen das Unternehmen sich trennen muss, und auf der anderen Seite diejenigen, die das veränderte Unternehmen perspektivisch voranbringen sollen.

Ein fairer Umgang mit den Erstgenannten ist extrem wichtig; nicht nur, weil sie ja bisher Kolleginnen und Kollegen waren, sondern vor allem, weil das Verhalten des Managements ihnen gegenüber Signalcharakter hat für diejenigen, die nicht unmittelbar betroffen sind.

Der andere Teil – und das ist ja in aller Regel die überwiegende Mehrzahl – muss emotional und rational in die Zukunft mitgenommen werden, mit einem motivierenden Ziel vor Augen und ausgestattet mit den nötigen Fähigkeiten und Instrumenten.

Wie sollte, in wenigen Worten, eine gelungene Kommunikation in Restrukturierungen maßgeblich sein?

Managemententscheidungen werden meist aus einer Innenperspektive heraus getroffen: Was wollen wir erreichen, welche Ressourcen stehen zur Verfügung, und so weiter. Kommunikation hat korrelierend dazu die Aufgabe, die Außenperspektive einzubringen: Wie wirken diese Entscheidungen auf die Betroffenen, und welche Reaktionen werden sie vermutlich auslösen? Das gilt innerhalb der Organisation mit Blick auf die Belegschaft und außerhalb mit Blick auf die unterschiedlichen Stakeholder.

Vor diesem Hintergrund halte ich drei Aspekte für besonders wichtig.

Erstens: Die Kommunikationsfunktion muss von Beginn an in die Planung eingebunden sein. Holt man sie erst dazu, wenn die zentralen Entscheidungen bereits getroffen sind, kann sie bestenfalls noch als Ausputzer zur Schadensminimierung beitragen.

Zweitens: Auf Basis einer klaren operativen Zielsetzung müssen Verhandlungs- und Kommunikationsstrategien miteinander verzahnt werden. Auf diese Weise stellt das Management sicher, dass sein Handeln und damit auch seine Kommunikation immer konsistent bleiben.

Drittens: Eine umfassende Stakeholder-Analyse ist unabdingbar, um Handlungsmuster unterschiedlicher Interessengruppen zu antizipieren und daraus kommunikative Teilstrategien abzuleiten.

Starke negative Außenwirkung entsteht ja meist gerade dadurch, dass das Management die emotionalen Wirkungen des vermeintlich rationalen operativen Handelns ausblendet oder unterschätzt. Wenn Sie also die drei gerade angesprochenen Regeln berücksichtigen und die entsprechende Planung professionell umsetzen, stehen die Chancen für eine weiterhin starke Reputation ganz gut.

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Kommunikation ist JETZT wichtiger denn je

Von allen Lebenskompetenzen, die uns zur Verfügung stehen, ist Kommunikation wohl die mächtigste.

Viele fühlen sich im Home office zunehmend einsam und sehnen sich nach Gemeinsamkeit, Austausch und menschlicher Nähe. Das schwächt den Einzelnen und führt dazu, dass die Effektivität von Teams und Unternehmen schwindet. Was können Führungskräfte, aber auch jeder Einzelne dagegen tun?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, menschliche Bindung herzustellen, d.h. sich als Menschen trotz der remote Arbeitssituation auszutauschen und spürbar zu machen. Das galt schon immer und gewinnt in der aktuellen Krisensituation grundlegend an Bedeutung. 

So wird Kommunikation zur mächtigen Krisenkompetenz. Was können Sie tun, um den intensiven Austausch mit ihren Mitarbeitern, im Team zu fördern?

Mein Tipp:

  • Sorgen Sie für vielfältige Möglichkeiten, sich auszutauschen – über berufliche und auch private Aspekte (vom Stand up Meeting, Chatrooms, virtuellen Coffee-breaks bis zum persönlichen Gespräch mit jedem Einzelnen etc.)
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich jeder auch mit seinen persönlichen Themen zeigen kann.
  • Seien Sie ein Role-Model für Ihre Mitarbeiter, indem Sie sich selber zeigen und von den Dingen erzählen, die Sie beschäftigen, umtreiben, freuen, sorgen… So machen Sie Ihren Mitarbeitern Mut, dasselbe zu tun.

Auf diese Weise stärken Sie erfolgreich das Gemeinschaftsgefühl und halten ihr Team auf Erfolgskurs.

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Der programmierte Mensch

Wir Menschen sind programmiert – und so nachhaltig, dass die meisten Menschen aus ihrem in der Kindheit erworbenen Programm ohne äußeren Einfluss nie mehr herauskommen. Mit anderen Worten: Menschen ändern ihr bisheriges Verhalten erst dann wesentlich, wenn irgendeine dritte Person auf sie einwirkt. So eine dritte Person kann beispielsweise ein Liebespartner, ein Seminarleiter, ein Coach oder ein Psychotherapeut sein. D. h. eine Person, von der man „viel hält“, die für einen eine geliebte oder verehrte Autorität ist, mit der man sich identifizieren kann.

Das Medium, das gegenseitige Einwirkungen unter Menschen vermittelt, bezeichnet man heute allgemein mit „Kommunikation“. Kommunikation findet immer dann statt, wenn ein Mensch das Verhalten eines anderen beeinflusst – und zwar auch, wenn nichts gesprochen wird! Kommunikation ist also viel umfassender, als dies gemeinhin angenommen wird. Das gesprochene Wort ist nur ein Teil der Kommunikation – wenn auch der wesentlichste.

Wer mehr wissen möchte: info@michaeltiefel.com

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Finde deine Stärken

WARUM IST ES SO WICHTIG SEINE STÄRKEN ZU FINDEN?!…NICHT NUR FÜR SICH SELBST, ALS AUCH FÜR DEN ZUKÜNFTIGEN CHEF….

Wenn wir bedenken, dass bis zu 80% aller MitarbeiterInnen darüber klagen, dass ihn en die Arbeit nur selten wirklich Spaß macht, dann können wir davon ausgehen, dass nur wenige Menschen gelernt haben, wo sie ihre Stärken am besten entfalten können.

Beispiel: Für eine Person, die sehr gern mit Menschen zu tun hat, wäre z.B. ein Job, bei dem sie ständig  allein in einem Mini-Büro an einem PC sitzen muss, mit ständigem Stress verbunden. Und umgekehrt: Jemand, der am liebsten allein und selbstbestimmt arbeitet, würde akuten Stress erleiden, wenn man ihn andauernd zwingen würde, mit anderen zu kommunizieren (egal ob dies KollegInnen oder KundInnen sind). Ebenso schlimm wäre es, wenn er zwar ein abgeschlossenes Mini-Büro hätte, man ihn aber zwingt, regelmäßig das Telefon für einen Kollegen (der viele Termine außer Haus wahrnimmt) zu übernehmen. Dabei WERTEN wir nicht, weder be- noch verurteilen wir. Es ist weder „gut“ noch „schlecht“, so oder anders veranlagt zu sein, Und doch „passt“ eine Veranlagung zu bestimmten Situationen besser als zu anderen. Eine medizinisch-technische Assistentin (MTA) in einer Arztpraxis MUSS Menschen mögen, denn Patienten sind durch Ängste und/oder lange Wartezeiten schon genervt genug, ehe die Behandlung überhaubt beginnt; sie BRAUCHEN einen Mitmenschen, der Menschen mag. Im Gegensatz dazu gibt es „Einzelgänger“, z.B. Wissenschaftler oder Programmierer, deren Fähigkeit, viele Stunden am Stück hochkonzentriert arbeiten zu können, eine Stärke ist, die sehr kommunikationsfreudige Mitmenschen selten teilen. Dafür können diese in Gesprächen, Konferenzen, Meetings etc. viele Stunden am Stück hochkonzentriert kommunizieren, was für die „Einzelgänger“ akuten Stress bedeuten würde. Es geht also nicht um „gut“ oder „schlecht“ sondern darum, herauszufinden, was für uns selbst „gut“ ist weil wir dann sowohl unsere beste Leistung erbringen, als auch am meisten Freude dabei erleben.

Gerne erfahren Sie hier mehr: info@michaeltiefel.com

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Achtsame Kommunikation

Nur wenn wir zusammen achtsam sind, können wir eine Gemeinschaft werden.

Eine gesunde und achtsame Kommunikation ist nicht nur wichtig, wenn wir mit einer Person über konkrete Probleme sprechen, sondern auch in alltäglichen Situationen oder wenn wir mit mehreren Personen sprechen.

Auf der Arbeit lassen wir uns z.B. oft in giftige Gespräche hineinziehen. Wenn sich die Stimmung im Team verschlechtert, sei es wegen Stress oder aufgrund anderer Probleme, müssen wir immer versuchen, ein Vorbild zu sein und den anderen zeigen, wie wir durch Achtsamkeit die Atmosphäre schnell wieder zum Positiven wenden können.

Am besten gelingt uns das, wenn wir gut ausgeruht und selbstbewusst in den Arbeitstag starten. Dabei lohnt es sich, den Weg zur Arbeit für ein paar Achtsamkeitsübungen zu nutzen. Anstatt z.B. auf dem Fahrrad oder in der U-Bahn darüber nachzudenken, welche Probleme der heutige Tag wieder bringen wird und an all die Dinge zu denken, auf die wir eigentlich keine Lust haben, können wir diese Zeit einfach dazu nutzen, an gar nichts zu denken. Wir können einfach nur dasitzen oder Fahrrad fahren und auf unseren Körper und unseren Atem achten. Wir können uns darüber freuen, dass unser Körper uns die Kraft gibt, diesen Tag zu bewältigen, und einfach nur zuhören, wie unser Atem von ganz alleine immer weiter fließt. So werden wir ausgeglichen und konzentriert im Büro ankommen und nicht so leicht in den alltäglichen Stress verfallen.

Auch im Büro selbst wirkt es Wunder, wenn wir uns einfach einmal fünf Minuten Zeit nehmen um sich zurückzulehnen und sich nur auf den eigenen Atem zu konzentrieren. Wer weiß, vielleicht haben ja auch unsere Kollegen Lust, nach der Mittagspause ein paar Minuten lang ihre Achtsamkeit zu trainieren und ihre Konzentration zu steigern?

Jedes Team und jede Gemeinschaft ist stärker und effektiver, wenn ihre Mitglieder achtsam miteinander umgehen. Denn durch effektive Kommunikation und einen achtsamen Umgang miteinander wird die Gemeinschaft gestärkt und entwickelt eine große kollektive Energie. Um das zu erreichen, können wir gemeinsam meditieren und versuchen, uns gegenseitig achtsam zuzuhören und achtsam zu sprechen. Dadurch werden wir gemeinsam stark und haben die Kraft, unsere Welt positiv zu verändern.

Wie das am einfachsten geht? info@michaeltiefel.com

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DIE MEISTEN MENSCHEN HÖREN NICHT ZU UM ZU VERSTEHEN, SIE HÖREN ZU UM ZU ANTWORTEN!

Der Mensch will verstanden werden. Hier ist es egal ob in der Familie oder im Beruf. EINFÜHLENDES ZUHÖREN gehört zu den Grundprinzipien einer erfolgreichen Kommunikation.

Wenn ich effektiv mit einer anderen Person interagieren will, muss ich sie zuerst verstehen.

Der wahre Schlüssel dafür, dass ich eine Person beeinflussen kann ist mein Vorbild, mein Verhalten – mein Charakter.

Um Ratschläge geben zu können und mehr über eine Person zu verstehen, muss sie sich erst öffnen – sie muss Vertrauen in mir haben.

Was ist EINFÜHLENDES ZUHÖREN? Es ist Zuhören mit der Absicht den anderen zu verstehen. Erst verstehen wollen – dann Verstehen!

EINFÜHLENDES ZUHÖREN führt einen in den Bezugsrahmen des anderen. Das hilft sein Paradigma und seine Gefühle zu verstehen.

Dies bedeutet, dass ich die Meinung des anderen nicht teilen muss. Es geht darum, dass ich den Menschen voll und ganz verstehe – emotional und intellektuell!

Wie ist eine Kommunikation aufgebaut?

Sie besteht aus 10% Worte – 30% Stimme – 60% Körpersprache

Wie man hier sieht, ist es nicht so wichtig was man sagt, sondern was man fühlt und diese Gefühle auch wiedergibt. Der Gegenüber spürt und sieht was man von ihm hält und ob man ihn wichtig nimmt.

Der Mensch strebt danach:   – verstanden,

– bestätigt,

– geliebt und

– anerkannt zu werden.

 

Dies setzt voraus, dass wir ihn erst verstehen und dann selbst verstanden zu werden.

Deshalb müssen wir immer erst eine Diagnose stellen und dann das Rezept.

Ein effektiver Verkäufer zum Beispiel versucht zunächst die Bedürfnisse, die Anliegen und die Situation des Kunden zu verstehen. Danach verkauft er Lösungen für das Problem. Man muss aber auch den Mut haben zu sagen, „Mein Produkt, meine Dienstleistungen werden Ihre Bedürfnisse nicht erfüllen.“

Erst verstehen und dann verstanden zu werden ist ein richtiges Prinzip, jenes für alle Lebensbereiche gilt. Es ist ein allgemeines Prinzip, das ganz besonders wichtig ist, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

Zu oft wenden wir unsere autobiografischen Antworten, teils bewusst, teils unbewusst, an.

Wir müssen beide Seiten des Gehirns verwenden um beide Seiten des Gegenübers zu verstehen.

 

 

 

 

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Gib die Schuld nicht ab!

Das Leben ist nie schuld

Viele Menschen behaupten, das Leben sei ungerecht. Sie meinen, vom Pech verfolgt oder um wertvolle Chancen und Möglichkeiten beraubt zu werden. Hast auch Du schon einmal dasselbe gedacht? Wenn ja, dann bist Du damit sicherlich nicht alleine. Es gibt Situationen, Tage oder sogar ganze Phasen, in denen nichts so läuft, wie wir es gerne hätten.

In diesen Zeiten ist es leicht, sein eigenes Handeln nicht zu hinterfragen und mit dem Finger auf jemanden oder etwas zu zeigen, das irgendwie nicht ganz greifbar ist:

Das Leben.

Amüsant wird es, wenn man versucht, sich das Leben als Person vorzustellen, die unsere Pläne durchkreuzen oder uns gar etwas Böses anhaben will. Ist da etwa ein Schurke mit schwarzem Bart und Augenklappe, der uns ständig Steine in den Weg legt?

Aber auch, wenn wir den Spaß beiseite lassen, bleibt die ernsthafte Frage:

Ist es möglich, dass das Leben ungerecht zu uns ist?

Die Antwort darauf lautet ganz eindeutig:

NEIN!

Das Leben ist unpersönlich und nicht in der Lage dazu, uns zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Tatsache ist, dass die Menschen ungerecht sind. Es liegt in der Natur des Menschen, sowohl positiv als auch negativ handeln zu können.

Schlägt eine der Neigungen ins Extreme aus, ist das für uns, bzw. die ganze Welt deutlich spürbar. Das Leben selbst ist jedoch völlig unpersönlich und hat seine ganz eigenen Regeln, die stetig und nicht veränderbar sind.

So gibt es zum Beispiel die physikalischen Gesetze, die immer gleich sind, aber von uns unterschiedlich genutzt werden können. Es gibt die Zeit, die wir messen, aber nicht verändern können. Genauso gibt es den Tod, der endgültig ist und den wir nicht austricksen können. Das Leben hat seine ganz eigenen Regeln und ist immer beständig. Es ändert seine Meinung nicht und manchmal, wenn wir Menschen darunter leiden, wollen wir das nicht wahrhaben.

Wir verhalten uns wie trotzige Kinder und beschuldigen das Leben für negative Erlebnisse.

In Wahrheit sind wir uns jedoch alle früher oder später dessen bewusst, worauf wir uns mit dem Leben einlassen und dass es uns nichts Böses will. Es ist zum Beispiel grausam, wenn ein Kind im See ertrinkt. Niemand würde sich so etwas wünschen und dennoch ist es unfair, das Leben deshalb als ungerecht zu bezeichnen. Dass wir unter Wasser nicht atmen können, gehört zu den physikalischen Grundgesetzen. Das war schon immer so und daran wird sich vermutlich auch niemals etwas ändern.

Wenn Du Dich mit einer Geschäftsidee selbstständig machst, dabei scheiterst und anschließend mit einer Pleite zu kämpfen hast, ist es sehr kontraproduktiv, dem Leben die Schuld daran zu geben. Das Geldsystem und der Kapitalismus wurde vom Menschen gemacht, nicht vom Leben. Die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, liegt stets im eigenen Verantwortungsbereich. Mit Pech hat das selten etwas zu tun.

Es ist unglaublich wichtig zu begreifen, dass Verantwortung Macht ist. Wir geben Macht über unser Leben ab, wenn wir dem Leben die Schuld für negative Umstände oder Situationen geben. Wir implizieren damit, dass wir nichts dafür können, dass etwas Schlimmes passiert ist oder wir bei einem Vorhaben gescheitert sind.

Dieser Logik entsprechend liegt es also auch nicht im eigenen Verantwortungsbereich, die eigene Situation zu verbessern oder mit den frisch entstandenen Herausforderungen umzugehen.

Diese Einstellung ist fatal!

Wie bereits gesagt, geben wir damit Macht über unser Leben ab. Wer stattdessen Eigenverantwortung übernimmt, befindet sich immer (!) in der Lage, aus einer negativen Situation eine positive zu formen.

Manchmal geschehen wirklich unglückliche und tragische Ereignisse. Sie passieren aber auch genauso nicht. Oft begehen Menschen Fehler und kommen mit großem Glück ohne Schaden davon. In diesem Momenten beschwert sich niemand über das Leben, nicht wahr?

Diese Wahrheit klingt unangenehm und mag dem ein oder anderen sogar herzlos vorkommen, aber bei genauer und vor allem logischer Betrachtung kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das Leben tatsächlich unpersönlich ist. Und das ist eine große Erleichterung! Es bedeutet, dass wir einen viel größeren Freiraum zur Gestaltung des eigenen Lebens haben, als wenn wir immer nur glauben, einem unsichtbaren Schurken namens „Leben“ unterworfen zu sein.

Fakt ist auch, dass es nur sehr wenig gibt, auf das man sich freuen kann, wenn man ständig glaubt, das Leben sei schlecht und habe es auf einen abgesehen.

Also atme durch, schließe Freundschaft mit dem Leben und freue Dich über die Erkenntnis, dass es am Ende des Tages immer ganz in Deinen Händen liegt, was Du aus Dir und Deinem Möglichkeiten machen möchtest.

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Wie ein Life Coach dir helfen kann, das Beste aus dir herauszuholen

Krise oder Karierre-Fragen: Wie ein Life Coach dir helfen kann, das Beste aus dir herauszuholen

Ob Beziehungsstress, eine schmerzhafte Trennung, der Stillstand im Berufsleben oder ein Mangel an Selbstvertrauen – das Leben kann uns manchmal in ganz schön verzwickte Lagen bringen. Viele Menschen bleiben in diesen Krisensituationen stecken, verlieren den Fokus und plötzlich fühlt sich das Leben entgleist an. Mit einem Life Coach an der Seite kann man sich aber aus diesen Tiefpunkten befreien, Ziele endlich erreichen und den Alltag mit frischer Motivation angehen.

Life Coach: Was ist das?

Life Coaching ist ein Trend aus den USA – mittlerweile schwören erfolgreiche Geschäftsmänner und -frauen auf diese Methode. Und auch bei uns in Deutschland entwickelt sich die Branche stetig. Doch was versteht man eigentlich unter einem Life Coach? Es handelt sich dabei um eine Art neutralen Berater, mit dem man sich meist wöchentlich zu einem Gespräch trifft. Je nachdem, ob du Hilfe im beruflichen oder persönlichen Leben brauchst, gibt es Coaches mit gewissen Schwerpunkten.

Welche Aufgaben hat ein Life Coach?

Der Life Coach ist dein persönlicher Berater, dem du dich anvertrauen darfst. Du kannst mit diesem Menschen offen über Probleme, heimliche Wünsche und Gefühle sprechen, denn genau hier setzt die Arbeit des Life Coachings an. Dein neuer Mentor muss dich schließlich gut verstehen, um dich im Leben einen Schritt weiter zu bringen – eine der Schlüsselaufgaben in diesem Beruf. 

Der Life Coach versucht, mehr aus dir herauszuholen, dich zu motivieren und bestärken, damit du dein Potential erkennst und nutzen kannst. Er hilft dir außerdem, persönliche sowie berufliche Ziele (neu) zu definieren und sich nach Krisenphasen endlich wieder auf die wirklich wichtigen Dingen im Leben zu fokussieren. Ein bisschen kann man es sich wie die Arbeit an einem rohen Diamanten vorstellen, der in einem Beratungsgespräch Stück für Stück geschliffen wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Problemlösung. Du arbeitest dich an der Seite des Life Coaches Schritt für Schritt durch deine persönlichen Probleme, die dein Leben aus der Bahn geworfen haben. Du versuchst zu verstehen, warum du gerade in diesem Schlamassel steckst und ihr sucht gemeinsam einen Weg hinaus. So schaffst du mehr Ordnung im Kopf sowie im täglichen Leben und kannst Tiefpunkte wie Trennungen, Arbeitslosigkeit & Co. endlich überwinden. Und: Der Life Coach ist neutral und betrachtet deine Probleme mit Abstand, was man auch als „Helicopter View“ bezeichnen kann. So kann er dir helfen, Dinge von einem neuen Standpunkt aus zu betrachten und bringt frische Gedanken in deinen Prozess hinein.

Das sind KEINE Aufgaben des Life Coaches

Viele Menschen kommen mit falschen Erwartungen zu einem Life Coach. Es geht hier nämlich um einen Berater und nicht um einen Wunderheiler. Genau wie der Trainer beim Sport nicht für den Athleten bei den Olympischen Spielen antreten kann – er kann ihn lediglich darauf vorbereiten und das Beste aus ihm herausholen. Der Life Coach steht dir deshalb bei, legt aber keine Anweisungen oder einen Lösungsplan vor. Den erarbeitet ihr gemeinsam und du musst ihn am Ende auch alleine anwenden. 

Außerdem sollte man Life Coaching nicht mit einer Therapie verwechseln. Der Coach ist kein Psychologe. Probleme, deren Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen, oder Trauma-Erfahrungen zählen nicht zu den Behandlungsgebieten eines Life Coaches. Auch sollte dieser nicht mit einem besten Freund verwechselt werden.

Life Coach: Wer entscheidet sich dafür?

Für das Life Coaching kann sich im Prinzip jeder entscheiden. Menschen, die eine Beratung suchen, haben meistens aber ein großes Ziel, nämlich mehr aus ihrem Leben zu machen und dieses auf ein neues Level zu heben. Wer nicht weiß, wie er dieses Ziel angehen soll, kommt zum Life Coach und entwickelt die Vision mit jedem Treffen weiter. Das gilt sowohl für berufliche als auch für private Anliegen.

Aufgabenbereiche eines Life Coaches im Überblick:

  • neue Ziele definieren 
  • helfen, diese zu erreichen 
  • Problemlösung
  • Selbstbewusstsein stärken
  • Selbstkontrolle schulen
  • Überwindung von Blockaden und Ängsten
  • Bewältigung von Stress, Erschöpfung und Burn-Outs
  • Planung von beruflichen Veränderungen
  • Verwirklichung von Karriereziele 
  • Work-Life-Balance in Einklang bringen
  • Bewältigung von Beziehungsstress
  • Findung von neuer Motivation
  • helfen, das eigene Potential zu erkennen und zu nutzen
  • Verbesserung der Selbst-Organisation
  • Zeitmanagement
  • helfen, mehr Glück und Freude im Leben zu finden
  • Feedback geben
  • sich in die Lage des Klienten versetzen
  • Schwierige Entscheidungen managen
  • Selbstwertthemen
  •  

Wie verläuft eine Beratung mit dem Life Coach?

Die Beratung kann sehr unterschiedlich gestaltet sein und richtet sich immer nach den Schwerpunkten des Coaches. Meistens trifft man sich wöchentlich zu einem persönlichen Gespräch unter vier Augen, zwischen 60 und 90 Minuten lang. Business-Berater setzen oft auch auf Anrufe. Welche Strategie der Coach während des Gesprächs anwendet, ist individuell und richtet sich auch nach den Anliegen des Klienten.