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Kommunikation im Bett

Der intimste Kontakt zwischen zwei Menschen kann im Bett entweder entstehen oder aber verhindert werden. Nirgends fühlt man sich so verletzlich und/oder unsicher wie hier. Wenn das Vertrauen nicht sehr stark  (und beiderseitig) vorhanden ist, wird man sich „verpanzern“. Jede Art von Schutzreaktion muss jedoch zwangsläufig drei Dinge mit sich ziehen:

  1. Muskeln verkrampfen sich,
  2. Ungezwungenes Denken und Fühlen werden blockiert,
  3. Kreislauf und Atmung werden negativ beeinflußt.

Diese drei Reaktionen führen dazu, dass der Mensch nicht mehr frei agieren kann.

Ganz abgesehen davon, dass hiermit die Orgasmusfähigkeit eingeschränkt wird (beziehungsweise völlig verlorengeht), ist die zwischenmenschliche Kommunikation gefährdet. Etwaige Störungen tragen wir dann in den nächsten Tag mit hinein.

Je freier zwei Menschen sich miteinander aussprechen können, desto gebannter sind diese Gefahren.

Deshalb ist gerade im Bett eine offene, ehrliche Kommunikation unabdingbar, wenn die beiden Menschen die Pforte zu wirklicher Intimität finden wollen.

Solange „alles klappt“, kommuniziert man sowieso relativ frei. Aber: Sowie einmal etwas nicht 100% in Ordnung ist, sowie der eine oder andere Partner nicht frei (re-)agieren kann, haben wir eine Krisensituation von ungeheurem Potential

Da ja die beiden Faktoren Eros und Sex zur Erhaltung des Selbstwertgefühls beitragen, gefährdet jedes „Versagen“ im partnerschaftlichen beziehungsweise sexuellen Bereich das Selbstwertgefühl des „Versagers“.

Nur wenn der andere Partner hier mit-fühlend und Annahme-zeigend reagieren kann, ist diese Gefahr gebannt. Zeigt jedoch der andere Nicht-Annahme, so verstärkt sich das Nicht-OK-Gefühl des Partners, was wiederum die nächste „Panne“ um so wahrscheinlicher macht. Denn nun hat er Angst vor einem neuerlichen „Versagen“, er ist schon vorher nicht frei (sondern verkrampft), so dass dieses Versagen viel leichter wieder eintreten kann

Wenn einem ein Partner nicht so viel bedeutet, dass man versucht, gute Gefühle für ihn zu erreichen, ist die Gefahr vorhanden, dass man im Falle einer Panne nur an die eigenen (nicht befriedigten) Bedürfnisse denkt. Dann reagiert das „enttäuschte Kind“ (mehr hierzu in meinem BULLS-EYE-COACHING) in uns. Enttäuschte Kinder zeichnen sich durch besonders schlechte Kommunikation aus.

Hierbei soll nicht behauptet werden, dass man nur mit der „großen Liebe“ ins Bett gehen dürfte. Es geht hier nicht um irgendeine Moral, es geht hier um das Selbstwertgefühl des Partners. Selbst mit einem Nur-Bettpartner kann man versuchen, für die kurze Zeit, die man zusammen ist, eine Gemeinsamkeit herzustellen. Schließlich ist der sexuelle Akt eine gemeinsame Aktion, im Gegensatz zur Onanie.

Weiterhin wissen wir, dass viele Menschen sehr starre Regeln im Gewissen herumtragen, die es ihnen verbieten, dem Manne beziehungswese der Frau in sich freien Raum zu geben. Das heißt, die Ge- und Verbote können so stark sein, dass sie eine körperliche Verkrampfung hervorrufen, die dann eine „Panne“ unumgänglich macht.

Nur Partner, die offen und ehrlich miteinander reden können, werden in der Lage sein, solche Ge- und Verbote langsam und behutsam, abzubauen.

Wie man sieht ist Kommunikation wichtiger als man zuerst vermutet. Schlechte Kommunikation greift das Selbstwertgefühl an und ruft Verhaltensmuster hervor, die man oftmals ohne fremde Hilfe nicht mehr abschalten kann.

„Aufklärung“ im Sinne von Wissen hilft schon im Vorfeld.

Noch mehr Wissen oder Hilfe gibt es hier: info@michaeltiefel.comwww.michaeltiefel.com

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Schädliche Angst bei der Arbeit

Was ist zu tun, wenn aufgrund anhaltender Angstzustände die Leistung eines Mitarbeiters leidet? Wie sollten Vorgesetzte und Unternehmen am besten reagieren? 

Vorgesetzte dürfen keine persönlichen Gesundheitsinformationen abfragen. Aber sie können spezifische Aufgaben oder Verhaltensweisen ansprechen. Wenn Fristen nicht eingehalten werden oder Projekte gefährlich in Verzug geraten, können Sie den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin um ein Gespräch bitten. Sprechen Sie darüber genauso, wie Sie über eine körperliche Erkrankung oder Verletzung reden würden. Seien Sie zugewandt und offen. Wenn Sie um den heißen Brei herumreden, kann das peinlich wirken und nach hinten losgehen. Sagen Sie: “Ich wollte mal nachfragen, was bei den letzten Deadlines los war. Mir ist klar, dass diese Krise uns alle vor große Herausforderungen stellt. Sie müssen das nicht allein stemmen. Lassen Sie uns darüber reden, was wir tun können, um Sie zu unterstützen.” Oder: “Ich weiß, dass es seit einer Weile wirklich stressig ist und große Unsicherheit herrscht. Es ist nicht Ihre Art, Termine zu reißen, deshalb wollte ich einfach mal nachfragen. Sie sind ein so wichtiges und wertvolles Teammitglied. Wir möchten sichergehen, dass Sie alles haben, was Sie brauchen.”

Die Krise ist eine gute Gelegenheit für Sie und Ihre Mitarbeiter Coachings zu nutzen. Auch hier werden Videositzungen über sichere Plattformen angeboten. Womöglich ist für manche Betroffene die Privatsphäre nicht so einfach zu wahren, weil Partner und Kinder in Hörweite sind. Einfallsreiche Menschen haben sich daher für eine Sitzung schon mal mit ihrem Laptop ins Auto zurückgezogen oder telefonieren auf einsamen Spaziergängen mit uns.

Näheres erfahren Sie jederzeit unter info@michaeltiefel.com

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Der programmierte Mensch

Wir Menschen sind programmiert – und so nachhaltig, dass die meisten Menschen aus ihrem in der Kindheit erworbenen Programm ohne äußeren Einfluss nie mehr herauskommen. Mit anderen Worten: Menschen ändern ihr bisheriges Verhalten erst dann wesentlich, wenn irgendeine dritte Person auf sie einwirkt. So eine dritte Person kann beispielsweise ein Liebespartner, ein Seminarleiter, ein Coach oder ein Psychotherapeut sein. D. h. eine Person, von der man „viel hält“, die für einen eine geliebte oder verehrte Autorität ist, mit der man sich identifizieren kann.

Das Medium, das gegenseitige Einwirkungen unter Menschen vermittelt, bezeichnet man heute allgemein mit „Kommunikation“. Kommunikation findet immer dann statt, wenn ein Mensch das Verhalten eines anderen beeinflusst – und zwar auch, wenn nichts gesprochen wird! Kommunikation ist also viel umfassender, als dies gemeinhin angenommen wird. Das gesprochene Wort ist nur ein Teil der Kommunikation – wenn auch der wesentlichste.

Wer mehr wissen möchte: info@michaeltiefel.com

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Gib die Schuld nicht ab!

Das Leben ist nie schuld

Viele Menschen behaupten, das Leben sei ungerecht. Sie meinen, vom Pech verfolgt oder um wertvolle Chancen und Möglichkeiten beraubt zu werden. Hast auch Du schon einmal dasselbe gedacht? Wenn ja, dann bist Du damit sicherlich nicht alleine. Es gibt Situationen, Tage oder sogar ganze Phasen, in denen nichts so läuft, wie wir es gerne hätten.

In diesen Zeiten ist es leicht, sein eigenes Handeln nicht zu hinterfragen und mit dem Finger auf jemanden oder etwas zu zeigen, das irgendwie nicht ganz greifbar ist:

Das Leben.

Amüsant wird es, wenn man versucht, sich das Leben als Person vorzustellen, die unsere Pläne durchkreuzen oder uns gar etwas Böses anhaben will. Ist da etwa ein Schurke mit schwarzem Bart und Augenklappe, der uns ständig Steine in den Weg legt?

Aber auch, wenn wir den Spaß beiseite lassen, bleibt die ernsthafte Frage:

Ist es möglich, dass das Leben ungerecht zu uns ist?

Die Antwort darauf lautet ganz eindeutig:

NEIN!

Das Leben ist unpersönlich und nicht in der Lage dazu, uns zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Tatsache ist, dass die Menschen ungerecht sind. Es liegt in der Natur des Menschen, sowohl positiv als auch negativ handeln zu können.

Schlägt eine der Neigungen ins Extreme aus, ist das für uns, bzw. die ganze Welt deutlich spürbar. Das Leben selbst ist jedoch völlig unpersönlich und hat seine ganz eigenen Regeln, die stetig und nicht veränderbar sind.

So gibt es zum Beispiel die physikalischen Gesetze, die immer gleich sind, aber von uns unterschiedlich genutzt werden können. Es gibt die Zeit, die wir messen, aber nicht verändern können. Genauso gibt es den Tod, der endgültig ist und den wir nicht austricksen können. Das Leben hat seine ganz eigenen Regeln und ist immer beständig. Es ändert seine Meinung nicht und manchmal, wenn wir Menschen darunter leiden, wollen wir das nicht wahrhaben.

Wir verhalten uns wie trotzige Kinder und beschuldigen das Leben für negative Erlebnisse.

In Wahrheit sind wir uns jedoch alle früher oder später dessen bewusst, worauf wir uns mit dem Leben einlassen und dass es uns nichts Böses will. Es ist zum Beispiel grausam, wenn ein Kind im See ertrinkt. Niemand würde sich so etwas wünschen und dennoch ist es unfair, das Leben deshalb als ungerecht zu bezeichnen. Dass wir unter Wasser nicht atmen können, gehört zu den physikalischen Grundgesetzen. Das war schon immer so und daran wird sich vermutlich auch niemals etwas ändern.

Wenn Du Dich mit einer Geschäftsidee selbstständig machst, dabei scheiterst und anschließend mit einer Pleite zu kämpfen hast, ist es sehr kontraproduktiv, dem Leben die Schuld daran zu geben. Das Geldsystem und der Kapitalismus wurde vom Menschen gemacht, nicht vom Leben. Die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, liegt stets im eigenen Verantwortungsbereich. Mit Pech hat das selten etwas zu tun.

Es ist unglaublich wichtig zu begreifen, dass Verantwortung Macht ist. Wir geben Macht über unser Leben ab, wenn wir dem Leben die Schuld für negative Umstände oder Situationen geben. Wir implizieren damit, dass wir nichts dafür können, dass etwas Schlimmes passiert ist oder wir bei einem Vorhaben gescheitert sind.

Dieser Logik entsprechend liegt es also auch nicht im eigenen Verantwortungsbereich, die eigene Situation zu verbessern oder mit den frisch entstandenen Herausforderungen umzugehen.

Diese Einstellung ist fatal!

Wie bereits gesagt, geben wir damit Macht über unser Leben ab. Wer stattdessen Eigenverantwortung übernimmt, befindet sich immer (!) in der Lage, aus einer negativen Situation eine positive zu formen.

Manchmal geschehen wirklich unglückliche und tragische Ereignisse. Sie passieren aber auch genauso nicht. Oft begehen Menschen Fehler und kommen mit großem Glück ohne Schaden davon. In diesem Momenten beschwert sich niemand über das Leben, nicht wahr?

Diese Wahrheit klingt unangenehm und mag dem ein oder anderen sogar herzlos vorkommen, aber bei genauer und vor allem logischer Betrachtung kann man nur zu dem Schluss kommen, dass das Leben tatsächlich unpersönlich ist. Und das ist eine große Erleichterung! Es bedeutet, dass wir einen viel größeren Freiraum zur Gestaltung des eigenen Lebens haben, als wenn wir immer nur glauben, einem unsichtbaren Schurken namens „Leben“ unterworfen zu sein.

Fakt ist auch, dass es nur sehr wenig gibt, auf das man sich freuen kann, wenn man ständig glaubt, das Leben sei schlecht und habe es auf einen abgesehen.

Also atme durch, schließe Freundschaft mit dem Leben und freue Dich über die Erkenntnis, dass es am Ende des Tages immer ganz in Deinen Händen liegt, was Du aus Dir und Deinem Möglichkeiten machen möchtest.

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Negative Gefühle und Gedanken verlieren

Der Grund für negative Gefühle sind automatisierte Denkmuster, die du aber verändern kannst.

Bestimmt ertappst du dich auch manchmal dabei, dass du in Gedanken mit dir selbst nicht gerade liebevoll umgehst: „So ein Mist, war ja klar, dass mir das wieder passiert!“ oder „Das schaff ich nie!“. Solche inneren Schimpftiraden sind weit verbreitet – aber auch gefährlich, denn sie bestimmen über deine Gefühle.

In den meisten Situationen sind es nämlich nicht die äußeren Umstände, sondern deine eigene Bewertung, die dazu führt, dass es dir schlecht geht. Nehmen wir als Beispiel Max und Lisa: Die beiden arbeiten im selben Unternehmen und ihre Chefin bittet sie, in zwei Wochen jeweils einen Workshop zu leiten. Der Haken: Das Ganze soll nicht wie sonst auf Deutsch stattfinden, sondern auf Englisch. Obwohl beide gleich gut Englisch sprechen, reagieren sie unterschiedlich auf die Bitte der Chefin. Während Lisa sich freudig in die Vorbereitung stürzt, zermürbt Max sich den Kopf vor Sorge, dass sein Englisch nicht ausreicht und ihn niemand ernst nehmen wird. Du kannst dir sicher denken, wessen Workshop besser verläuft.

Genau wie Max haben wir alle bestimmte negative Denkmuster, in die wir immer wieder verfallen. Wie dramatisch sie sich auswirken, hängt davon ab, ob du dazu tendierst, negative Ereignisse überbewerten und aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Viele Menschen neigen auch dazu, einzelne Ereignisse zu generalisieren und in die Zukunft zu projizieren: „Jetzt bin ich schon wieder nicht befördert worden, das wird nie etwas!“ Außerdem kommt es darauf an, ob du einen Hang dazu hast, die Schuld zu sehr bei dir selbst zu suchen oder auch andere Ursachen in Betracht ziehst. 

So hat jeder seine eigene Art, die Dinge negativ zu sehen. Doch die gute Nachricht ist, dass du diese destruktiven Denkmuster verändern kannst. Dazu musst du wissen, dass diese Gedankengänge fast immer unbewusst ablaufen, was dazu führt, dass du die impliziten Schlussfolgerungen übersiehst. So denkst du dir z.B.: „Ich bin traurig, weil meine Freundin zu spät zur Verabredung erscheint.“ Dabei vergisst du allerdings die folgenden Gedankenschritte: „Ich denke, meine Freundin kommt zu spät, weil es ihr nicht wichtig ist, sich mit mir zu treffen, weil sie mich eigentlich gar nicht mag.“

Um diese Denkmuster zu durchbrechen, musst du sie dir erst einmal bewusst machen. Dazu dient die Mindset-Methode.

Löse negative Denkmuster durch bewusstes und kritisches Überprüfen auf.

Das menschliche Gehirn automatisiert viele Abläufe, um sich den Alltag zu erleichtern und Energie zu sparen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es echte Arbeit ist, Denkmuster aus der unbewussten Versenkung hervorzuholen und auf den Prüfstand zu stellen. Wie gehst du das am besten an?

Im ersten Schritt der Mindset-Methode identifizierst du deine negativen Denkmuster. Dazu brauchst du Zeit, Ruhe, Papier und Stift. Dann überlegst du, welche Situation bei dir negative Denkspiralen auslöst. Versuche, dich möglichst detailliert in die entsprechende Situation hineinzuversetzen und aufzuschreiben, welche unangenehmen Gedanken dabei hochkommen. Geh das im Kopf ruhig mehrmals durch und überlege dir, welche Denkmuster hinter diesen Gedanken stehen könnten.

Im Beispiel von Max ist die problematische Situation der Workshop auf Englisch. Der Arme denkt sich z.B.: „Ich werde falsche Wörter benutzen und alle werden mich auslachen.“ Oder: „Während ich nach der richtigen Formulierung suche, werden alle innerlich abschalten.“

Nachdem du diese Gedanken jetzt an die Oberfläche befördert hast, benutzt du dein Köpfchen, um sie zu entkräften. Überlege dir zu jedem Gedanken, den du aufgeschrieben hast, jeweils drei logische Gegenargumente. Du solltest z.B. prüfen, ob du mögliche Folgen bereits als gegeben annimmst oder vielleicht auch schon andere Erfahrungen gemacht hast. Max könnte seinen ersten Gedanken z.B. so entkräften: „Im Seminar xy hat auch niemand den Vortragenden ausgelacht“, „Die meisten Leute bewundern es, wenn jemand sich Mühe gibt, eine Fremdsprache zu sprechen“ und „Wenn ich im Alltag Englisch spreche, geht es ja auch“.

Noch wirksamer entkräftest du negative Gedankenmuster im Rahmen eines Rollenspiels. Suche dir eine Vertrauensperson, die dabei den Part deiner inneren Stimme übernimmt, und bitte sie, dir deine negativen Gedanken in möglichst verletzendem Tonfall vorzulesen. Und dann antworte mit deinen vernünftigen Gegenargumenten, die du vorher schon aufgeschrieben hast. Diese Übung wiederholst du so lange, bis du dich selbst von der logischeren, positiven Sichtweise überzeugt hast.

So gewinnst du nach und nach mehr Selbstvertrauen – eine Eigenschaft, die wir uns noch ein wenig genauer ansehen wollen.

Stelle konstruktive Fragen und mobilisiere deine Ressourcen, um Selbstvertrauen zu gewinnen.

Geringes Selbstvertrauen und negative Denkmuster sind eng miteinander verwoben. Um das Selbstwertgefühl zu verbessern, gibt es zum Glück einige recht leicht umsetzbare Übungen.

Viele Menschen neigen z.B. dazu, sich selbst die Schuld für negative Erlebnisse anzulasten. Auch hier hilft es meistens, sich Unbewusstes bewusst zu machen. Stell dir z.B. vor, du backst Plätzchen, die sich leider als ungenießbar erweisen. Anstatt dich innerlich selbst zu beschimpfen, verteile die Schuld prozentual an dich selbst, die anderen Beteiligten sowie die Situation. Zu 40% bist du z.B. selbst schuld, weil du nicht genau genug abgemessen hast, zu 40% der Urheber des Rezeptes, das nicht gut ist, und zu 20% liegt es an der Situation, weil die Temperatur des Backofens sich nicht präzise einstellen lässt. Auf die Art schaffst du es, konstruktiv mit dem Scheitern umzugehen, anstatt dich mit Selbstvorwürfen zu martern.

Gewöhne dir außerdem an, konstruktive Fragen zu stellen. Instinktiv neigen wir nämlich bei ärgerlichen Situationen dazu, destruktive Fragen zu stellen, wie „Warum geht bei mir immer alles schief?“ Wenn dir das bewusst wird, ersetze die Frage durch eine zweckdienlichere Version, z.B. „Wie kann ich es beim nächsten Mal besser machen?“ Fragen, die mit „Warum“ beginnen, sind übrigens meist keine echten Fragen, sondern eher Schuldzuweisungen. Versuche es also lieber mit einem anderen Fragewort.

Ein weiterer Trick besteht darin, deine eigenen Kräfte zu mobilisieren. Für gewöhnlich hast du nämlich alles, was du brauchst – nur steht es dir eben gerade nicht zur Verfügung. Um das zu ändern, gibt es den Ressourcentransport. Dabei stellst du dir eine unglückliche Situation vor und überlegst, was du bräuchtest, um sie zu meistern. Wenn Max z.B. bei seinem Workshop auf Englisch aufgeregt und unsicher ist, bräuchte er Selbstsicherheit und Zuversicht. Anschließend suchst du in deiner Erinnerung nach einer Situation, in der du diese Eigenschaften gefühlt hast, und wechselst in Gedanken wie bei einem schnellen Filmschnitt zwischen den beiden Situationen hin und her. Dabei versuchst du, das positive Gefühl mit in die negative Situation zu nehmen. Klingt vielleicht merkwürdig, funktioniert aber erstaunlich oft. 

Auf diese Weise lassen sich schon viele negative Denkmuster durchbrechen. Es gibt allerdings auch einige, die tiefer sitzen, da wir sie schon seit unserer Kindheit verinnerlicht haben.

Durch mentales Training kannst du dir selbst erlauben, negative Glaubenssätze zu ignorieren.

Um zu verstehen, wie du Einschärfungen und Antreiber umwandeln kannst, wechseln wir kurz die Perspektive. Diese inneren Glaubenssätze sind nämlich im Prinzip nichts anderes als Verbote und Gebote. Und um die aufzuheben, brauchst du nur eines: die Erlaubnis!

Ursprünglich stammen diese Verbote und Gebote von deinen Eltern, aber du hast sie so verinnerlicht, dass sie mittlerweile von dir selbst kommen. Daher bist logischerweise auch du die Person, die dir eine entsprechende Erlaubnis erteilen kann. Aber wie geht das konkret?

Überlege dir zunächst, welches Verbot oder Gebot dich am meisten einschränkt. Wenn du z.B. häufig abgehetzt bist, könnte dahinter der Antreiber „Beeil dich!“ stecken. Überlege dir, in welchen Situationen du besonders hektisch wirst, und beobachte dein Verhalten in der jeweiligen Situation. Dann formuliere eine Erlaubnis, die dieses Gebot außer Kraft setzt. Dabei ist es wichtig, dass sich die exakte Formulierung gut und richtig für dich anfühlt. Sie könnte z.B. lauten: „Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst!“ oder: „Beruhige dich erst einmal, bevor du handelst.“

Anschließend ist Gedankenspielzeit: Stell dir eine Situation vor, in der du normalerweise hektisch wirst, z.B. wenn du zwischen Büro und Abendessen noch schnell in den Supermarkt musst. In dem Moment, in dem dein Antreiber anspringt und du vielleicht sogar körperliche Reaktionen zeigst, erteile dir gedanklich die vorher formulierte Erlaubnis und mal dir aus, wie sich deine Gefühle und dein Verhalten ändern würden. Vielleicht atmest du in deinen Gedanken ein paar Mal tief durch und kommst zu dem Schluss, dass es halb so wild ist, wenn ihr heute mal zwanzig Minuten später esst? Spiele die Situation einige Male durch und variiere sie dabei. Wenn du zufrieden bist, nimmst du dir ähnliche Situationen vor, in denen der gleiche Antreiber wirkt. 

Aber was, wenn deine Stressreaktionen so stark sind, dass selbst das nicht hilft?

Stress- und Panikattacken sind in den meisten Fällen ein nutzloses psychisches Erbe von unseren Vorfahren.

Schweißausbruch, Herzrasen, zittrige Finger – purer Stress, von einer Sekunde auf die andere. Sicher ist dir das auch schon einmal widerfahren, aber woher kommen diese heftigen Reaktionen? Um das herauszufinden, sehen wir uns einmal die Entwicklungsgeschichte des menschlichen Gehirns etwas genauer an. 

Plötzliche Stresszustände wie Angst oder Panikattacken äußern sich auf unterschiedliche Weise. Manchen wird übel, andere haben Schwierigkeiten zu atmen, wieder andere beginnen stark zu schwitzen. Trotzdem haben sie alle eines gemeinsam: Ursprünglich waren sie überlebenswichtige Reaktionen, die in Gefahrensituationen automatisch aktiviert werden. Diese Stressreaktionen entstehen in der Amygdala, einem Teil des limbischen Systems in unserem Gehirn. Sie ist unter anderem an der Steuerung von Emotionen, Aufmerksamkeit und Lernprozessen beteiligt und hat dem bewussten Denken gegenüber einen entscheidenden Vorteil, sie ist nämlich bis zu 200 Mal schneller.

In besonders gefährlichen Situationen, zum Beispiel bei einem Alligatorenangriff, schüttet sie blitzschnell Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus, die den Körper in Sekundenbruchteilen aktivieren. Diese Gefahrensituationen hinterlassen in der Amygdala Spuren und sorgen dafür, dass auch zukünftig in ähnlichen Situationen Stress entsteht, um die Überlebenschancen bei Gefahr zu verbessern. 

So weit, so praktisch. Das Problem ist allerdings, dass unser Gehirn nicht zwischen realen und eingebildeten Gefahren unterscheiden kann und deshalb auf beide gleich reagiert. Wenn du direkt hinter dir lautes Bremsenquietschen hörst, springst du dank deiner Amygdala sehr schnell zur Seite. Das bisschen Herzrasen nimmst du dafür gern in Kauf. Doch leider reagiert dein Gehirn mit dem gleichen inneren Alarm auf heranrückende Deadlines oder Lebenspartner, die eine Beziehungspause einlegen wollen – und in diesen Situationen sind Schweißausbrüche und Hektik alles andere als hilfreich. 

Meistens hilft dann einfach nur, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten. Zum Glück kommen solche Stress- und Angstattacken ja eher selten vor. Wenn du allerdings eine Situation kennst, in der du regelmäßig in Panik gerätst, gibt es durchaus eine Möglichkeit, daran zu arbeiten.

Du kannst lernen, innere Alarmzustände zu kontrollieren.

Denken wir noch einmal kurz an Max aus unserem Anfangsbeispiel zurück. Wenn er vor seinem ersten Workshop auf Englisch übermäßig aufgeregt ist, lässt sich das vermutlich mit der Mindset-Methode beheben. Wenn er allerdings vor jeder noch so kleinen Präsentation eine Panikattacke bekommt, muss er größere Geschütze auffahren.
 

Innere Alarme werden normalerweise mit einer Introvision im Rahmen meines Coachings bekämpft. Dabei finden wir zunächst heraus, welcher Glaubenssatz diesen Alarm auslöst, z.B. „Ich darf unter keinen Umständen scheitern“. 

Im ersten Schritt versuchst du gemeinsam mit mir, einen „magischen Satz“ zu finden. Dieser Satz verursacht einen Alarm, der genauso intensiv ist, wie der Alarm in einer „echten“ Situation. Er löst also Panik aus – und zwar dadurch, dass er das Worst-Case-Szenario als Möglichkeit in Betracht zieht, also einen Verstoß gegen das Verbot des Glaubenssatzes. In unserem Beispiel könnte der Satz lauten „Es ist möglich, dass ich scheitere“. Um deine Fortschritte zu kontrollieren, bewertest du den Alarm, den dieser Satz bei dir auslöst, auf einer Skala von 1 bis 10. 

Um deinen inneren Alarm dann zu deaktivieren, musst du ihn mehrmals auslösen, aber anschließend nicht auf ihn reagieren. Ein Alarm, der wahrgenommen, aber nicht „ausgelebt“ wird, erschöpft sich nach einer Weile von selbst. Diese Übung ist nicht ganz einfach, und eine Voraussetzung dafür ist, dass du im wertfreien Beobachten geübt bist. Das ist nötig, um der Amygdala zu vermitteln, dass es zwar einen Alarm gibt, sich aber eigentlich niemand dafür interessiert.

Konkret sieht das so aus: Wenn du dich in der wertfreien, rein beobachtenden Haltung befindest, sagst du dir selbst den magischen Satz vor und lässt ihn auf dich wirken. Sobald du merkst, dass du die beobachtende Haltung verlierst und Gefühle und Gedanken entwickelst, beendest du die Übung und bewertest den Alarm auf der Skala von 1 bis 10. Das wiederholst du mehrmals täglich, so lange bis die Intensität des Alarms auf 0 reduziert ist und keinerlei emotionale oder körperliche Reaktion mehr hervorruft.

Zugegeben, diese Methode ist eher etwas für Fortgeschrittene, doch entscheidend ist: Egal, wie tief negative Denkmuster in deinem Wesen verankert sind, es gibt immer eine Möglichkeit, dich von ihnen zu befreien.

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CHRONISCHE SCHMERZEN

Chronische Schmerzen haben biologische, psychische und soziale Ursachen

Wenn ein Schmerz länger als drei Monate anhält und auf keine körperliche oder seelische Grunderkrankung zurückzuführen ist, spricht man von einer chronischen und eigenständigen Schmerzerkrankung. Aber wie kommt es dazu? Und vor allem: Was kann man dagegen tun?

Sicher ist, dass auch eine chronische und eigenständige Schmerzerkrankung irgendwann einen konkreten Ursprung hatte. Ob der akute Schmerz zum chronischen Leiden wird, hängt allerdings von drei Faktoren ab: den körperlichen, seelischen und sozialen Begleitumständen. Die Schmerzforscher veranschaulichen das mithilfe des bio-psycho-sozialen Schmerzmodells.

Die körperlichen, seelischen und sozialen Faktoren sind eng miteinander verknüpft. Die meisten Menschen kennen den „Normalfall“: Wer sich körperlich und psychisch im Gleichgewicht befindet, steckt eine akute Verletzung früher oder später vollständig weg. Der Bänderriss im Sprunggelenk oder die Zahn-OP verheilt und wird nicht zum Ausgangspunkt eines langwierigen chronischen Schmerzes.

Wenn jemand aber unter einer Depression oder extremem Stress leidet, kann sich derselbe Auslöser zu einer langjährigen Schmerzerkrankung verwachsen. Darum müssen bei chronischen Leiden zunächst alle drei Faktoren betrachtet werden.

Auf biologischer Ebene führen die Schmerzen einer akuten Erkrankung, zum Beispiel von einem Bänderriss im Sprunggelenk, oft zu körperlicher Inaktivität. Diese kann wiederum Einschlafstörungen, Schlafmangel oder Gewichtszunahmen verursachen, die die physischen Schmerzen zusätzlich verstärken. Auf psychischer Ebene können Schmerzen Angstzustände, Depressionen, Frust und Aggressionen hervorrufen. Auch diese Empfindungen machen die chronischen Schmerzen schlimmer.

Auf sozialer Ebene führen Schmerzen oft zu Rückzug und Isolation. Wer wegen chronischer Schmerzen weder dem Beruf noch dem gewohnten Privatleben nachgehen kann, vereinsamt. Die soziale Stigmatisierung als „Faulpelz“ oder „Simulantin“ führt zu psychischen Problemen – und der Teufelskreis ist perfekt.

Schmerzerkrankungen sind also so vielschichtig, dass sie nicht eindimensional behandelt werden können. Eine Therapie mit Medikamenten, Massagen oder Bewegung reicht schlichtweg nicht aus. Der chronische Schmerz muss von allen relevanten Seiten behandelt werden.

Das bedeutet, dass die Behandlung neben dem körperlichen Schmerz auch psychische Aspekte und das soziale Umfeld der Patienten berücksichtigen muss.

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STRESS

Stress aus evolutionärer Sicht

Eines ist vorweg zu nehmen: Stress muss nicht zwingend schlecht sein. Ohne die Fähigkeit Stress zu empfinden, hätte die Menschheit im Verlaufe der Evolution schlechte Karten gehabt. Unsere Vorfahren haben sich Stress zunutze gemacht, um Gefahrensituationen zu erkennen und beispielsweise wilden Tieren aus dem Weg zu gehen oder sich zur Wehr zu setzen.

Stress ist eine körperliche Antwort auf einen Gemütszustand. Sind wir gestresst, so geht unser Körper davon aus, dass wir angegriffen werden – er versetzt sich in einen „Kampf”- oder „Alarm”-Modus. Dabei werden zahlreiche Hormone wie Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, um den Körper auf eine Aktion vorzubereiten. Zusätzlich transportiert unser Organismus das Blut in die Muskeln und für diesen Moment zu vernachlässigte Körperfunktionen wie die Verdauung werden heruntergefahren bzw. eingestellt.

Die Herzfrequenz beschleunigt sich und der Atem wird schneller. Auf diese Weise hatte der Urmensch genug Energie zur Verfügung, um schnell auf die Situation zu reagieren und gegen den Säbelzahntiger zu kämpfen oder vor ihm davon zu laufen.

Wenn wir uns über einen längeren Zeitraum hinweg in einem Stresszustand befinden, kann dies negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. Die Folge kann:

  • Müdigkeit
  • Unwohlsein
  • Konzentrationsschwäche
  • Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Rastlosigkeit
  • Unzufriedenheit (bis hin zu Depressionen)
  • Ärger/Gereiztheit
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Sodbrennen
  • Bluthochdruck
  • Anstieg des Blutzuckerspeigels
  • Kraftlosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Allergien/Hautirritationen
  • Nervosität
  • Geringes Selbstwertgefühl

sein.

 

Stressoren

Dinge, die Stress verursachen, werden als Stressoren bezeichnet. Stressoren können durch externe Gegebenheiten bedingt (umweltbedingt) sein, wie z.B. Hitze oder Lärm. Stressoren können physischer Natur sein, wie z. B. (Fehl-)Ernährung, Schlafmangel, Krankheiten oder Verletzungen. Stressfaktoren können aber auch psychische Ursachen besitzen, wie z. B. der Verlust von Liebe bzw. der persönlichen Sicherheit, Zeit- oder Leistungsdruck.

Beispiele von Stressoren

  • Überforderung im Beruf
  • Existenzängste
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Private Konflikte
  • Erhöhte Ansprüche an die eigene Leistung
  • Probleme bei der Kindererziehung
  • Krankheit/Pflege eines Angehörigen
  • Wohnungswechsel
  • Soziale/berufliche Benachteiligung
  • Eigene Krankheit
  • Dauerhafte Erreichbarkeit
  • Beziehungsprobleme
  • Abbruch sozialer Kontakte
  • Mangelernährung
  • Körperlicher Fehl- oder Überbelastung

 

Wie vermeide ich negativen Stress?

Es kommt darauf an, wie man mit Stress umgeht, damit dieser entweder positive oder negative Eigenschaften hat. So kann man gewisse Stressbewältigungskompetenzen  entwickeln. Hierbei spielen zu der eigenen Verfassung auch die äußerlichen Gegebenheiten und der Zeitpunkt bei der Einwirkung von Stress eine wesentliche Rolle. Dabei geht es nicht hauptsächlich darum, dem Stress aus dem Weg zu gehen, sondern vielmehr ihn positiv zu nutzen, um Leistung erbringen zu können, ohne sich dabei selbst zu überfordern. Mit folgenden Verhaltensweisen kann man Distress vermeiden:

 

  • Lernen „Nein” zu sagen
  • Entscheidungsbereit sein
  • Sich nicht für alles verantwortlich machen
  • Negative Gegebenheiten akzeptieren
  • Perfektionistisches denken vermeiden
  • Seine Gesundheit in den Vordergrund stellen
  • Nicht ständig erreichbar sein
  • Sich eine Auszeit gönnen
  • Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährungsweise verfolgen
  • Die eigene Leistung wertschätzen
  • Seine Gedanken auch mal schweifen lassen

 

Fazit

Stress kann in bestimmten Situationen durchaus positive Eigenschaften haben. Er kann unsere Leistung steigern und eigene Kompetenzen erhöhen. Wenn wir uns jedoch einer Aufgabe nicht gewachsen fühlen oder durch andere Faktoren Stress ausgesetzt sind, kann dies langfristig negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Gerne helfe ich Dir dabei mit Deinem Stress umzugehen.

Melde Dich einfach bei mir: info@michaeltiefel.com

 

 

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Lebensfülle

Jeder Mensch verbindet etwas anderes mit einem erfüllten Leben, nichtsdestotrotz ist die Motivation hinter jeder unserer Handlungen immer ein gewünschter Gefühlszustand.

Auch materialistische Wünsche verfolgen letztendlich nicht den Besitz eines ausgewählten Objekts, sondern die Gefühlsqualität, die aus diesem Besitz hervorgeht.

Ob wir uns neue Schuhe, ein neues Auto oder eine neue Wohnung wünschen; die antreibende Motivation zum erreichen aller Ziele ist nicht etwa der moderne Schnitt der Schuhe, die Geschwindigkeit des Autos oder die Architektur der Wohnung.

Die unterbewussten Anreize, für die wir bereit sind , so vieles aufzuopfern, bilden die Steigerung des Selbstwertgefühls durch die neuen Schuhe, die Freude am Fahrspaß des neuen Autos sowie eine tiefe Zufriedenheit und das Gefühl von Geborgenheit in der neuen Wohnung.

 

Doch Lebensfülle kann niemals durch etwas Äußeres entstehen, denn sie ist innerlich anhaltend und äußerlich unantastbar.

Alles Äußere ist vergänglich.

Deswegen löst es langfristig auch die gegenteiligen Gefühle von Glück aus und führt uns nicht zu unserer Lebensfülle hin, sondern von ihr weg. Tiefe Glücksgefühle beginnen und enden immer in unserem Inneren.

Richten wir uns in unserem gesamten Leben nur nach außen, kann uns am Ende dieses Weges nur noch Leid erwarten, denn mit dem zwingenden Ende des Äußeren enden auch unsere Glücksgefühle.

Erst wenn wir uns in unser Inneres kehren und lernen, unsere Gefühle nicht mehr mit unserer äußeren, sondern mit unserer inneren Welt zu verknüpfen, gewinnt unser gesamtes Leben eine unvergängliche Fülle.