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Wir können viel Selbstbewusstsein durch den konstruktiven Umgang mit dem Scheitern gewinnen

Am Anfang haben wir gesehen, dass weniger selbstbewusste Menschen oft passiv und zurückhaltend sind, aus Angst Fehler zu machen oder sich zu blamieren. Diese Vermeidungsstrategie bringt sie allerdings nicht weiter, denn es sind oft gerade unsere Fehler, aus denen wir am meisten Selbstbewusstsein schöpfen können.

Nur wer aktiv handelt, kann herausfinden, wie stark er ist. Frauen tendieren gerne dazu, lange herumzuhirnen, anstatt zu handeln, doch nur wer ein Risiko eingeht, kann wirklich etwas lernen. Anstatt dir den Kopf zu zerbrechen, ob deine Hausarbeit oder dein Quartalsreport wirklich schon gut genug ist, gib das Ding einfach ab. Es geht nicht um ein perfektes Ergebnis, sondern darum, überhaupt etwas auf die Beine zu stellen und dann daraus zu lernen.

Die Fehlerquote wird natürlich dabei steigen. Du wirst aber auch schnell herausfinden, dass Fehler nicht so schwer wiegen und du dich unnötig gesorgt hast. Vielleicht erhältst du für die Hausarbeit eine schlechte Note oder dein Chef bemängelt ein Detail deines Report. Du wirst durch das Feedback aber schnell fürs nächste Mal lernen, ohne dich mit übertriebenem Perfektionismus zu quälen.

Jeder Fehler ist eine Möglichkeit, dich selbst zu verbessern. Selbst die talentiertesten Menschen begehen Fehler, doch sie lassen sich von ihnen nicht einschüchtern, sondern lernen aus ihnen und probieren es bei der nächsten Gelegenheit noch einmal. Je mehr du durch diese Strategie von Versuch-und-Irrtum lernst, desto mehr Selbstbewusstsein wirst du aufbauen und desto zuversichtlicher wirst du in der Zukunft auf ähnliche Situationen reagieren.

Wenn du wirklich selbstbewusst werden willst, gibt es also nur einen Weg: Spring über deinen Schatten, werde aktiv und mache möglichst viele Fehler. Du hast viel zu gewinnen und nur wenig zu verlieren.

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Du kannst Selbstbewusstsein gezielt entwickeln und trainieren

Du hast nun gesehen, wie wichtig ein gesundes Selbstbewusstsein vor allem im Beruf ist und welche Faktoren es beeinflussen. Jetzt ist es an der Zeit, dass du dein Schicksal selbst in die Hand nimmst, den Teufelskreis durchbrichst und dir endlich das Selbstbewusstsein holst, das du brauchst – unabhängig davon, ob du nun eine Frau bist oder nicht.

Dazu ist es nie zu spät, denn selbst als Erwachsene können Menschen ihre Persönlichkeit noch verändern, wenn sie das wollen. Das Zauberwort dafür heißt Neuroplastizität und es beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, sich zu verändern und sich neuen Umständen anzupassen.

Wie das funktioniert? Jedes Mal, wenn du eine Entscheidung triffst, kramt dein Gedächtnis Erinnerungen hervor und versucht mit ihrer Hilfe abzuwägen, welche die richtige Wahl ist. Diesen Mechanismus kannst du nicht verhindern, aber du kannst beeinflussen, welche Erinnerungen dein Kopf zu Rate zieht.

Wenn du z.B. in deinem Lieblingsrestaurant sitzt, wird sich dein Kopf sofort daran erinnern, wie lecker die Pfannkuchen beim letzten Mal hier waren und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass du wieder genau die gleichen Pfannkuchen bestellst. Sobald du dein Hirn bezüglich seiner Bequemlichkeit durchschaut hast, kannst du dich gezielt an etwas anderes erinnern, z.B. an die Waffeln, die du auf dem Rummel gegessen hast. Vielleicht gelüstet es dich dann im Restaurant auch eher nach Waffeln. Wenn sie gut schmecken, hast du damit eine neue Erinnerung oder Erfahrung geschaffen, auf die du das nächste Mal zurückgreifen kannst.

Dieses stark vereinfachte Szenario zeigt: Du hast selbst die Wahl, worauf dein Hirn zurückgreift und kannst somit auch diesen Teil deines Selbstbewusstseins beeinflussen. Ein weiterer konkreter Schritt, dein Ego zu stärken, ist zu lernen, negative Denkmuster zu durchbrechen. Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein sind es z.B. gewöhnt, sich innerlich selbst zu beschimpfen, wenn sie eine Aufgabe nicht perfekt lösen. Wenn du damit aufhörst und nicht mehr so unrealistisch hohe Ansprüche an dich selbst stellst, hast du schon den ersten Schritt hin zu mehr Selbstbewusstsein geschafft.

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Unser Selbstbewusstsein wird auch von unserer Sozialisation und unserer Umgebung beeinflusst

Es stimmt zwar, dass 50% des Selbstbewusstseins von den Genen kommen, aber ganz so einfach ist die Sache nicht, denn mittlerweile wissen wir, dass unsere Sozialisation und unsere Umwelt unsere Gene beeinflussen und verändern. Was wir erleben, verändert die physische Form unserer Gene und sorgt dafür, dass sie anders funktionieren.

Vor allem unsere Kindheit hat, wie bereits im Affenexperiment erwähnt, einen großen Einfluss darauf, wie sich unsere Gene entwickeln. Kindheitserlebnisse bestimmen darüber, was für ein Mensch wir werden, und das gilt auch im Bereich des Selbstbewusstseins: Wer schon früh das Gefühl vermittelt bekommt, dass er wichtig, klug und begabt ist, wird davon sein ganzes Leben lang in der Form eines gesunden Selbstbewusstseins profitieren.

Und genau hier kommt ein wichtiger Unterschied in der Erziehung von Mädchen und Jungen ins Spiel.

Während Jungs oft dazu ermutigt werden, Sachen auszuprobieren und Risiken einzugehen, wird von Mädchen eher erwartet, dass sie vorsichtig und weniger draufgängerisch sind. Dieses Verhalten fördert aber leider ein geringes Selbstbewusstsein, denn wer erfolgreich sein will, muss Risiken eingehen. Jungs werden so zu Draufgängern gemacht, Mädchen zu Perfektionistinnen, die den Fehler immer gerne bei sich selbst suchen.

Auch das Kultivieren gesellschaftlicher Stereotype von Frauen spielen eine wichtige Rolle in der Erziehung. So gilt es z.B. immer noch als erstrebenswert, dass Mädchen und Frauen brav und folgsam sind. Sobald ein Mädchen oder eine Frau aus dieser Rolle ausbricht und selbstbewusst einen anderen Weg einschlagen will, muss sie damit rechnen, als zu jungenhaft beschimpft zu werden.

Rebellische und selbstbewusste Frauen werden leider von anderen Frauen oft genauso verachtet wie von Männern. So werden z.B. die wenigen weiblichen Studentinnen an der Marineakademie in Annapolis gerne als „dubs“ bezeichnet – dumb ugly bitches (dumme hässliche Zicken).

Die Gene, die Erziehung und die gesellschaftlichen Erwartungen zusammen bestimmen das Selbstbewusstsein jeder einzelnen Person. Im Fall der Frauen ist das Ergebnis leider meistens ziemlich traurig. Aber wie wird Frau nun selbstbewusster?

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Wie selbstbewusst wir sind, wird teilweise durch unsere Gene bestimmt

Unsere Persönlichkeit und unser Charakter sind eine Mischung aus den Genen, die wir von unseren Eltern erben und den Erlebnissen, die uns prägen. Heute wissen wir, dass auch unser Selbstbewusstsein zu ca. 50% von den Genen bestimmt wird.

Eine wichtige körperchemische Rolle bei der Entwicklung des Selbstbewusstseins spielt dabei das Hormon Serotonin, das dafür sorgt, dass wir ausgeglichen und glücklich sind. Dabei gibt es ein bestimmtes Gen, das darüber bestimmt, wie viel Serotonin eine Person im Körper ausschüttet: Wenn dieses Gen kürzer ist, produziert der Körper weniger Serotonin und sorgt dafür, dass sich die Person eher ängstlich und zurückhaltend verhält.

Experimente an Affen haben gezeigt, dass Tiere, die mit der längeren Version dieses Gens geboren werden, durchschnittlich sozialer und risikobereiter sind – übersetzt in menschliche Kategorien haben diese Tiere mehr Selbstvertrauen.

Nach der Geburt spielt dann vor allem die Kindheit eine wichtige Rolle dabei, wie viel Selbstbewusstsein wir entwickeln. Natürlich entwickelt sich nicht jeder, der mit der langen Version des Gens geboren wird, in einen gnadenlosen Selbstdarsteller, doch der Grundstein dafür ist gelegt. Ein Kind, das genetisch bedingt eher selbstbewusst ist, kommt z.B. besser damit klar, wenn es von seinen Eltern nicht besonders gefördert oder gelobt wird.

Auch das wurde in dem gleichen Experiment mit den Affen bestätigt: Babys mit dem kurzen Gen wurden zu scheuen und zurückhaltenden Erwachsenen, wenn ihre Mütter sich nicht besonders gut um sie kümmerten. Babys mit dem langen Gen hingegen wurden selbstbewusste Erwachsene, obwohl sie von denselben Müttern großgezogen wurden.

50% unseres Selbstbewusstseins kommen also von den Genen – das bedeutet aber auch, dass wir die anderen 50% durch unser Verhalten und unsere Einstellung beeinflussen können.

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Selbstvertrauen ist im Job mindestens genauso wichtig wie Kompetenz

Selbst die erfolgreichsten, klügsten und kompetentesten Frauen sind oft nicht besonders selbstbewusst. Dass sie sich damit selbst im Weg stehen, wissen einige von ihnen, doch die wenigsten versuchen, etwas daran zu ändern.

Es gibt zahllose Frauen, die einen wirklich tollen Job machen, aber sich komplett inkompetent, unvorbereitet und überfordert fühlen. Dazu gehören auch Top-Managerinnen wie Christine Lagarde, die seit 2001 geschäftsführende Direktorin des IWF ist. Sie ist in dieser Position eine der einflussreichsten Frauen der Welt, doch sie gab in einem Interview mit den Autorinnen sofort zu, dass sie Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein gehabt habe und auch heute noch Momente starker Unsicherheit erlebe.

Ein Schlüssel zum Verständnis, welche Rolle das Selbstvertrauen im Berufsleben spielt, ist der Zusammenhang mit den Kompetenzen. Müssen wir wirklich etwas draufhaben, um erfolgreich zu sein, oder reicht es, wenn wir so tun oder wenn wir zumindest glauben, dass wir eine Sache ziemlich gut können?

Ja, manchmal schon. Viele Menschen, hauptsächlich Männer, pokern einfach so hoch, dass sie es in jede Chefetage schaffen, obwohl sie bei weitem nicht die besten auf ihrem Gebiet sind.

Dass Frauen Chancen verpassen, weil sie sich ihrer Fähigkeiten unsicherer sind, wies auch der Psychologe David Dunning nach. Er befragte Studenten dazu, wie selbstsicher sie sich auf verschiedenen Gebieten fühlen und fand heraus, dass Frauen ihre Fähigkeiten und Erfolge viel geringer einschätzen als Männer. Als er den Befragten anbot, an einem Wettbewerb teilzunehmen, meldeten sich nur 49% der Frauen an, bei den Männern wollten hingegen 71% mitmachen und beweisen, was sie drauf haben.

Unsicherheit bedeutet aber nicht nur, dass Menschen unsere Kompetenzen seltener wahrnehmen, sondern führt oft auch zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Durch die Unsicherheit stecken wir unsere Ziele viel niedriger und erreichen dadurch tatsächlich weniger, als wir könnten. Wer sich dagegen eher überschätzt und sich Mammutziele setzt, wird sich höchstwahrscheinlich auch weiterentwickeln und irgendwann mehr schaffen. So bedingen sich Selbstsicherheit und Kompetenz.

Was für ein Bild wir von uns selbst haben, bestimmt also darüber, wie unsere Kompetenzen eingestuft werden und hilft dabei, Kompetenzen richtig zu schärfen. Aber woher kommt eigentlich dieses Selbstbewusstsein und warum haben manche mehr und manche weniger davon?

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Das mangelnde Selbstbewusstsein der Frauen hat negative finanzielle Konsequenzen

Ein geringes Selbstvertrauen ist nie schön, aber gerade im Beruf hat es handfeste Konsequenzen, die ziemlich ungerecht sind. Da Frauen sich selbst als weniger kompetent, produktiv und wichtig einschätzen, akzeptieren sie schlechtere Arbeitsbedingungen, niedrigere Gehälter und behalten viele ihrer fantastischen Ideen einfach für sich selbst.

Die Geschäftswelt ist eine Ellenbogengesellschaft. Wer sich nicht durchsetzt und ein dickes Fell hat, wird es darin nicht besonders weit bringen. Schon für einen Arbeitsplatz müssen wir uns im Lebenslauf und im Bewerbungsgespräch möglichst attraktiv präsentieren und uns selbst loben – etwas, das Männern deutlich leichter fällt als Frauen.

So verhandeln Männer natürlich ein besseres Einstiegsgehalt. Später vergrößern sich die Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen noch, denn Männer stoßen viermal so oft wie Frauen Gehaltsverhandlungen an und Frauen fordern dabei 30% weniger Geld.

Wer beruflich erfolgreich sein möchte, braucht eine gewisse Portion Initiative und muss sich selbst auch mal über den Klee loben, und das kann nur, wer das entsprechende Selbstbewusstsein hat. Im Klassenzimmer bemerkt der Lehrer spätestens, wenn er die Tests korrigiert, wer von seinen Schülern etwas drauf hat. Im Büro läuft das anders: Wenn wir hier wollen, dass der Chef mitbekommt, was wir geleistet haben, müssen wir ihn (leider seltener sie) schon selbst mit der Nase darauf stoßen. Wer nicht selbstbewusst genug dafür ist, wird bei der nächsten Beförderung einfach übergangen.

Vor allem, wenn Männer und Frauen zusammenarbeiten, halten Frauen sich stark zurück. Eine Studie der Universität Princeton hat z.B. nachgewiesen, dass Frauen sich zu 75% seltener zu Wort melden, wenn sich mehr Männer als Frauen in einem Raum befinden. In einem Raum voller Männer würde eine Frau vermutlich selbst die genialste Geschäftsidee einfach nicht ansprechen und das ist nicht nur für sie ein Nachteil, sondern für alle im Unternehmen.

Selbstbewusstsein ist also die entscheidende Eigenschaft für den beruflichen und finanziellen Erfolg. Ist es am Ende sogar wichtiger als Kompetenz?

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Das Selbstvertrauen von Frauen ist anders als das von Männern

Es gibt unzählige Bücher über die Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Über die Details lässt sich streiten, aber dass sie unterschiedlich sind, steht fest – vor allem im Bereich der Selbsteinschätzung.

Es ist kein Zufall, dass Männer viele erfolgsversprechende Berufe dominieren und dass z.B. nur 4% der Fortune-500-Unternehmen von Frauen geführt werden. Das selbstsichere und aggressive Verhalten von Männern wird in den meisten Unternehmen geschätzt und gefördert und daher bringen diese es oft weiter als Frauen, die ebenso kompetent sind. Männer bringen ihre Meinung schnell, laut und deutlich zum Ausdruck, während Frauen sich eher zurückhalten, gerne im Team arbeiten und bescheidener sind. Diese Werte sind zwar eigentlich sympathischer, aber da nun einmal die männliche Mehrheit bestimmt, welche Verhaltensweisen erwünscht sind, bringen uns Aggressivität und Bestimmtheit auf der Karriereleiter schneller voran als Klugheit und Kompromissbereitschaft.

Das bedeutet aber nicht, dass Frauen selbst aggressiv und laut werden müssen, um sich im Berufsleben durchzusetzen. Es ist durchaus möglich, eine ruhigere Seite auszuleben und trotzdem selbstbewusst und erfolgreich zu sein.

So lange jemand zu seiner Meinung steht und sie auch verteidigt, ist es egal, ob er oder sie dabei die Stimme erhebt oder ganz ruhig bleibt. Auch andere, typisch weibliche Strategien wie aktives Zuhören oder intensive Zusammenarbeit können ein Zeichen von Stärke sein.

Sich zu verstellen, Männer zu imitieren und mit einem vorgetäuschten Selbstbewusstsein aufzutreten geht allerdings meistens nach hinten los, denn so ein Verhalten fliegt schnell auf und trägt nicht dazu bei, das echte Selbstbewusstsein zu stärken.

Frauen sollten also selbstbewusster werden, ohne sich zwangsläufig wie Männer zu verhalten und in die Welt hinauszuposaunen, wie toll sie sind. Wenn sie das schaffen, tun sie damit auch ihrem Geldbeutel etwas Gutes.

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Selbstvertrauen ist eine Brücke zwischen den Gedanken und dem Handeln

Wie oft hast du dir schon gedacht: „Oh Mann, hätte ich mal dieses oder jenes gesagt oder getan!“ Bist du eventuell eine Frau? Vor allem Frauen fehlt leider oft das Selbstbewusstsein dazu, die Dinge zu sagen und zu tun, die eigentlich angebracht wären.

Wer wenig Selbstvertrauen hat, neigt dazu, sich zurückzuhalten und passiv zu sein. Vor allem bei Frauen ist diese Neigung leider oft sehr ausgeprägt, denn sie vertrauen nicht genug auf ihre eigenen Fähigkeiten, um aktiv zu werden und sich durchzusetzen. Mit diesem passiven Verhalten geraten sie dann schnell in einen Teufelskreis, denn wer nie die Erfahrung macht, dass er erfolgreich sein und sich durchsetzen kann, wird es auch später vermutlich nicht mehr versuchen.

Es wurde ein Test mit insgesamt 500 Studenten und Studentinnen durchgeführt. Der Test enthielt komplizierte Rätselfragen und bei der ersten Auswertung schien es so, als ob Männer dabei besser abschnitten. Dann fiel Estes jedoch auf, dass viele Frauen zahlreiche Fragen überhaupt nicht beantwortet hatten. Er wiederholte den Test und erklärte den Studenten, dass sie bei jeder Frage eine Antwort aufschreiben müssten. Dieses mal schnitten die Frauen genauso gut ab wie die Männer – ihr geringes Selbstbewusstsein hatte ihnen zuvor gesagt, dass sie lieber nichts schreiben sollten als etwas Falsches.

Selbstbewusstsein lässt uns experimentierfreudig werden. Dabei hängen Selbstbewusstsein und Optimismus häufig zusammen, denn wer optimistisch ist, geht davon aus, dass er Erfolg haben kann und traut sich dadurch automatisch mehr zu.

Doch das Selbstbewusstsein entscheidet nicht nur darüber, wie Studenten in einem Test mit theoretischen Rätselfragen abschneiden. Es bestimmt auch darüber, welche Noten diese Studenten erzielen, welchen Job sie ergattern und welches Gehalt sie später aushandeln – und ist damit einer der Schlüssel zu wichtigen Fragen der Gleichberechtigung.

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Beruf und Selbstwertgefühl beeinflussen sich gegenseitig

Wir haben bereits erfahren, dass uns ein starkes Selbstwertgefühl zu einem guten Job verhelfen kann. Doch es geht auch andersherum: Wenn wir im Beruf erfolgreich sind, trägt das zu einem positiven Selbstwertgefühl bei.

Dabei spielt eine Idealvorstellung in unserer Arbeitswelt eine große Rolle: der Typ des verantwortungsvollen Unternehmers. Menschen, die Dinge anpacken, selbst etwas aufbauen und dabei Verantwortung übernehmen, sind im Berufsleben gerne gesehen und meistens ziemlich erfolgreich. Zeitschriften und Illustrierte sind voll von Porträts solcher erfolgreicher Menschen, die durch ihre Arbeit und ihre Ideen zu großem Ruhm und Reichtum gekommen sind. Wir bewundern sie für ihren Erfolg und für ihre Selbstsicherheit.

Diese Unternehmer-Typen werden immer wichtiger. In den 60er-Jahren wurden z.B. noch ca. 100.000 Firmen pro Jahr gegründet – in den 80ern waren es schon 700.000. Und diese Unternehmen suchen natürlich auch Führungspersonen. Dafür braucht es Leute, die zupacken und sich schnell auf neue Situationen einstellen können. Mit anderen Worten: Menschen mit einem guten Selbstwertgefühl.

Es ist daher nur logisch, dass es sich heute viele Firmen zur Aufgabe gemacht haben, das Selbstwertgefühl ihrer Mitarbeiter zu fördern. Tatsächlich gibt es da einiges, was sie beitragen können. Es ist erwiesen, dass Menschen mehr Selbstbewusstsein entwickeln, wenn sie sich sicher, akzeptiert und trotzdem herausgefordert fühlen. Außerdem ist es wichtig, dass wir im Beruf konstruktives Feedback erhalten und unsere persönlichen Stärken ausbauen können. Eine Firma, die ein solches Umfeld schafft, zieht daraus eine Menge Vorteile. Denn Mitarbeiter mit einem gesunden Selbstwertgefühl sind zufriedener, erfolgreicher und produktiver.

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Eltern und Lehrer können das Selbstwertgefühl eines Kindes aufbauen

Wir haben jetzt gesehen, was das Selbstwertgefühl eigentlich ist, und wie wir es uns erarbeiten können, indem wir es auf den eben gelernten sechs Säulen aufbauen. Noch besser ist es natürlich, wenn wir schon als Kind ein gutes Selbstwertgefühl entwickeln und uns nicht erst später als Erwachsene damit abmühen müssen, es zu erlangen. Daher sollten wir unbedingt darauf achten, allen Kindern in unserem Umfeld zu einem gesunden Selbstwertgefühl zu verhelfen.

Die größte Verantwortung liegt dabei natürlich bei den Eltern. Der Psychologe Stanley Coopersmith hat in einer Studie herausgefunden, dass äußere Faktoren wie Geld, Ausbildung oder Wohnort überhaupt nicht zum Selbstwertgefühl eines Kindes beitragen. Entscheidend ist ausschließlich die Qualität der sozialen Beziehungen der Kinder – und die wichtigste Beziehung eines Kindes ist nun einmal die zu den Eltern. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass Eltern ihre Kinder ernst nehmen, ihre Bedürfnisse berücksichtigen und ihnen immer zu verstehen geben, dass sie sie respektieren und anerkennen.

Doch auch in der Schule haben Kinder noch eine zweite Chance, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Es gibt viele Lehrer, die es schaffen, ihren Schülern das Selbstvertrauen einzuflößen, das ihnen zu Hause verwehrt blieb. Dabei ist die Erwartungshaltung des Lehrers oft entscheidend: Je mehr ein Lehrer einem Schüler zutraut, desto bessere Leistungen wird der Schüler in den meisten Fällen auch erbringen.

Natürlich dürfen sowohl Eltern als auch Lehrer dabei nicht das richtige Maß aus den Augen verlieren. Es geht nicht darum, bei allem, was ein Kind tut, in frenetischen Jubel auszubrechen. Wir sollten den Kindern zwar möglichst viel positives Feedback geben, aber wir müssen ihnen auch ihre Grenzen aufzeigen. Wenn sie etwas falsch gemacht haben, gilt es, ihnen das auch ehrlich zu sagen, es ihnen in Ruhe zu erklären und mit ihnen gemeinsam zu überlegen, wie sie es beim nächsten Mal besser machen können. Entscheidend ist dabei die richtige Balance zwischen Lob und Kritik. Jedes Kind sollte das Gefühl haben, zwar nicht perfekt, aber genau so, wie es ist, gut und richtig zu sein und geliebt zu werden.