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DEINE BEWERTUNG VON STRESS

WIE SEHR DU ETWAS ALS BEDROHUNG EMPFINDEST, HÄNGT VON DEINER EIGENEN BEWERTUNG AB

Wir kommen zu der Frage nach den Unterschieden in der Stressbewältigung: Warum nehmen manche Menschen etwas als Bedrohung wahr, was andere völlig unbeeindruckt lässt?

Grundlegend gibt es ja eine offensichtliche Verkettung zwischen Reiz und Reaktion. Wenn du ein traumatisches Erlebnis hast, schreiben sich bestimmte Reize als konditionierte Reaktion in dein Gehirn ein. Nach einem schweren Verkehrsunfall wäre es z.B. normal, wenn das Geräusch einer anhaltenden Autohupe noch lange Zeit Furcht und Stress bei dir auslösen würde. Trotzdem fällt die Verkettung Reiz-Reaktion bei jedem Menschen anders aus: Manche verbinden fortan alle Reize als negativ, die nur irgendwie mit dem Unfall in Verbindung standen. Andere können differenzieren, dass z.B. das Martinshorn des nahenden Krankenwagens für Hilfe und Rettung stand und weiterhin steht.

Deine emotionale Reaktion hängt nämlich auch davon ab, wie du Vorfälle und Dinge bewertest.
Warum können wir im Zoo seelenruhig vor einem Grizzlybären stehen, vor dem wir in freier Wildbahn panisch Reißaus nehmen würden?
Weil wir wissen, dass wir im Zoo sicher sind. Die Verkettung von Grizzly und Angst ist nicht direkt. Zwischen Reiz und Reaktion scheint es eine zwischengeschaltete Bewertung zu geben: Reiz – Bewertung – Reaktion.

Nun muss so ein Reiz oder Stressor im echten Leben nicht immer ein Grizzly sein. Der berühmten Bedürfnispyramide von Abraham Maslow nach streben wir neben überlebenswichtigen Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken auch die Erfüllung von Metabedürfnissen wie Liebe, Glück und Erfüllung an. Geraten diese in Gefahr, erleben wir den gleichen Stress wie eine Maus im Angesicht eines aggressiven Rivalen.

Wie stark du Stress erlebst, hängt neben deiner Bewertung der Situation auch davon ab, wie du mit der Bedrohung umgehst. Der Psychologe Richard Lazarus nannte den Umgang mit Stressoren Coping, also Bewältigung. Je größer du dein eigenes Coping-Potenzial einschätzt, desto geringer erlebst du einen Reiz als Bedrohung. Dein Coping hängt wiederum von Faktoren wie der Solidarität deiner Kollegen oder der Unterstützung deiner Freunde ab.

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Wie werde ich eine gute Führungskraft?

Jede Führungskraft muss ihren Führungsstil entwickeln. Er basiert auf der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Stärken

Eine erfolgreiche Führungskraft beherrscht nicht nur Führungsregeln und Führungsmethoden. Sie entwickelt vor allem einen eigenen Führungsstil, der zu ihr passt. Viele Untersuchungen belegen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorgesetzte mehr schätzen, die ihnen Orientierung bieten und den eigenen Prinzipien treu bleiben. Denn sie wollen sicher sein, dass sie ihrem Vorgesetzten vertrauen dürfen. Je höher ein Team in der Hierarchie steht, umso wichtiger ist dieser Aspekt ausgeprägt.

Wichtig für Sie als Führungskraft ist also, den Beschäftigten Verlässlichkeit und Vertrauen zu vermitteln und ihnen das Gefühl zu geben, dass Sie hinter ihnen stehen. Das wird Ihnen nur gelingen, wenn Sie es ehrlich meinen und authentisch sind.

Authentisch führen

Einen für sich stimmigen Führungsstil zu finden, geht mit Authentizität einher. Beides bedingt sich gegenseitig. Denn authentisch ist eine Führungskraft wiederum dann, wenn sie einen eigenen Führungsstil hat – echt, stimmig, berechenbar. Ein solcher Führungsstil ist Bestandteil der Persönlichkeit. Je nach Persönlichkeit haben Sie in der Regel einen eher autoritären oder eher kooperativen Führungsstil – und damit eine feste Konstante, die auch nach einem Stellenwechsel nicht einfach abgelegt wird. Zwar entwickelt sich der Führungsstil im Laufe der Jahre weiter, so wie sich auch die Persönlichkeit eines Menschen mit den Lebensphasen weiterentwickelt, im Kern jedoch bleibt er erhalten.

Stellt sich die Frage, wie Sie Ihren eigenen Führungsstil finden. Führungstrainings zu besuchen und dort erlernte Instrumente einzusetzen, reicht nicht aus. Denn Ihr Führungsverhalten sollte auf Ihrer Persönlichkeit gründen. Das bedeutet, in der Führungsrolle eine eigene Position und Meinung zu vertreten und sein Handeln daran auszurichten.

Keinen Führungsstil kopieren

In der Praxis fällt es oft schwer, sich auf die eigene Persönlichkeit zu besinnen und hieraus seinen Führungsstil zu entwickeln. Schwierigkeiten entstehen vor allem dann, wenn man einen erfolgreichen Chef hat, den man achtet und schätzt – und deshalb auch als Vorbild sieht, auch wenn dessen Führungsstil nicht zur eigenen Person passt.

Wenn Sie beispielsweise versuchen, autoritär zu führen, weil Ihr Vorgesetzter dies sehr erfolgreich tut und Sie sich hier „einreihen“ möchten, funktioniert dies nur, wenn dieser Stil auch Ihrem eigenen Wesen entspricht. Ist dies nicht der Fall, merken die Mitarbeiter sehr genau, dass etwas nicht stimmig ist und fühlen sich ihrerseits verunsichert.

Reflektieren Sie

Anstatt den Führungsstil anderer Führungskräfte zu kopieren, fragen Sie sich lieber:

  • Wie ist mein eigenes Führungsverständnis?
  • Welche Rolle möchte ich beim Führen übernehmen?
  • Wie möchte ich gesehen werden?
  • Was wünschen sich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von mir als Führungskraft?
  • Und was meine Kollegen und Vorgesetzten?

Bei der Reflexion zur Entwicklung eines eigenen Führungsstils kommt es immer darauf an, von den eigenen Stärken auszugehen. Wie sind Sie bislang vorgegangen? Was hat gut funktioniert? Suchen Sie Erfolgsbeispiele aus Ihrem Führungsalltag. Das können auch Führungserlebnisse sein, in denen Sie Spaß empfunden haben. Was haben Sie da genau gemacht?

Möglicherweise haben Sie Feedback-Meetings initiiert, dabei Ihre Ideen in die Runde geworfen und diskutieren lassen. Wenn dieses Vorgehen dazu geführt hat, dass Sie anschließend eine Entscheidung getroffen und mit dieser wiederum gute Ergebnisse erzielt haben, deuten Sie das als Hinweis: Offensichtlich entspricht es Ihrem Stil, kooperativ unter Einbezug der Teammitglieder zu führen.

Haben Sie Ihren Führungsstil gefunden, werden Sie das schnell merken. Sie erreichen dann mit weniger Aufwand bessere Ergebnisse. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen mehr Verantwortung und haben das Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen. Kurz: Es läuft insgesamt leichter.

Flexibel bleiben ohne sich zu verbiegen

Den eigenen Führungsstil gefunden zu haben, bedeutet allerdings nicht, auf die immer gleiche Weise zu agieren. Unabhängig vom Führungsstil können Krisen und andere schwierige Situationen besondere Verhaltensweisen erfordern. Wenn es zum Beispiel Ihrem Führungsstil entspricht, den Beschäftigten grundsätzlich viel Freiheit zu gewähren, wird es dennoch immer wieder einen Mitarbeiter geben, der enger geführt werden muss.

Gerade schwierige Situationen bieten die Möglichkeit, den eigenen Stil auszubauen. Wichtig ist dabei aber, dass Sie sich treu blieben. Versuchen Sie nicht, einen komplett anderen Stil zu mimen – auch wenn Sie in ein Umfeld kommen, wo dies erwartet wird. Das Risiko, dass Sie am Widerspruch zu Ihrer inneren Haltung scheitern, ist zu hoch.

Was tun, wenn das Umfeld nicht passt?

Doch was tun, wenn Ihre eigene Art nicht zum Umfeld passt? Sie haben zwei Möglichkeiten: Die eine ist, auf die Stelle zu verzichten. Keine Angst, das kommt ohnehin eher selten vor. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Führungskräfte bewusst oder unbewusst in Positionen, Bereiche oder Unternehmen gehen, deren Kultur zu ihnen passt und in der sie sich insgesamt wohlfühlen. Wer etwa einen sehr autoritären Führungsstil hat, sucht seine Heimat eher in hierarchisch organisierten Unternehmen, produktiven Bereichen oder konservativen Branchen und zum Beispiel weniger im Marketing eines Internetunternehmens.

Die zweite Möglichkeit ist, mit Mut, Geschick und der notwendigen Beharrlichkeit, den eigenen Führungsstil auch in einer fremden Kultur um- und durchzusetzen. Das ist sehr herausfordernd, aber es gibt durchaus positive Beispiele. Ist die Position einflussreich genug, also im oberen Management oder im Topmanagement angesiedelt, kann dies gar einen Kulturwandel für das gesamte Unternehmen nach sich ziehen. Bisweilen werden Führungskräfte genau aus diesem Grund eingestellt.

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Tipps für deine tägliche Meditation

Der Terminplaner quillt über, Oma muss noch angerufen werden und die Arbeit wartet auch schon länger. Wie soll das nur alles funktionieren? Unser Alltag wird immer stressiger, die Verpflichtungen größer und damit die Zeit für all die Dinge, die wir unserem Körper gönnen wollten kleiner. Kein Wunder also, dass es unglaublich schwierig ist eine Routine für die tägliche Meditation zu finden.

Genau aus diesem Grund habe ich 10 kleine Schritte für dich zusammengeschrieben, die dir vielleicht helfen werden, eine tägliche Meditation zu realisieren.

First things first

Wenn es geht, dann solltest du direkt am Morgen meditieren. Damit wirst du nicht nur den Gedanken „Dann hab ich es hinter mir“ verinnerlichen, sondern auch die potenzielle Schläfrigkeit sofort abschütteln. Es ist eine gute Art und Weise, um in den Tag zu starten und gibt dir die nötige Energie für deinen Alltagsstress.

Setze eine klare Priorität

Wenn du kein Morgenmensch bist und nach dem Aufstehen an alles andere als Meditation denkst, dann schiebe die Meditation auf eine andere Tageszeit. Wichtig hierbei: Schiebe es nicht zu weit nach hinten. Setze dir eine ganz klare Priorität und die sollte sein: Meditation first.

Gleiche Zeit, gleicher Ort

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und genau deswegen solltest du auch in deine Meditation eine gewisse Routine bringen. Versuche dir eine Umgebung für deine Meditation zu schaffen, die sich nicht so schnell ändern wird. Am besten wäre es, wenn du immer den gleichen Ort und vor allem die gleiche Zeit für deine Meditation nutzt.

Meditation +1

Es gibt Menschen, die finden es gut, wenn die Meditation an eine andere Aktivität gekoppelt ist. Bist du auch so jemand? Findest du es zum Beispiel gut erst zu duschen und dann zu meditieren? Dann mach es auch so. Oder liebst du Tee? Dann mach dir doch einen Tee, stelle die duftende Tasse neben dich und fange mit der Meditation an.

Sei flexibel, egal was ist

Manchmal, da funktioniert nichts so, wie man es will. So kann es beispielsweise auch sein, dass die Meditation manchmal einfach überhaupt gar nicht in deinen Tagesablauf passt. Keine Sorge, das ist ok. Versuche flexibel zu sein. Das heißt: Nimm eine Unpässlichkeit nicht als Grund dafür eine Woche lang nicht zu meditieren. Stattdessen solltest du sie einfach auf einen anderen Tag schieben – dann aber zu einer festen Zeit.

Urteile nicht

Na klar ist es einfach von sich zu denken, man wäre gut oder schlecht im meditieren. Doch so stimmt das nicht. Niemand ist gut oder schlecht und dieser Gedanke sollte auch nicht aufkommen. Schon gar nicht, wenn es sich um eine Praxis handelt, die nur du selbst und deine Gedanken beeinflussen können. Fange also gar nicht erst an darüber nachzudenken, sondern lasse dich einfach nur auf den Moment ein und schaue, wie weit du kommst. Es gibt Tage, da funktioniert das Meditieren super, an anderen geht es gar nicht – so ist es halt.

Das Gute am Meditieren

Wann immer du meditierst solltest du dir bewusst machen, wie gut eine Meditation für dich und deinen Körper ist. Führe dir vor Augen, was du da gerade für dich selbst machst und bedanke dich dafür. Je mehr du reflektierst, welchen Einfluss eine Meditation auf dich hat, desto mehr wirst du eben genau diese Beobachtungen machen. Du bist glücklicher? Du bist entspannter und ausgeglichener? Super, dann nutze diese Erkenntnisse und führe deine Meditation fort.

Das Ausredenbuch

Na gut, dann gibt es eben wirklich diese Tage, an denen eine Meditation wirklich nicht passt, an denen man sich einfach doof fühlt und die Bettdecke ganz weit über den Kopf ziehen möchte. Keine Sorge, das ist normal. Dafür haben wir uns ein Ausredenbuch überlegt. Nimm dir ein kleines Notizbüchlein und schreibe dir auf, wieso du an welchem Tag nicht meditieren konntest. Ab und an solltest du über die Ausreden lesen und merken, dass es irgendwie immer Zeit für eine kurze Meditation gibt – ganz sicher.

Der Meditationspartner

Der Mensch ist ein Herdentier – und das auch in Momenten der völligen Ruhe. Wie wäre es, wenn du dir einen Meditationspartner suchst? Verabredet euch zu Meditationsrunden oder schreibt euch gemeinsame Termine auf. Ihr müsst euch nicht immer treffen, aber manchmal hilft es ja schon nur zu wissen, dass es da jemanden gibt, der im gleichen Moment auch meditiert.

Sei realistisch

Meditieren bedeutet Ruhe zu finden, in sich zu gehen und abzuschalten. In unserem heutigen Umfeld und unserem stressigen Alltag ist dies die wahre Kür. Also, sei nicht traurig, wenn es nicht direkt am Anfang klappt. Setze dir ganz einfache, aber realistische Ziele und verfolge diese. Es bringt nichts, wenn du von Anfang einen indischen Mönch und seine Meditationskünste als Vorbild nutzt – glaube mir, die machen das sicher schon länger, als du.

Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig helfen. Hast du schon eine Routine für deine tägliche Meditation gefunden?

 

 

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Mentaltraining – was ist das, was kann das…

„Der Gegner im Kopf ist viel stärker als der Gegner auf der anderen Seite“

Tatsächlich entstehen viele der Probleme, die uns in Drucksituationen schwächen, in unserem Gehirn. Wenn es drauf ankommt und eine Menge auf dem Spiel steht, bringen wir nicht unsere volle Leistung, schöpfen unser Potenzial nicht aus und sind blockiert oder gehemmt.

Als Mentaltrainer zeige ich dir,

  • wie du schneller und mit mehr Spaß lernst. Lernen macht Spaß, auch wenn wir während unserer Schul-, Uni- oder Ausbildungszeit eine andere Erfahrung gemacht haben. Lerne besser zu lernen und lege den Grundstein für alle weitere Techniken.
  • wie du deine Komfortzone verlässt. Wir alle brauchen Sicherheit. Deshalb verlassen wir den behüteten, gewohnten Raum, den wir uns geschaffen haben, viel zu selten. Indem du regelmäßig aus deiner Komfortzone ausbrichst, stärkst du deine Persönlichkeit und entdeckst das unendliche Potenzial, das in dir steckt.
  • wie du deine Leistung steigerst. Mentale Strategien, wie Visualisierung, Entspannungstechniken oder Selbstgesprächsregulation, werden dir helfen, deine persönlichen Leistungsgrenzen zu verschieben – nicht nur im Sport.
  • wie du dich vor wichtigen Situationen in den Leistungsmodus bringst. Indem du dich nicht nur körperlich, sondern auch geistig aufwärmst – und zwar gleichermaßen technisch und emotional -, signalisierst du deinem Gehirn, dass es gleich Leistung bringen muss. Lerne einfache Techniken für dein mentales Warm-up und sei für alles bereit.
  • wie du Schlaf und Erholung optimierst. Schlafmangel hat gravierende Folgen für Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Mithilfe von Entspannungstechniken, ein paar Tricks und indem du einige einfache Regeln befolgst, kannst du Schlafproblemen vorbeugen.
  • wie du wie im Rausch Höchstleistungen abrufst, ohne dich anzustrengen. Es gibt einen Zustand, in dem wir Menschen wie automatisch handeln, hocheffizient sind, keine Erschöpfung verspüren und dabei auch noch jede Menge Freude haben. In diesen sogenannten Flow zu gelangen, kannst du trainieren und so in Sport und Beruf spielend Höchstleistungen erbringen.
  • wie du Drucksituationen meisterst. Zerbrich nicht am Druck, sondern zerbrich den Druck! Lerne, deine Leistung auch in Druck- oder Prüfungssituationen stabil abzurufen, ob in einem weiteren Spiel, einem Bewerbungsgespräch oder einem wichtigen Meeting – also dann, wenn`s wirklich drauf ankommt.
  • wie du deine Kommunikation verbesserst. Dass Kommunikation funktioniert, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Aufgrund ihrer Komplexität ist sie jedoch äußerst fehleranfällig. Vermeide grobe Kommunikationsfehler mithilfe einiger einfacher Regeln und profitiere davon auf dem Platz, im Büro und im Wohnzimmer.
  • wie du deine Konzentration erhöhst. Wenn du Leistung bringen willst, musst du deinen Fokus auf relevante Reize legen und irrelevante ausblenden. Lerne, dich länger, besser und vor allem auf die richtigen Dinge zu konzentrieren.
  • wie du dir Ziele richtig setzt und diese auch erreichst. Die Grundlage für nachhaltigen Erfolg ist das Setzen adäquater und realistischer Ziele und deren motovierte Umsetzung. Ein Ziel sollte herausfordernd, aber erreichbar sein. Mehr als 75 Prozent der Freizeitsportler, die sich vornehmen, regelmäßig zu trainieren, erreichen dieses Ziel nicht. Gehöre stattdessen zu den erfolgreichen 20 Prozent, die ihre Ziele erreichen, oder besser noch zu den 5 Prozent, die sie übererfüllen! Steigere deine Motivation und überwinde jedes Hindernis!
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Seminare gegen Stress?

Wie Unternehmen ihre Manager fit im Umgang mit “Dynaxity” machen

Trainings sind nutzlos sind, wenn die anschließende Umsetzung des Gelernten durch ungünstige Rahmenbedingungen verhindert wird. Stellt sich die Frage: Kann man Mitarbeiter durch Trainings stress-resistenter machen? Ihre “Resilienz” stärken?

Im Handelsblatt wird über die größte Managerbefragung im deutschsprachigen Raum berichtet, nach der sich viele durch die zunehmende “Dynaxität” (die Kombination aus Dynamik und Komplexität) arg belastet fühlen. Experten warnen, dass inzwischen ein Ausmaß erreicht sei, “für das der Mensch nicht gemacht ist.” Beklagt wird vor allem, dass die persönlichen Kommunikation an Bedeutung verliert und man überall und immer erreichbar ist. Zudem nervt die Computertechnik – wenn mal wieder die Skype-Konferenz ruckelt oder die Internetverbindung abbricht.

Gelassenheit aber kann man trainieren, lautet die Devise – also schicken Unternehmen ihre Manager in die hauseigene Akademie zum Anti-Stress-Training, wo sie lernen, “unabänderliche Dinge zu erkennen und gelassen hinzunehmen” (Targo-Bank), lassen sie in Computerspielen den Umgang mit Komplexität üben (Peroxid Chemie, Volks- und Reiffeisenbanken) oder verfrachtet sie sogar ins indische Banaglore inklusive Aufenthalt in einem Ashram, um zu “lernen, bewusst Tempo und Druck aus ihrem Alltag zu nehmen” (SAP).

Nun frage ich mich natürlich, wie das denn funktionieren soll

Stimmt es, dass Trainings nur dann Wirkung zeigen, wenn im Alltag die entsprechende Kultur herrscht, dann müssten die genannte Unternehmen wohl zuerst die Stressoren für die Manager identifizieren und vor allem die Dinge ändern, die den Druck aufrechterhalten. Wie kann denn ein Manager Druck und Tempo rausnehmen, wenn ihm Druck gemacht wird und Tempo verlangt wird?

Da lernt also ein Manager, dass es Dinge gibt, die man nicht ändern kann und sich darüber nicht mehr zu ärgern. Gehören zu den unabänderlichen Dingen auch die Vorgaben von oben? Das wäre praktisch: “Liebe Führungskräfte – nehmt einfach gelassen hin, was wir von euch verlangen und hört auf, euch darüber aufzuregen.”

Mag ja sein, dass in den genannten Unternehmen zuerst eine umfassende Diskussion darüber geführt wurde, welche Dinge nun mal nicht zu ändern sind und welche geändert werden müssen. Und erst in einem zweiten Schritt lernten die Führungskräfte in Seminaren, erstere gelassen hinzunehmen.

Was ich allerdings eher bezweifle…

Das war jetzt alles sehr kritisch formuliert. Absichtlich. Ich hoffe es öffnet manch Unternehmen die Augen „das Ganze“ zu sehen und zu ändern. Nur wenn das Unternehmen/die Führungskräfte intrinsisch dafür bereit sind, dann und nur dann wird sich etwas ändern. Nachhaltig und zum Besten aller.

Gerne helfe ich Ihnen und Ihrem Unternehmen mit meinen Fähigkeiten als Coach weiter.

Melden Sie sich einfach bei mir und wir reden über Ihre Ziele und Wünsche.

info@michaelteifel.com

www.michaeltiefel.com

 

 

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Wie Sie das nächtliche Grübeln abschalten

Schlafstörungen wegen der Arbeit

Wie Sie das nächtliche Grübeln abschalten

 Viele Führungskräfte denken nachts zu viel über die Arbeit nach und können nicht schlafen. Was hilft, um nach Feierabend wirklich abzuschalten und das nächtliche Gedankenkarussell abzustellen?

Als Führungskraft laufen Sie Tag für Tag auf Hochtouren: Projekt- und Teammeetings, Krisensitzungen, Termine mit Kunden und Lieferanten, Zielerreichungsgespräche mit Mitarbeitern und viele weitere Aufgaben reihen sich aneinander. Dazwischen beantworten Sie wahrscheinlich noch E-Mails, bereiten am Abend noch etwas für den nächsten Tag vor – bis Sie Feierabend machen.

In einer Mischung von verbleibender Anspannung und Erschöpfung verbringen Sie die restlichen Abendstunden. Im Bett werfen Sie noch einen letzten Blick auf die hereinkommenden E-Mails, das Diensthandy liegt griffbereit auf dem Nachttisch. Sie schlafen erschöpft ein.

Nächtliches Gedankenkarussell hält wach

Um 2.30 Uhr passiert Folgendes: Die erste Müdigkeit ist verflogen, Sie liegen müde, aber mit hellwachem Geist im Bett und die Gedanken kreisen unkontrolliert um dienstliche Probleme: Wie kann ich Dilemma X, Fragestellung Y lösen? Was sage ich im kritischen Mitarbeitergespräch morgen? Wird der Schwachpunkt in der Vorstandspräsentation entdeckt? Wie reagiert meine Vorgesetzte auf Situation Z?

Die Anspannung steigt, Panik entsteht. Denn Sie wissen: Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Es bleiben nur wenige Stunden, um Kraft für den nächsten Tag zu tanken. Doch an Schlaf ist nicht zu denken. Die Gedanken werden negativer, Sie malen sich die schlimmsten Katastrophen aus („was wäre, wenn …“) und plötzlich erscheinen selbst einfache Themen als unüberwindbar. Gegen 5.30 Uhr folgt ein tiefer Erschöpfungsschlaf, allerdings werden Sie schon 30 Minuten später geweckt. Den Tag beginnen Sie völlig gerädert – die vielen Tassen Kaffee werden es schon richten.

Wann das nächtliche Grübeln gefährlich wird

Wenn solche nächtlichen Erfahrungen bei Ihnen nur vereinzelt und unregelmäßig vorkommen, besteht kein Anlass zur Sorge. In Ausnahmesituationen ist es völlig normal, wenn Sie als Führungskraft Probleme auch nachts nicht aus dem Kopf bekommen. Sie haben einen vollen Energiespeicher und können am nächsten Tag auch unausgeschlafen von Ihren Kräften zehren.

Schwierig wird es, wenn die Schlafstörungen zunehmen, Sie immer häufiger in das nächtliche Gedankenkarussell „einsteigen“ und das nächtliche Grübeln zu einer Art Normalität wird. Dann entleert sich der Energie-Akku Schritt für Schritt. Ihnen fehlt die Spannkraft für die Herausforderungen des Führungsalltags, ein Burnout kann drohen. Was können Sie tun, um das nächtliche Grübeln und die damit verbundenen Schlafstörungen zu unterbinden? Wie können Sie die nötigen Kräfte für den kommenden Tag sammeln? Folgende Anti-Grübel-Übungen können helfen:

Wie Sie kontrolliert grübeln

Wenn Sie nachts grübeln, kann es paradoxerweise hilfreich sein, sich bewusst auf das Gedankenkarussell einzulassen, anstatt es zu unterdrücken. Nutzen Sie dafür einen fest definierten Grübel-Ort in Ihrer Wohnung, aber nicht das bequeme Sofa oder Bett. Lassen Sie sich unkontrolliert auf alle Gedanken ein, ohne Lösungen finden zu müssen, setzen sich aber ein zeitliches Limit von zum Beispiel fünf Minuten – das ist Ihre persönliche Grübel-Zeit. Diese Grübel-Zeit ist wichtig, damit die Gedanken sich auspowern können. Oft erleben Anwender dieser Technik bereits nach dieser kurzen, aber bewussten Grübel-Zeit eine erste, leichte Beruhigung der Gedanken.

Wenn Sie merken, dass Sie das Grübeln nicht weitergebracht hat, unterbrechen Sie nach fünf Minuten bewusst die negative Gedankenspirale. Verlassen Sie den Grübel-Ort und sagen Sie laut „Stopp“. Bekräftigen Sie Ihren Beschluss, indem Sie in die Hände klatschen, Ihre Faust siegesbewusst ballen und eine selbstbewusste Körperhaltung einnehmen.

Es kann auch helfen, die quälenden Gedanken auf einen Zettel zu schreiben, in eine Kiste zu packen und an Ihrem Grübel-Ort zu platzieren. Damit drücken Sie symbolisch aus, dass die ungewollten Gedanken am Grübel-Ort bleiben.

Lösungsorientiert denken statt grübeln

Gehen Sie an einen anderen Ort in Ihrer Wohnung und versuchen Sie in einen Lösungs-Modus zu kommen. Entscheiden Sie wieder im Vorfeld, wie viel Zeit Sie sich zugestehen, zum Beispiel 20 Minuten. Eine lösungsorientierte Vorgehensweise kennen Sie aus Ihrem Führungsalltag. Nutzen Sie auch nachts diese Stärke, indem Sie folgende Fragen mit sich klären:

  • Was kann ich selbst beeinflussen, bei welchen Fragen benötige ich Unterstützung?
  • Wer könnte mir helfen?
  • Kann ich das Problem in kleinere Probleme aufteilen?
  • Was kann ich direkt morgen in Angriff nehmen?
  • Welche Probleme haben Priorität, welche können warten?

Schreiben Sie Ihre Lösungsansätze auf und machen Sie sich eine To-do-Liste oder einen einfachen Projektplan. Seien Sie nachsichtig mit sich, wenn Sie nicht alle Themen beantwortet können. Sagen Sie sich nach der zugestandenen Zeit sinngemäß: „Für heute Nacht mache ich Schluss und mache morgen weiter. Ich muss jetzt nicht auf alle Fragen Antworten finden. Eins nach dem anderen“.

Mit Entspannungsübung zur Ruhe kommen

Nachdem Ihr Kopf am Grübel- und Lösungsort stark beansprucht war, ist es Zeit, zur Ruhe zu kommen. Begeben Sie sich dafür an einen Ort in Ihrer Wohnung, der mit positiven, entspannenden Assoziationen verknüpft ist. Normalerweise gelingt Entspannung nicht auf Knopfdruck. Dazu müssen Sie vorher eine für Sie passende Entspannungstechnik erlernt haben. Das kann die progressive Muskelentspannung nach Jacobson sein, autogenes Training oder Achtsamkeits- und Atemübungen.

Viele Unternehmen machen im Rahmen ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements sinnvolle Angebote. Es lohnt sich, sich mit diesen Angeboten zu beschäftigen.

Oder Sie buchen sich einen Coach

Tipp: Einfache Aufmerksamkeitsübung

Sollten Sie noch keine Entspannungstechnik erlernt haben, wenden Sie folgende einfache Aufmerksamkeitsübung an, um in den Entspannungs-Modus zu kommen:

Konzentrieren Sie sich auf einen Gegenstand, ein Geräusch (beispielsweise ein sanftes Musikstück) oder ein Körpergefühl (beispielsweise den Herzschlag). Halten Sie Ihre Aufmerksamkeit bewertungsfrei so lange wie möglich darauf gerichtet. Wenn Sie gedanklich abschweifen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit erneut auf den Gegenstand, das Geräusch oder Körpergefühl. Damit stehlen Sie dem Grübeln seine gedankliche Bühne und die negativen Gedanken werden allmählich schwächer.

Machen Sie sich klar: Gedanken sind nur Gedanken

Gerade im nächtlichen Gedankenkarussell nehmen viele ihre negativen Gedanken sehr ernst und geben ihnen Autorität. Sie glauben ihnen unvoreingenommen. Machen Sie sich in solchen Momenten bewusst: Gedanken sind nur Gedanken. Sie spiegeln die Realität nicht wider. Die Gedanken sind in diesen Momenten stark von negativen Gefühlen beeinflusst und nehmen die gleiche negative Färbung an.

Die innere Distanzierung von den eigenen beunruhigenden Gedanken ist ein wichtiger Schritt, um dem Gedankenkarussell seinen bedrohlichen Charakter zu nehmen. Sie können das üben, indem Sie Ihre Gedanken mit Ihrem geistigen Auge beobachten und wertneutral sinngemäß so kommentieren: „Ich habe gerade den sehr interessanten Gedanken, dass …“, oder „Hallo Gedanke, auf Wiedersehen Gedanke.“ Wenn Sie diese neutrale Beobachterrolle einnehmen, werden die Gedanken langsam ihre Penetranz verlieren, sie verblassen.

Tipps gegen Schlafstörungen und für Ihre Schlafhygiene

Gönnen Sie sich nach einem stressigen Tag manchmal – oder vielleicht regelmäßig – das zweite Feierabendbier oder das zusätzliche Glas Rotwein zum Essen, um runterzukommen? Alkoholgenuss am Abend kann den Schlaf empfindlich stören und führt oft zu unruhigem Schlaf und nächtlichem Aufwachen. Verbunden mit ungelösten Problemen aus dem Führungsalltag ist Alkohol ein Brandbeschleuniger für nächtliches Grübeln. Versuchen Sie daher, Ihren Alkoholkonsum zu reduzieren oder im besten Fall – zumindest unter der Woche – gar keinen Alkohol zu trinken.

Bereiten Sie sich auf das Zubettgehen durch entspannende und positiv besetzte Routinen vor: Vermeiden Sie unmittelbar vor dem Schlafen (fast schon automatisch), auf das Handy zu schauen, in den sozialen Medien zu surfen oder aufwühlende Nachrichten zu lesen. Nehmen Sie sich bewusst ein paar Momente Zeit, um Dinge zu tun, die Ihnen guttun. Zum Beispiel mit einer Tasse Tee ein Dankbarkeits-Tagebuch schreiben: Was ist heute gut gelaufen? Welche Gründe habe ich, dankbar zu sein? Worauf freue mich in der Zukunft? Die Zubettgehen-Routine sollte sich klar vom „Trubel“ des Tages abgrenzen: Der Tag ist vorbei, jetzt kommt die Nacht.

Wenn der Ausstieg aus dem nächtlichen Gedankenkarussell allein nicht oder nur mit der Unterstützung von Schlafmitteln gelingt, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit der eigenen Gesundheit und den eigenen Ressourcen.

 

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Wie verhindern wir, dass Angst uns lähmt?

ANGST

Die Zahl stammt aus dem letzten Jahr. Damals machten sich laut einer Langzeitstudie die Deutschen so wenig Sorgen wie noch nie. In Zeiten von Corona dürften sich die Zahlen dramatisch verändern. Aber wie geht man um mit Angst? Und was sagt man Menschen, die Angst haben? Oder ist ein gewisses Maß an Angst nicht sogar sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Formen des Gefühls. Sinnvoll ist die Unterscheidung zwischen Furcht und Angst. Beides fühlt sich ähnlich an und dürfte auch mit den gleichen körperlichen Reaktionen einhergehen, aber von Furcht spricht man, wenn es eine konkrete Bedrohung gibt.

Wer nicht in der Lage ist Angst zu empfinden, der läuft bei drohender Gefahr nicht weg und wird vernichtet. Diese Form der Angst ist demnach überlebenswichtig, dabei wird der Körper mit der notwendigen Energie versorgt, die uns hilft, uns zu verteidigen oder um unser Leben zu rennen. Dumm nur, wenn wir, was in der heutigen Zeit viel häufiger vorkommt, eigentlich bei einer existenziellen Bedrohung einen kühlen Kopf bewahren müssen.

Aber auch dann hat die Furcht einen Sinn: Sie warnt uns, lässt uns aktiv werden und handeln. Problematisch aber wird es, wenn die Bedrohung diffus ist. Wenn Signale aus der Umgebung uns in Angst versetzen, wir die konkrete Bedrohung gar nicht ausmachen können. Hier sprechen die Experten von Angst statt von Furcht, diese Angst lässt uns erstarren und lähmt uns. Weil wir gar nicht wissen, gegen was wir uns wehren können.

So etwas kann viele Ursachen haben. Meist stammt sie aus früheren Erfahrungen, Signale aus der Umgebung erinnern uns unbewusst an schlimme Erfahrungen und aktivieren die diffuse Angst.
Während der Fünfjährige in uns diese Angst verspürt, versucht der Erwachsene, “auf Biegen und Brechen eine Erklärung zu finden, warum er sich so panisch fühlt”.
Was dabei herauskommt, sieht man an den aktuellen Verschwörungstheorien sehr deutlich. Statt sich zu fragen, woher wohl diese Sorgen kommen, fangen Menschen an, alle möglichen rationalen oder irrationalen Erklärungen zu finden, um sich selbst erklären zu können, warum sie dieses beklemmende Gefühl erspüren. Es scheint dann manchmal einfacher zu sein, geheime Mächte verantwortlich zu machen, als herauszufinden, woher wohl diese Ängste rühren und wie man mit seinen Sorgen und Grübeleien anders umgehen kann. Was mitunter dann auch ziemlich schmerzhaft sein kann.

Guter Rat

Menschen, die Angst haben, suchen in diesem Angstzustand häufiger Kontakt zu anderen Menschen und bitten um Rat (auch die Veröffentlichung von Verschwörungstheorien ist ja im Grunde nichts anderes als der Versuch, Kontakt aufzunehmen).
Aber nicht jeder Rat ist geeignet, die Angst zu beseitigen. Man sollte sich also gut überlegen, an wen man sich wendet, zumal unter Angst die Urteilsfähigkeit, “zwischen gutem und schlechtem Rat zu unterscheiden”, leidet.
Wie aber gibt man einen guten Rat?
“Bitte nicht diskutieren, … keine Durchhalteparolen, keine Beschwichtigungen, keine Hoffnungsreden, keine Appelle an die Vernunft, keine Vergleiche mit Menschen, denen es schlechter geht.”
All das wendet sich nämlich an den “Erwachsenen” und verstärkt die Angst des Fünfjährigen in uns noch.

Was dem Fünfjährigen hilft ist Zuwendung. Er braucht jemandem, der ihm signalisiert, dass er für ihn da ist. Der glaubhaft macht, spüren zu können, wie ihm zumute ist. Der anerkennt, dass die Ängste schlimm sind. Der Fünfjährige muss spüren, dass der andere mitfühlt – an der Stimme, am Blick, an der Berührung. “Die ängstliche Seite muss sich für eine gewisse Zeit darauf verlassen können, dass da jemand sich für sie interessiert”. Soll heißen: Man sollte immer mal wieder für den anderen da sein, von sich aus auf ihn zugehen und Zeit mit ihm verbringen.

Viel verlangt? Vermutlich, aber so wird es sein:

Ein einfacher Ratschlag und alles ist gut, ist eine Illusion. Zuhören und annehmen ist angesagt, aber das kostet Zeit und Energie.

Und ein letzter Tipp: Man kann versuchen, “die Selbstdistanzierung beim anderen zu fördern”, indem man zum Beispiel fragt: “Wenn dein Kind so panisch wäre wie du gerade, was würdest du dann tun?” Möglicherweise erkennt der andere in dem Moment, was ihm fehlt, etwa dass er vielleicht einfach nur mal in den Arm genommen werden möchte….

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Kommunikation im Bett

Der intimste Kontakt zwischen zwei Menschen kann im Bett entweder entstehen oder aber verhindert werden. Nirgends fühlt man sich so verletzlich und/oder unsicher wie hier. Wenn das Vertrauen nicht sehr stark  (und beiderseitig) vorhanden ist, wird man sich „verpanzern“. Jede Art von Schutzreaktion muss jedoch zwangsläufig drei Dinge mit sich ziehen:

  1. Muskeln verkrampfen sich,
  2. Ungezwungenes Denken und Fühlen werden blockiert,
  3. Kreislauf und Atmung werden negativ beeinflußt.

Diese drei Reaktionen führen dazu, dass der Mensch nicht mehr frei agieren kann.

Ganz abgesehen davon, dass hiermit die Orgasmusfähigkeit eingeschränkt wird (beziehungsweise völlig verlorengeht), ist die zwischenmenschliche Kommunikation gefährdet. Etwaige Störungen tragen wir dann in den nächsten Tag mit hinein.

Je freier zwei Menschen sich miteinander aussprechen können, desto gebannter sind diese Gefahren.

Deshalb ist gerade im Bett eine offene, ehrliche Kommunikation unabdingbar, wenn die beiden Menschen die Pforte zu wirklicher Intimität finden wollen.

Solange „alles klappt“, kommuniziert man sowieso relativ frei. Aber: Sowie einmal etwas nicht 100% in Ordnung ist, sowie der eine oder andere Partner nicht frei (re-)agieren kann, haben wir eine Krisensituation von ungeheurem Potential

Da ja die beiden Faktoren Eros und Sex zur Erhaltung des Selbstwertgefühls beitragen, gefährdet jedes „Versagen“ im partnerschaftlichen beziehungsweise sexuellen Bereich das Selbstwertgefühl des „Versagers“.

Nur wenn der andere Partner hier mit-fühlend und Annahme-zeigend reagieren kann, ist diese Gefahr gebannt. Zeigt jedoch der andere Nicht-Annahme, so verstärkt sich das Nicht-OK-Gefühl des Partners, was wiederum die nächste „Panne“ um so wahrscheinlicher macht. Denn nun hat er Angst vor einem neuerlichen „Versagen“, er ist schon vorher nicht frei (sondern verkrampft), so dass dieses Versagen viel leichter wieder eintreten kann

Wenn einem ein Partner nicht so viel bedeutet, dass man versucht, gute Gefühle für ihn zu erreichen, ist die Gefahr vorhanden, dass man im Falle einer Panne nur an die eigenen (nicht befriedigten) Bedürfnisse denkt. Dann reagiert das „enttäuschte Kind“ (mehr hierzu in meinem BULLS-EYE-COACHING) in uns. Enttäuschte Kinder zeichnen sich durch besonders schlechte Kommunikation aus.

Hierbei soll nicht behauptet werden, dass man nur mit der „großen Liebe“ ins Bett gehen dürfte. Es geht hier nicht um irgendeine Moral, es geht hier um das Selbstwertgefühl des Partners. Selbst mit einem Nur-Bettpartner kann man versuchen, für die kurze Zeit, die man zusammen ist, eine Gemeinsamkeit herzustellen. Schließlich ist der sexuelle Akt eine gemeinsame Aktion, im Gegensatz zur Onanie.

Weiterhin wissen wir, dass viele Menschen sehr starre Regeln im Gewissen herumtragen, die es ihnen verbieten, dem Manne beziehungswese der Frau in sich freien Raum zu geben. Das heißt, die Ge- und Verbote können so stark sein, dass sie eine körperliche Verkrampfung hervorrufen, die dann eine „Panne“ unumgänglich macht.

Nur Partner, die offen und ehrlich miteinander reden können, werden in der Lage sein, solche Ge- und Verbote langsam und behutsam, abzubauen.

Wie man sieht ist Kommunikation wichtiger als man zuerst vermutet. Schlechte Kommunikation greift das Selbstwertgefühl an und ruft Verhaltensmuster hervor, die man oftmals ohne fremde Hilfe nicht mehr abschalten kann.

„Aufklärung“ im Sinne von Wissen hilft schon im Vorfeld.

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Hallo, Angst!

In Corona-Zeiten gibt es mehr Anlässe denn je, Angst zu haben. Dabei ist die Angststörung schon jetzt eine der häufigsten psychischen Krankheiten überhaupt. Führungskräfte bleiben davon nicht verschont. Wie können sie sinnvoll auf die eigene Angst reagieren? Viele kleine Tipps für den Umgang mit einem starken Gefühl.

Hier die Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit, verstanden als kleiner Werkzeugkasten, aus dem man sich bedienen kann.

  • Gestehen Sie sich ein, dass Sie Angst haben. Es muss niemand anderes dabei sein, wenn Sie das tun. Erlauben Sie sich ruhig die Vorstellung, dass alles den Bach herunter geht, lassen Sie Ihrer Trauer freien Lauf, weinen Sie, gönnen Sie sich die Verzweiflung, unterdrücken Sie sie nicht.
  • Wenn Sie es nicht fertig bringen, diese Emotionen als “Angst” zu bezeichnen, dann nehmen Sie andere Namen: Unsicherheit, Unbehagen zum Beispiel. Oder geben Sie ihnen alberne Namen – was auch immer, aber benennen Sie sie.
  • Stellen Sie sich diese Gefühle wie einen Zug vor, der mit Geschwindigkeit in einen Bahnhof einläuft und ihn wieder verlässt und beobachten Sie ihn dabei.
  • Begrüßen Sie die Gefühle: Hallo, Angst! Hallo Sorge! und verabschieden sie wieder: Bis zum nächsten Mal! Bis später!
  • Spielen Sie Detektiv und finden heraus, wann die Angst auftritt. Bestimmte Absender in Ihrem E-Mail-Progamm? Bestimmte Äußerungen anderer? Bestimmte Nachrichten und Berichte? Es hilft, diese Angstanzeiger aufzuschreiben.
  • Die Anzeiger äußern sich oft auch körperlich – Enge in der Brust, flaches Atmen, verkrampfte Schultern, angespannte Kiefermuskulatur. Ich empfehle eine Übung, bei der man sich aufrecht auf einen Stuhl setzt und alle Teile des Körpers der Reihe nach durchgeht und darauf achtet, welche sich angespannt anfühlen. Dann kennen Sie Ihre Angstanzeiger. Linderung verschaffen Sie sich, indem Sie in diese verspannten und vielleicht schmerzenden Regionen hineinatmen.
  • Strukturieren Sie Ihre Zeit – wer es schafft, sich selbst besser zu organisieren, der hat eine stärkere Kontrolle über seine Angst. Also zum Beispiel eine To-Do-Liste jeden Morgen erstellen. Oder einen Tagesplan aufstellen, am besten in 30-Minuten-Abschnitten, wobei man darauf achten sollte, seinen Kalender nicht zu überfrachten.
  • Starten Sie kleine, sinnvolle Handlungen. Ob das nun das Sortieren von Rechnungen ist, das Gießen von Blumen, das Aufräumen Ihres E-Mail-Kontos – wichtig ist, dass man sich auf etwas konzentriert, das unmittelbar ansteht. Solange, bis die Panik nachlässt.
  • Eignen Sie sich eine Achtsamkeitstechnik für den Notfall an. Eine klassische Atemübung zum Beispiel, etwa die 4-7-8-Atemtechnik (bis 4 zählen beim Einatmen, bis 7 beim Atem anhalten und bis 8 beim Ausatmen). Oder sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes, indem Sie sich zunächst auf die Angst fokussieren, die Aufmerksamkeit dann aber langsam zu einem Gegenstand in Ihrer Hand (einen Stift, ein Buch) wandern lassen.
  • Vertagen Sie die Angst. Sie können Ihr zum Beispiel mitteilen, dass Sie grade jetzt wenig Zeit für sie haben. Sätze wie: “Angst, bleib wo du bist. Ich arbeite gerade an eine Lösung und muss diese Aufgabe erst erledigen.”

Für Führungskräfte (natürlich nicht nur für dieser) gilt zudem, dass sie sich trauen sollten, über ihre Emotionen zu reden, also auch über ihre Angst. Wenn Sie zum Beispiel zugeben, dass es Ihnen in der aktuellen Situation nicht gut geht, Sie sich Sorgen machen und manchmal nicht schlafen können, dann entlastet das nicht nur Sie selbst, sondern hilft den anderen, sich normal zu fühlen. Diese merken, dass sie mit ihrer Angst nicht allein sind, was zu einer emotionalen Verbundenheit führt.

Sie können dies sogar in Krisenzeiten ein kleines Stück fördern, z.B. durch die Ampelübung. Jeder sagt zu Beginn eines Treffens kurz, wie er sich fühlt, also rot, gelb oder grün. Und wer möchte, kann dazu auch erzählen, warum das so ist, niemand muss.

Mag sein, dass Sie die meisten Empfehlungen für sich als wenig tauglich ansehen, aber vielleicht ist die eine oder andere dabei, die Sie doch ausprobieren möchten. Wichtig ist auf jeden Fall: Je nach dem Grad der Angststörung sollten Sie sich professionelle Hilfe holen! Auch ein Schritt, der eher für Stärke als für Schwäche steht.

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ZOMBIFIKATION zu VUCA-Zeiten

Sollte man in komplexen Situationen lieber auf die Urteilskraft von Nicht-Experten vertrauen?

Eine gewagte Hypothese: In “nur komplizierten” Fällen helfen uns Experten mit ihrem Fachwissen. Aber in VUCA-Zeiten stehen sie dem Fortschritt eher im Weg, weil sie ihr Wissen in der Vergangenheit erworben haben. Auf wen soll man dann setzen?

Experten werden zweifellos überall benötigt werden und niemand möchte auf ihre Expertise verzichten (Urteilskraft vor Instanz). Aber dummerweise vertrauen wir (und auch Manager) auch bei neuen Problemstellungen auf Fachleute, und diese erstellen in der Tat ja auch ständig Prognosen über die Zukunft. Es gibt eindrucksvolle Beispiele, bei denen Experten um Vorhersagen gebeten wurden und bei 80.000 Prognosen die Trefferquote nicht höher lag als bei Zufallstipps.

Wenn die Experten aber in Sachen Prognosen überfordert sind – wer kann es besser? Angeblich unterschätzen wir “die Leistung von Nichtexperten bei komplexen Fragestellungen fahrlässig“.
Ein schönes Beispiel: Ein niederländischer Verkehrsplaner entfernte in den 80er Jahren sämtliche Schilder und Ampeln an Hauptverkehrsstraßen. Fahrbahn und Bürgersteig wurden zu durchgehenden Flächen. “Shared Space” hieß das Projekt. Und siehe da: Die Verkehrsunfälle gingen auf NULL zurück, die Zeit zum Zurücklegen der Wegstrecke sank auf die Hälfte, obwohl sich die Geschwindigkeiten verlangsamten.

Fazit: Menschliche Urteilskraft genügt, um komplexe Situationen effektiv zu regulieren. Bevormundet man die Menschen z.B. durch Regeln, Vorschriften und Vorgaben, die von “Experten” erstellt wurden, verhalten sich die Bevormundeten auch wie Entmündigte. Sie übernehmen keine Verantwortung, diese wird “durch Warnhinweise und Verhaltensaufforderungen ausgeschlossen.” Dafür gibt es den Begriff “Zombifikation“.

Ich habe viel Sympathie für diese Haltung, allerdings zeigt das Beispiel auch das Problem der Übertragbarkeit. Die Verkehrsteilnehmer mögen zwar keine Experten in Sachen “Verkehrsplanung” sein, aber sie kennen sich aus mit Auto-, Fahrrad- und Fußgänger-Verhalten. Sie beherrschen diese Fortbewegungsarten meist ziemlich gut. Im Unternehmensalltag bräuchte man Mitarbeiter, die über breites Wissen und Fähigkeiten verfügen und keine “dressierten Spezialisten” sind, die sich nur auf einem Fachgebiet auskennen. Und sie müssten über alle notwendigen Informationen verfügen, damit das mit der Selbstregulierung funktioniert. Was in der Übergangszeit sicher ein Problem darstellt, das aber lösbar ist.

Eine weitere Frage, die sich wie immer bei solchen Beispielen stellt, ist, ob das mit der Selbstregulierung auch bei großen Organisationen funktioniert – das scheint beim Shared Space auch ein Problem zu sein.

Ansonsten sind meine Erfahrungen ähnlich: Wenn man Gruppen mit wenigen Spielregeln “machen lässt”, setzt sich in der Regel tatsächlich die menschliche Urteilskraft durch. Die Kunst ist weniger, Menschen dazu zu befähigen. Die Kunst ist, so viel Vertrauen in sie zu entwickeln und auszuhalten, wenn es nicht sofort funktioniert, dass sie diese Urteilskraft auch wirklich nutzen können. In vielen Workshops die ich gehalten habe oder Besprechungen die ich moderiert habe, habe ich mir zwischendurch das Urteil eines Experten gewünscht. Oder in denen ich dachte: “Was diskutieren die denn hier so lange, die Lösung liegt doch auf der Hand!?”

Um anschließend immer wieder davon überrascht zu werden, welche erstaunlichen und vor allem kreativen und praktischen Lösungen Gruppen entwickeln, wenn man ausreichend Geduld hat. Wobei diese Lösungen manchmal der entsprachen, die ich für die einzig mögliche gehalten hatte, aber oft genug auch völlig anders und viel praktikabler ausfiel.

 

Hilfe, Anregungen und Trainingsmöglichkeiten erhalten Sie unter www.michaeltiefel.com oder info@michaeltiefel.co