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Von der Psychologie des Coaching

Wir leben in einer Welt, zu deren hervorstechendsten Merkmalen die Kommunikationsschwäche gehört.

In guter deutscher Umgangssprache heißt dies: es gelingt dem einzelnen immer weniger, eine fruchtbare Verbindung  zu seinen Mitmenschen herzustellen.

An diesem Zustand ist nicht etwa die oft bemühte Reizüberflutung durch die Massenmedien schuld, sondern eine Schwäche in der Persönlichkeitsstruktur jedes einzelnen. Denn wenn ich meiner selbst nicht sicher bin und nicht mit mir anzufangen weiß, dann kann ich mich auch nicht für andere engagieren.

Da aber gerade das Lehren ohne ein starkes Engagement für die Lernenden undenkbar ist, kann man nicht über Pädagogik reden, ohne deren psychologische Grundlage erarbeitet zu haben.

Ohhhh was heißt das nun wieder? Leider leider kann sich heutzutage jeder Coach oder Trainer nennen und nutzt dies natürlich auch aus. Klar gibt es überall gute und schlechte, nur fällt mir auf, dass viele nur das schnelle Geld und den schnellen Erfolg sehen.

Wenn ich effektiv und effizient coachen will und meinen Klienten zum gewünschten Erfolg bringen möchte, muss ich mich viel mehr mit ihm beschäftigen. Ich muss mich in ihn reinversetzen, ihn zuhören und verstehen wollen. Dies kostet am Anfang sehr viel Zeit und Geduld, jedoch am Ende ist dies der einzig richtige Ansatz eines jeden Coach, Trainer oder Lehrer!

Massenmotivationsveranstaltungen sind in meinen Augen Massenbespassungen. Ich bin kurzfristig befriedigt und befinde mich in einem brutalen Hoch, ähnlich wie ein Rausch. Aber jeder Rausch hat auch ein Ende und der Kater danach ist nie schön.

Nun, wie finde ich einen Coach der zu mir passt? Wen gebe ich tausende von Euros und vertraue ihn meine Führungskräfte und somit einen Teil meines Unternehmens (oder mich selbst) an?

Reden Sie mit ihm/ihr. Fragen Sie ihm/ihr Löcher in den Bauch. Wenn er/sie mit Leib und Seele dabei ist, versucht er jede Frage zu beantworten. Keimt auch nur der geringste Zweifel in ihrem Bauch, gehen Sie wieder. Und was kostet das Coaching? Unterschiedlich, nach oben sind keine Grenzen. Aber wenn er einen Stundensatz im mittleren zweistelligen Bereich anbietet (oder generell im zweistelligen), kann es auch nur mittelmäßig sein.