Stressmanagement – wie geht das eigentlich?

Alle Menschen erleben hin und wieder Stress, sowohl positiver als auch negativer Art. Wenn er jedoch überhandnimmt, kann er langfristige Folgen für die Gesundheit und die Karriere haben. Das eigene Stressmanagement zu optimieren, ist daher eine wichtige sowie fortlaufende Aufgabe für jedermann.
Stress ist eine Situation der Anspannung, die körperlich oder seelisch bestehen und durch verschiedene Auslöser hervorgerufen werden kann. Manchmal führen positive Ereignisse zu einer freudigen Nervosität und damit zu positivem Stress. Für die meisten Menschen überwiegt im Alltag jedoch negativer Stress durch Leistungsdruck, Ängste, Hektik, soziale Konflikte oder andere als negativ empfundene, Situationen. Dieser Stress wiederum ruft körperliche Reaktionen wie die Ausschüttung gewisser Hormone hervor. Besteht er nur kurzzeitig, kann der Körper danach wieder in den Normalzustand zurückkehren und diese Zeit der Anspannung problemlos kompensieren. Besteht Stress aber dauerhaft, drohen schwerwiegende Folgen für die psychische und physische Gesundheit.

Warum Stressmanagement so wichtig ist

Psychische Erschöpfungszustände bis hin zum Burnout-Syndrom sind eine typische Folge von Dauerstress, die auch mit einem Leistungsabfall einhergehen. Ebenso gehören aber körperliche Symptome zu den häufigsten Beschwerden durch übermäßigen Stress, wie Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schlimmstenfalls kann er daher sogar zum Tod führen. Zudem wirken sich solche Beeinträchtigungen ebenfalls negativ auf Deine berufliche Situation aus, sprich auch Deine Karriere wird dauerhaft unter einem fehlenden oder unzureichenden Stressmanagement leiden. Dieses Stressmanagement, auch Stressbewältigung genannt, bedeutet somit nichts anderes, als Stress gezielt zu vermeiden oder schnellstmöglich abzubauen, falls er doch entsteht. Dadurch erlaubt Dir das Stressmanagement, langfristig gesund sowie leistungsfähig zu bleiben und negative Auswirkungen von Stress auf allen Ebenen zu verhindern. Aber wie geht das?

Schritt für Schritt gegen den Stress

Die eine pauschale Lösung gegen Stress gibt es nicht, denn welche Maßnahmen wirken, ist stets von verschiedenen Faktoren abhängig – von seiner Art, seinen Ursachen, seiner Ausprägung oder auch Deiner Persönlichkeit. Mit folgenden Schritten stehen Deine Chancen aber gut, zukünftig stressfrei(er) zu leben und dadurch auch gesünder sowie erfolgreicher:

1. Selbstreflexion zur Gewohnheit machen. Lerne Dich selbst besser kennen, indem Du Dich immer wieder fragst, ob Du Dich gerade gestresst fühlst und weshalb.

2. Auslöser identifizieren, wenn Du Stress wahrnimmst, um gezielt an der Ursache anzusetzen und den Stress zukünftig zu verhindern, bevor er entsteht, beispielsweise durch eine bessere Selbstorganisation oder durch das Delegieren von Aufgaben.

3. Aktive Entspannung in Deinen Alltag integrieren, sei es in Form von Yoga, Meditation, einem Saunagang oder was auch immer bei Dir am besten funktioniert. Probiere also aus, wann und wie Du Dich am besten entspannen kannst, um Stress aktiv abzubauen, falls er doch entstanden ist.

4. Pausen einlegen, sowohl im Berufs- als auch im Privatleben, um immer wieder kurz durchatmen und den Stress reduzieren zu können – für ein im wahrsten Sinne des Wortes entspannteres Lebensgefühl.

5. Psychischen Stress verringern, indem Du an Deiner inneren Einstellung arbeitest. Möglichkeiten hierfür sind die Veränderung von Glaubenssätzen oder das Abbauen von Ängsten; bei Bedarf gerne mit professioneller Hilfe.

6. Deine Gesundheit fördern, und zwar auf allen Ebenen, sprich durch ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und regelmäßigen Sport. Dadurch fühlst Du Dich leistungsfähiger und somit weniger schnell überfordert, eben gestresst.

7. „Nein“ sagen, wenn es notwendig ist, um Dich vor übermäßigem Stress zu schützen. Erneut gilt das sowohl beruflich als auch privat. Indem Du „Nein“ sagst, setzt Du klare Grenzen, beispielsweise in sozialen Konflikten oder wenn Dir der beziehungsweise die Chef-in zu viel Arbeit aufhalsen möchte. Ein „Nein“ kann Dich also vor verschiedenen Arten von Stress schützen.

8. Das Leben genießen, denn genau das vergessen viele Menschen im stressigen Alltag und so überwiegt das Negative. Nimm Dir also bewusst Zeit für die Personen oder Dinge in Deinem Leben, die Dich glücklich machen, sozusagen als Gegenpol zum Stress, um in einer gesunden Balance zu bleiben.

Wenn Du Diese Tipps berücksichtigst, stehen Deine Chancen auf einen stressfreie(re)n Alltag bereits sehr gut. Vor allem aber kommt es darauf an, wieder die Kontrolle über Dein Leben zu übernehmen und es so zu gestalten, dass Du es meistern und zugleich genießen kannst. Anstatt also zum Spielball von Terminen, Kolleg-innen & Co zu werden, solltest Du aktives Stressmanagement betreiben, und zwar bevor es zu spät ist und sich bereits gesundheitliche Probleme bemerkbar machen – spätestens aber dann.
Falls Du dabei auf eigene Faust nicht weiterkommst, ist es sinnvoll, Dir professionelle Hilfe zu suchen, wie durch eine Psychotherapie oder ein Coaching.

Deine Gesundheit und Deine Lebensqualität werden es Dir danken!