Motivierte Mitarbeiter und zufriedene Kunden sind loyal

Eine Eigenschaft, die ganz eng mit der Motivation zusammenhängt, ist Loyalität. Loyalität kann nicht gekauft oder erzwungen werden, sondern muss von alleine wachsen. Das braucht Zeit und erfordert viel Respekt und Haltung.

Loyale Mitarbeiter sind motiviert, handeln unternehmerisch und identifizieren sich mit ihrer Arbeit. Dank dieser Eigenschaften sind sie die perfekten Botschafter für unser Unternehmen und betreiben unbezahlbare Mundpropaganda.
Die Loyalität unserer Mitarbeiter können wir dadurch fördern, dass wir ihnen menschlich und mit Wertschätzung begegnen. Zudem müssen wir ihnen Vertrauen entgegenbringen und Entscheidungsfreiheit gewähren. Schlecht für die Mitarbeiterloyalität sind dagegen Umstrukturierungen und eine hohe Fluktuation unter den Mitarbeitern.

Doch nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch unsere Kunden können loyal sein. Kundenloyalität ist etwas unglaublich Wertvolles. Sie unterscheidet sich maßgeblich von der Kundenbindung, die mithilfe von Rabattkarten und Payback-Punkten aufrechterhalten wird. Kundenloyalität kommt von den Kunden selbst, ohne dass sie dazu aufgefordert werden müssen.

Durch das ständige Überangebot bleiben viele Kunden nicht lange bei einem Produkt. Daher müssen wir besonders auf unsere Stammkunden achten, die auch einen Teil unseres Humankapitals darstellen. Wie gelingt es uns, Stammkunden zu Botschaftern unseres Unternehmens zu machen? Wie bringen wir sie dazu, unsere Produkte weiterzuempfehlen?
Ganz einfach: Indem wir empfehlenswerte Produkte anbieten. Kunden empfehlen Dinge weiter, die anderen weiterhelfen, sie cool dastehen lassen und zu Mitgliedern einer Gemeinschaft machen. Wahre Wunder wirkt es auch, wenn wir unsere Kunden an der Entstehung unserer Produkte teilhaben lassen. Sie werden stolz auf ihren Beitrag zum Produkt sein und es weiterempfehlen.

In einer Zeit, in der Social Media immer wichtiger wird, dürfen wir die Bedeutung von Mitarbeiter- und Kundenloyalität nicht unterschätzen.

Motivierte Mitarbeiter haben Spaß – und der verkauft sich gut

Wenn wir spielend verkaufen wollen, brauchen wir zunächst einmal Verkäufer, die Spaß an ihrem Job haben. Den können wir nicht erzwingen, aber wir können die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen. Idealerweise sollten alle im Team bereit sein, sich auch mal lächerlich zu machen. Dafür ist eine Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit vonnöten. Wichtig ist außerdem, dass bei der Planung von spaßigen Aktionen die Mitarbeiter mit eingebunden werden, denn sonst können solche Dinge ganz schnell nach hinten losgehen.

Wenn es uns gelungen ist, in unserem Team für richtig gute Stimmung zu sorgen, können wir Aktionen planen, die spielerische Elemente einführen. Das kann bei ganz verschiedenen Gelegenheiten passieren.
In Australien gibt es z.B. einen Spielehändler, der sich meisterhaft auf die spielerische Präsentation von Produkten versteht. Seine Geschäfte gleichen einem Wald. Die zum Verkauf stehenden Spielsachen und Kuscheltiere werden nicht in Regalen präsentiert, sondern unter Bäumen, im hohen Gras, in Höhlen und Nestern versteckt – eine erfolgreiche Verkaufsstrategie.

Auch im Service können wir spielerisch Akzente setzen. In einem Casino in der Schweiz nehmen sich die Techniker den kaputten Automaten im Arztkittel an und hören sie erst einmal mit dem Stethoskop ab. Das ist natürlich total albern, nimmt dem verärgerten Kunden aber den Groll und unterhält ihn auf sympathische Weise.
Etwas Ähnliches passiert im Grunde auch auf dem Fischmarkt, wo die Verkaufssituation irgendwo zwischen Markt und Theater einzuordnen ist. Auf diese Weise wird bei Verkäufern und Kunden gleichermaßen Begeisterung, Überraschung und Sympathie geweckt.

Die Ideen zu Spiel und Spaß brachten die Fischverkäufer selbst ein. Wir sehen an diesem Beispiel, dass motivierte Mitarbeiter das allerbeste Marketing sind. Und wir haben es selbst in der Hand, unsere Mitarbeiter und uns selbst so zu motivieren, dass alle wieder Spaß an der Arbeit haben.