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Juni 20

Der Pechvogel und die Mutlose

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Wir alle kennen wahrscheinlich mindestens einen ewigen Pechvogel. Wenn er bei einem Test schlecht abschneidet, lag es an der lauten Umgebung, in der er sich kaum konzentrieren konnte. Seine Beziehungen scheitern, weil er schlicht noch nicht die richtige Person gefunden hat. Und auf der Arbeit wurde er nur deshalb nicht befördert, weil die Chefin und der Kollege sich von früher kennen.

Pechvögel besitzen Hirngespenster, die ihnen einflüstern, dass sie vom Unglück verfolgt werden und anderen der Erfolg in den Schoß fällt. Ihr Pech wird zum roten Faden, der sich durch ihr Leben zieht und alle Niederlagen erklären kann.

Dabei dient das Hirngespenst in erster Linie der eigenen Beruhigung. Dank ihm können wir unangenehme Wahrheiten einfach ausblenden. Wer durch die Fahrprüfung gefallen ist, weil die Prüferin einen schlechten Tag hatte, erspart sich das unangenehme Eingeständnis, vielleicht einfach nicht genug geübt zu haben. So bleibt das eigene Selbstbild intakt und wir müssen uns niemals ändern.

Ein Aspekt, der dazu beiträgt, ist der Mythos vom anstrengungslosen Erfolg. In den sozialen Netzwerken sehen wir ständig Posts erfolgreicher Menschen. Sie präsentieren uns ihre fertige Traumfigur, ihre perfekte Familie oder ihre beneidenswerte Karriere. Was sie uns nicht zeigen, ist, wie hart sie dafür arbeiten mussten. Der Erfolg scheint für sie ohne große Anstrengung und Rückschläge möglich zu sein. Und bietet so die perfekte Ausrede für alle, die es nicht schaffen.

Andere Menschen fühlen sich zwar nicht vom Pech verfolgt, sind aber der Meinung, sie wären nie gut genug. Nennen wir sie die Mutlosen. Wer von solchen Hirngespenstern heimgesucht wird, hat typischerweise Einstellungen wie „Da habe ich doch keine Chance“ oder „Lieber nichts riskieren. Was ich jetzt habe, habe ich sicher.“

Wer diesen Glaubenssätzen verfallen ist, hat meist kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das mutlose Hirngespenst hält uns daher davon ab, unsere Komfortzone zu verlassen, und möchte stattdessen den Status quo erhalten. Es stellt sich uns warnend in den Weg, wenn wir beispielsweise ein potenzielles Date ansprechen oder uns um eine bessere Stelle bewerben wollen.

Während Pechvogel-Hirngespenster also alle Niederlagen auf fehlendes Glück schieben, lassen uns Glaubenssätze der Mutlosigkeit vor Herausforderungen zurückschrecken.


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