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Juni 2

Wenn sich der Körper selbst angreift – 3/8

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In diesem Beitrag lernen wir eine junge Frau namens Lara kennen. Sie verbrachte ihre Kindheit im ständigen Konflikt mit ihrem älteren Bruder, den sie als Lieblingskind des Vaters wahrnahm.

Lara war immer das brave kleine Mädchen gewesen. Und auch als Erwachsene arbeitete sie hart daran, dieses Bild aufrechtzuerhalten. Eines Jahres, am jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana, half Lara ihrer Mutter, das Abendessen für die Familie vorzubereiten – mit dem Plan, sich vor dem gemeinsamen Mahl zu verabschieden.

Obwohl sie die ganze Arbeit übernommen hatte, erlaubte sie sich nicht, an dem Essen teilzunehmen – weil sie wusste, dass ihr Bruder sie nicht dabeihaben wollte.

Doch bevor sie verschwinden konnte, bekam Lara extreme Schmerzen im Bein. Sie litt schon länger an rheumatoider Arthritis, doch normalerweise konnte sie die Schmerzen unterdrücken. Diesmal aber musste sie vor Schmerz schreien und landete am Ende in der Notaufnahme. Es war eindeutig der Stress des geschwisterlichen Konflikts, der ihre Krankheit hatte aufflackern lassen.

Ein gesundes Immunsystem beruht auf einem sensiblen Balanceakt. Denn ist die Immunabwehr zu lange zu aktiv, schädigt sie am Ende genau das Gewebe, das sie eigentlich schützen soll. Mitunter führt das dazu, dass sogar Autoimmunkrankheiten, wie rheumatoide Arthritis, auftreten. Bei solchen Erkrankungen greift das Immunsystem den eigenen Körper an und beeinträchtigt dabei Gelenke, Bindegewebe oder Organe.

Autoimmunkrankheiten beruhen auf einer Vielzahl von Faktoren. Aber Betroffene haben oft eines gemeinsam: Ihnen fällt es schwer, Grenzen zu ziehen. Viele Autoimmunerkrankte zählen zu den Menschen, die zwischen Selbst und Nicht-Selbst schwer unterscheiden können – und die Bedürfnisse anderer ständig über die eigenen stellen. Doch der Stress ihrer emotionalen Unterdrückung schlägt sich in ihrem Immunsystem nieder: Dieses weiß nicht mehr, welche Zellen es angreifen und welche es schützen soll.

Um das zu veranschaulichen, betrachten wir eine Studie von einer Autorengruppe um M. W. Stewart aus dem Jahr 1965. Diese untersuchte gesunde Verwandte von Frauen mit rheumatoider Arthritis. 14 von 36 Studienteilnehmerinnen testeten positiv auf einen Antikörper namens Rheumafaktor oder RF (Rheumatoid Factor) – ein erstes Anzeichen für die Krankheit. Und diese 14 Probandinnen erzielten auch signifikant erhöhte Werte in psychologischen Tests, die unterdrückte Wut und Sorge um soziale Akzeptanz messen sollten. Zwar waren sie noch nicht mit Arthritis diagnostiziert, doch die emotionale Unterdrückung und der daraus resultierende Stress hatten bereits eine Immunreaktivität in ihrem Körper ausgelöst.

Stress kann also die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen begünstigen, bei denen der Körper sich selbst angreift.

Hätte sich der Stress dieser Frauen weiter verschlimmert, wäre eine Diagnose der rheumatoiden Arthritis im späteren Leben gut möglich gewesen.


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