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Achtsamkeit schärft den gedanklichen Fokus

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Buddhistische Mönche sind Meister der Meditation. Und wen wundert’s: Seit 2000 Jahren schon widmen sie einen Großteil ihrer Zeit der Meditation. Eine andere Superkraft der Mönche liegt in ihrer Fähigkeit, mit ganzem Herzen bei der Sache zu sein. Das kommt nicht von ungefähr: Mediation und Fokus gehen Hand in Hand. Achtsamkeitsübungen wie Meditation helfen uns daher, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

Um das besser zu verstehen, stell dir deinen Verstand wie einen jungen, verspielten Welpen vor. Wirr und unbeholfen tapst der Welpe durch die Gegend und knabbert erst einmal alles an, was irgendwie interessant aussieht. Ähnlich sprunghaft funktioniert unsere Konzentrationsfähigkeit im digitalen Zeitalter, in dem Push-Notifications und neu eintreffende E-Mails ununterbrochen um unsere Aufmerksamkeit buhlen.

Mit Meditation können wir unseren inneren Welpen etwas beruhigen. Dazu braucht es allerdings eine gute Portion Geduld und regelmäßige Übung. So wie wir einem echten Welpen nur durch regelmäßiges Training beibringen, auf das Kommando „Sitz!“ zu hören, müssen wir auch beim Meditieren unseren Verstand darauf trainieren, sich auf das Hier und Jetzt und den Atem zu konzentrieren – auch wenn unsere Gedanken immer wieder abschweifen.

Neben der Meditation gibt es weitere Achtsamkeitsübungen, die unseren gedanklichen Fokus schärfen. Am bekanntesten ist wohl das achtsame Atmen, das der klassischen Meditation sehr ähnlich ist. Dazu legst du dich auf den Boden und konzentrierst dich ausschließlich auf deine Atmung – darauf, wie sie sich anfühlt, wo im Körper du den Atem spürst, wie lange deine Atemzüge dauern und wie die Luft durch Mund und Nase weicht.

Natürlich werden deine Gedanken gelegentlich weg vom Atem in andere Richtungen drängen, z.B. zu den E-Mails, die du noch schreiben musst. Das ist jedoch kein Zeichen dafür, dass du etwas „falsch“ machst oder „schlecht“ darin bist. Vielmehr sind dies die Momente, in denen du bemerkst, dass du Gedanken und Gefühle hast. Du musst dann nichts weiter tun, als deine Aufmerksamkeit wieder zurück zu deiner Atmung zu bringen. Das ist alles.

Analog zum achtsamen Atmen kannst du z.B. auch achtsames Gehen oder achtsames Essen üben. Das Prinzip der Übung bleibt dabei das gleiche. Und denke daran, erst mit regelmäßiger Übung wirst du einen Effekt dieser Methoden spüren.