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Achtsamkeit ruft die Stimmen des Unterbewusstseins in unser Leben zurück

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Die Stimme unseres Bewusstseins – klar, die kennen wir. Aber die Stimme unseres Unterbewusstseins? Die ist weitestgehend verstummt. Dabei hat es uns einiges mitzuteilen. Unser moderner Lebensstil hält uns jedoch davon ab, ihm Gehör zu schenken.

Der Grund dafür ist Stress. In Stresssituationen koppelt sich unser Unterbewusstsein vom Bewusstsein ab. Für unsere Vorfahren war das überlebenswichtig: Standen sie unverhofft einer hungrigen Riesenhyäne gegenüber, half nur eines: blitzschnell verschwinden. Die Instinkte mussten schnellstens die Kontrolle übernehmen – und das behäbig-rationale Denken kurz Pause einlegen. War die Gefahr überwunden, konnten sich unsere Vorfahren erholen und ihren Verstand wieder „einschalten“.

Was früher in Ausnahmesituationen galt, ist heute zum Normalzustand geworden: Wir stehen konstant unter Strom. E-Mails, Anrufe, Push-Benachrichtigungen stressen uns permanent, ohne dass wir zwischendurch kurz Luft holen könnten. So kommt es, dass uns unser Unterbewusstsein zwar Signale sendet – z.B. durch Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwächen –, wir jedoch total verlernt haben, darauf zu hören.

Achtsamkeit kann uns dabei helfen, diese übertönten Signale wieder wahrzunehmen und einen Zugang zu unseren verstummten Gefühlen zu finden. Denn durch Gefühle macht sich das Unterbewusstsein dem Bewusstsein verständlich.

Wir können Achtsamkeit ganz einfach trainieren, indem wir uns auf scheinbare Kleinigkeiten wie etwa den Atem oder die Gefühle des Körpers konzentrieren. So spitzen wir die Ohren dafür, wie es uns geht und was wir eigentlich gerade brauchen.

Nimm dir also gezielt Zeit, dein dröhnendes, gestresstes Großhirn für eine Weile in den Hintergrund treten zu lassen und auf die kleinen Laute zu hören, die aus der Tiefe deines Körpers kommen. Deine Achtsamkeit wird dir helfen, dein ganzes Sein – Bewusstsein und Unterbewusstsein – wieder an deinem Leben zu beteiligen.