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Mai 16

Wer die sieben Todsünden der Logik kennt, entlarvt argumentative Fehler im Nu

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Damit befinden wir uns mitten in den Fallstricken schlechter Logik. In einer Folge der Simpsons fragt Homer Lisa, ob sie einen Donut will. Lisa verneint mit dem Verweis auf den fehlenden Nährwert. „Hast du auch Obst?“ Homer antwortet: „Der hier ist violett. Violett ist eine Frucht.“

Homers Antwort ist sicher ein überzeichnetes Beispiel, aber schlechte Logik ist heute allgegenwärtig. Sie kostet uns viel Geld, wertvolle Lebenszeit und im schlimmsten Fall unsere Freiheit oder Gesundheit. Wie wappnen wir uns dagegen? Indem wir die sieben Todsünden der Logik nach Aristoteles kennen.

Die erste Todsünde ist der falsche Vergleich wie in Homers Beispiel. Es gibt violette Früchte wie Trauben oder Zwetschgen, aber nur weil etwas violett ist, enthält es noch lange keine Früchte.

Die zweite logische Todsünde ist das schlechte Beispiel. Stell dir vor, eine Frau sagt: „Wenn ich all die Nachrichten über Gewaltdelikte sehe, würde ich meine Kinder am liebsten einsperren.“ Ihr Beispiel hinkt gewaltig. Das Privatfernsehen sendet überproportional reißerisch, während die wahren Kriminalitätsraten Jahr für Jahr zurückgehen. Dasselbe Prinzip gilt für den Populisten im letzten Blink.

Die dritte Todsünde heißt Ignoranz als Beweis. Angenommen du hast ein körperliches Leiden. Der Arzt hat eine Vermutung und führt die entsprechenden Tests durch, sagt anschließend aber: „Alle Laborwerte sind negativ. Ihnen fehlt nichts.“ Das stimmt so nicht, denn es gibt viele Untersuchungsmethoden. Dass er nicht alle kennt oder durchführt, heißt noch lange nicht, dass du gesund bist.

Die vierte Todsünde ist die Tautologie, also die Wiederholung des Gleichen: „Bayern wird dieses Jahr wieder Meister, weil sie das beste Team haben.“ Logisch korrekt wäre eine Begründung wie „… weil Niko Kovac nach seinem ersten Jahr auf der Trainerbank deutlich mehr Erfahrung hat.“

Todsünde Nummer fünf ist die falsche Auswahl. Der Redner tut so, als gäbe es nur zwei Optionen: „Entweder wir erhöhen die Fahrkartenpreise oder wir müssen massiv Mitarbeiter entlassen.“

Die Nummer sechs ist das Ablenkungsmanöver. Ein TV-Lobbyist wird von Journalisten mit einer Statistik über die zunehmende Sexualisierung der Programminhalte konfrontiert. Das sei gerade für das jüngere Publikum bedenklich. Der Lobbyist kontert, dass es trotzdem keine staatliche Kontrolle geben dürfe, denn Eltern hätten selbst für die Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. Damit lenkt er das Gespräch auf eine ganz andere Schiene.

Die siebte und letzte Todsünde der Logik ist das falsche Ende. „Wenn wir Marihuana in Deutschland legalisieren, werden bald alle Jugendlichen kiffen.“ Die Verbindung zwischen Beweis und Schlussfolgerung ist hier völlig willkürlich konstruiert.


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