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Mai 16

Mit rhetorischen Techniken kann jeder seine Schlagfertigkeit trainieren

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Kennst du das Gefühl, wenn dir der perfekte Konter auf einen blöden Spruch einfällt – aber leider erst eine Stunde danach? Frustrierend, oder? Damit dir das nicht mehr passiert, liefern wir dir zum Abschluss noch etwas Kanonenfutter für die rhetorisch herausfordernden Momente des Lebens.

Viele rhetorische Figuren verwenden wir im Alltag ganz natürlich. Wir verwenden Metaphern, wenn wir eine sensible Person als „Mimose“ bezeichnen. Wir benutzen Analogien, wenn wir Speisen als „zäh wie Gummi“ beschreiben. Und wir verwenden Metonymien, wenn wir die Gesamtheit der EU-Institutionen kurzerhand „Brüssel“ nennen.

Synekdochen wie „pro Nase“ statt „pro Person“ veranschaulichen Zusammenhänge. Ein Oxymoron wie der Ausdruck „stummer Schrei“ erzeugt einen spannenden Gegensatz. Bei der Anapher wiederholst du Worte am Anfang aufeinander folgender Satzteile, um ihnen Gewicht zu geben: „Jetzt ist es Zeit, zu handeln, jetzt ist es Zeit, …“.

Bei der Figur des Chiasmus werden Satzbausteine parallel überkreuzt. Kennedy sagte damals: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.“ Auch die korrekte Verwendung von Idiomen wie „Eulen nach Athen tragen“ oder „das Kind mit dem Bade ausschütten“ zeugt von rhetorischer Raffinesse. Die Bedeutungen dieser Redewendungen haben sich im Laufe Zeit verselbstständigt, daher assoziiert das Publikum sie oft mit einer breiten Allgemeinbildung.

Eines der wirksamsten rhetorischen Instrumente ist die Antithese. Du stellst einer fremden These deine eigene These gegenüber, so wie Barack Obama in diesem Beispiel: „Der Erfolg unserer Wirtschaft hing stets nicht nur von der Größe unseres Bruttoinlandsprodukts ab, sondern von der Reichweite unseres Wohlstands.“ Der parallele, rhythmische Aufbau hebt den Vergleich besonders hervor.

Der Trick besteht darin, einen komplexen Sachverhalt zu einer direkten Gegenüberstellung zu verdichten. Du tust nun selbst ein wenig so, als gäbe es nur zwei Optionen – als hättest du zwei Früchte in der Hand, von denen eine faul ist und die andere knackig. Da kann sich dein Publikum nur für deinen Vorschlag entscheiden.

In einer Szene aus den Simpsons sagt Marge: „Ich möchte nicht, dass du mit einem selbst gebauten Auto herumfährst.“ Darauf antwortet Homer: „Du kannst rumsitzen und lamentieren – oder mir ein paar Sicherheitsgurte stricken.“ Er wechselt hier nebenbei meisterhaft in die konsensorientierte Zukunftsform der politischen Rede.

So, nun hast du ein ganzes Arsenal an rhetorischen Waffen für den Ernstfall. In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg beim Diskutieren!


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