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Mai 16

Mit Logos kontrollierst du die Diskussion – seine wirksamsten Tools sind Framing und Schlussfolgern

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Deine Schwester kommt morgens verschlafen in die Küche, sieht das leere Nutellaglas und explodiert. Du aber fragst: „Geht es hier wirklich um Nutella oder um etwas ganz anderes?“ Damit nimmst du ihr geschickt den Wind aus den Segeln, indem du die Perspektive der Diskussion verlagerst. Hiermit sind wir bei den Strategien des Logos angelangt.

Der rhetorische Trick besteht darin, dass du das Kernthema des Angriffs ablehnst und dir so die Tür aufhältst, das Streitthema neu zu definieren. Das wird auch als Framing bezeichnet, also der Versuch, den Rahmen der Debatte vorzugeben.

Eine effektive Framing-Taktik besteht darin, die richtigen Gemeinplätze zu bemühen. Das sind Wörter mit einem bestimmten emotionalen Beiklang. Politiker und Marketingexperten lassen Marktforscher gezielt nach Worten suchen, die bei ihren Zielgruppen besonders hoch im Kurs stehen, zum Beispiel „Schutz“ oder „Nachhaltigkeit“.

Für dich als Rednerin heißt das, dass du die Reizwörter verwenden solltest, die bei deinem Publikum am stärksten anschlagen. Wenn im neuen Job alle von „robusten“ Strategien sprechen, dann bezeichne deinen eigenen Projektplan bei der Vorstellung nicht als „innovativ“ oder „solide“, sondern eben als „robust“.

Ein weiterer Trick ist, die Begriffe des Gegners neu zu definieren. Deine Partei wird für ihre angeblich „linke“ Ausrichtung kritisiert? Dann erwidere: „Wenn links bedeutet, dass wir uns um die Interessen der Arbeitnehmer kümmern, statt die Besserverdiener zu bevorteilen, dann sind wir gern links.“ Diese Taktik wird als Umetikettieren bezeichnet. Du deutest den Kernbegriff in der gegnerischen Argumentation zu deinem Vorteil um.

Die meisten logischen Argumente werden auf zwei Wegen herbeigeführt: durch Deduktion oder Induktion. Bei der Deduktion schließt du vom Allgemeinen auf das Spezifische. Du leitest deine These von einer vermeintlich objektiv beobachtbaren Größe ab. Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes las ganze Lebensgeschichten von den Gesichtern und Kleidungsstücken seiner Mitmenschen ab.

Aber Vorsicht: Das Allgemeine ist keine universelle Wahrheit, sondern das, was wir für die Wahrheit halten. Werbemenschen bedienen sich dazu gerne bei Klischees. Frei nach dem Motto: „Frauen stehen auf schicke Autos. Darum musst du dir als Mann eins kaufen.“

Bei der Induktion wird vom Spezifischen auf das Allgemeine geschlossen, also vom Beispiel zur These. Ein Populist würde sie so verwenden: „Wenn Geflüchtete in den Nachrichten erwähnt werden, geht es fast immer um Verbrechen. Daher muss die Mehrheit der Geflüchteten kriminell sein.“ Das ist natürlich falsch und daher reine Rhetorik.


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