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Die 2. und 3. Säule sind Selbstakzeptanz und Selbstverantwortung

Selbstakzeptanz und Selbstverantwortung sind ziemlich eng miteinander verbandelt und werden oft mit Selbstbewusstsein verwechselt. Aber es gibt da einen großen Unterschied: Denn Selbstbewusstsein ist etwas, das wir haben oder erfahren – und Selbstakzeptanz und Selbstverantwortung sind Dinge, die wir aktiv übernehmen. Sie sind die zweite und dritte Säule des Selbstwertgefühls.

Bei der Selbstakzeptanz geht es vor allem darum, uns selbst wertzuschätzen, uns zu mögen und fair mit uns selbst zu sein. Eigentlich sollten wir mit uns selbst umgehen wie mit unserem besten Freund. Lauschen wir jedoch einmal unserem inneren Monolog, werden wir feststellen, dass wir uns selbst gegenüber häufig ziemlich respektlos sind: „Du Idiot, du hast es schon wieder falsch gemacht!“ ist z.B. eine typische Beleidigung, mit der wir uns häufig gegen uns selbst wenden. Dabei sollten wir uns selbst besser behandeln und verständnisvoller zu uns sein: „Hey, was ist los? Warum ist dir das gerade passiert? Bist du mit etwas unzufrieden? Wie können wir etwas daran ändern?“

Viele Menschen haben ein Problem mit Selbstakzeptanz, weil sie denken, sie stehe der persönlichen Verbesserung im Weg. Aber das stimmt nicht – wir dürfen Selbstakzeptanz nicht mit Selbstverliebtheit verwechseln. Hier geht es nur darum, uns selbst vollkommen okay zu finden. Dazu müssen wir uns nicht gleich ins Zentrum des Universums rücken.

Die dritte Säule ist die Selbstverantwortung, die in einem engen Zusammenhang mit der Selbstakzeptanz steht. Sie bedeutet, dass wir Verantwortung für unser eigenes Glück übernehmen. Sobald wir uns selbst akzeptieren, können wir auch dafür sorgen, dass wir glücklich sind. Dazu müssen wir nur mehr Verantwortung für unser Leben übernehmen und uns bei jedem Problem fragen, wie wir es am besten lösen können. Wenn wir selbstverantwortlich handeln, weisen wir damit eventuelles Selbstmitleid, das oft zum großen Problem wird, in seine Schranken. Wir beginnen, die Sachen selbst in die Hand zu nehmen, statt uns dafür zu bemitleiden, was uns nun schon wieder geschehen ist. Schritt für Schritt wird unser persönliches Glück greifbarer werden.