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Hilf deinen Mitarbeitern durch Empowerment ihr volles Potenzial zu entfalten

Du weißt nun, dass du sensibel mit den Gefühlen deiner Mitarbeiter umgehen musst. Wie bringst du sie im nächsten Schritt dazu, ihr Bestes zu geben und herausragende Leistungen zu erbringen?

Die Antwort lautet: Empowerment. Empowerment bedeutet, dass du deinen Mitarbeitern so viel Verantwortung und Selbstbestimmung wie möglich überträgst und sie so zu selbständigen Entscheidungsträgern erziehst. Die beste Lösung für ihre Probleme können sie nämlich in den meisten Fällen selbst erarbeiten. Mach ihnen klar, dass du ihnen diese Verantwortung nicht aus Faulheit, sondern in ihrem eigenen Interesse übergibst. Sie werden mit ihren Herausforderungen wachsen, immer mehr Autonomie entwickeln und sich mit der Zeit für größere Aufgaben und höhere Positionen qualifizieren. Dieser Prozess wird auch learning on the job genannt.

Wie viel du deinen Mitarbeitern zutrauen kannst, entscheidest du anhand von drei Kriterien: ihrer fachlichen Kompetenz, ihrer charakterlichen Reife und ihrer Vorerfahrung mit Empowerment. Je mehr eine Person diesen Kriterien gerecht wird, desto mehr kannst du ihr zutrauen.

Empowerment ist deshalb so effektiv, weil Menschen grundsätzlich motiviert sind, zu arbeiten und produktiv zu sein. Viele Führungskräfte unterstellen ihren Mitarbeitern einen chronischen Hang zur Faulheit. Der ungarische Psychologe Mihály Csíkszentmihályi fand jedoch in seinen Untersuchungen zu Glück und Produktivität heraus, dass es Menschen als extrem befriedigend empfinden, beim Arbeiten in einen Flow zu kommen. Der Flow-Zustand meint das tunnelartige Versinken in totaler Konzentration, bei dem nichts außer der Aufgabe im Fokus steht und die Zeit oft wie im Fluge vergeht.

Teil des Empowerments ist auch regelmäßiges, professionelles Feedback und ein differenzierter Umgang mit Fehlern. Beanstande und unterbinde Fehler, die durch Faulheit und fahrlässiges Verhalten entstehen. Wenn jemand zwar am Ende falsch liegt, zuvor aber intelligent und nachvollziehbar gedacht und gehandelt hat, ist Trost und Lob angebracht statt Tadel.

Langfristig hilfst du deinen Mitarbeitern so, ihr volles Potenzial zu entfalten, und schaffst dir ganz nebenbei zusätzliche Freiräume für deine eigenen Aufgaben.