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April 2

Vergebung und Verständnis heilen die Seele

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Eines Tages fiel Sabine (oder Kathrin, oder Harald oder…) beim Aufräumen ein Zettel in die Hände, der ihr Leben veränderte. Darauf stand in der Handschrift ihrer Mutter: „Liebe Sabine! Danke für all deine Liebe und Fürsorge. Ich bin so glücklich, dass ich dich habe. Liebe Grüße, deine Mama.“

Sabine konnte sich nicht erinnern, den Zettel jemals zuvor gelesen zu haben. Diese liebevollen Worte passten so gar nicht zu ihrer kühlen und strengen Mutter. Sie begann, die Frau, die sie großgezogen hatte, mit anderen Augen zu sehen.

So wie Sabine geht es vielen Menschen: Irgendwann stellen sie erstaunt fest, dass sie ihre Eltern eigentlich gar nicht richtig kennen, weil die Beziehung so sehr von Groll, Bitterkeit und enttäuschten Erwartungen überschattet ist.

Vielen erwachsenen Söhnen und Töchtern wird es irgendwann zu anstrengend, weiterhin das brave Kind zu spielen. Sie meiden deshalb den Kontakt zur Familie, wo es nur geht. Umgekehrt bemüht sich manch einer verzweifelt, den Eltern doch noch nachträglich Liebe und Anerkennung abzuringen. In beiden Fällen ist die emotionale Ablösung von den Eltern nicht gelungen.

Wenn wir in der Rolle des enttäuschten Kindes stecken bleiben, zahlen wir allerdings einen hohen Preis: Wir leben dann in emotionaler Abhängigkeit zu unseren Eltern und bleiben ein Leben lang an die schmerzhaften Kindheitserlebnisse gefesselt. Da hilft nur eines: Wir müssen unseren Eltern ihre Fehler vergeben. Vielleicht erscheint diese Vorstellung schier unmöglich. Doch Vergeben heißt nicht Vergessen. Vielmehr geht es darum, die Geschichte unserer Eltern kennenzulernen und zu versuchen, uns in ihre Lage zu versetzen.

Wo ein direktes Gespräch mit den Eltern nicht möglich ist, können womöglich andere Verwandte Licht ins Dunkel bringen. Vielleicht macht es dir ja sogar Spaß, ein bisschen Familienforschung zu betreiben: Was für ein Mensch war deine Mutter als junge Frau? Was für Träume hatte sie? Wie war das Verhältnis zu ihren eigenen Eltern? Auch wenn du ihr späteres Verhalten nicht gutheißen kannst, gelingt es dir eventuell, es zumindest etwas besser zu verstehen.

Vergebung ist ein innerer Prozess, für den du dich bewusst entscheiden kannst. Damit übernimmst du Verantwortung für deine Gefühle und verabschiedest dich endgültig von der Opferrolle.

Wenn du deinen Eltern ihre Fehltritte vergibst, findest du inneren Frieden und wirst wahrhaft erwachsen.

Erst durch die Versöhnung mit deiner Kindheit kannst du die schmerzhaften Erfahrungen von damals auf ihren angestammten Platz verweisen – in die Vergangenheit. Denn die Gegenwart gehört deinem erwachsenen Ich. Deine Kindheit kannst du dir nicht aussuchen, aber die Zukunft liegt in deiner Hand.


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