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März 30

Die Macht konstruktiver Selbstgespräche

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Ein Perspektivwechsel ist also ein wichtiger Schritt zur Heilung. Das klingt einleuchtend, ist aber in der Praxis gar nicht immer so leicht umzusetzen. Das gilt vor allem für die negativen Glaubenssätze, die als Erbe einer schwierigen Kindheit unser Denken und Fühlen vergiften.

Sie bringen einen dazu, die Welt und vor allem sich selbst durch eine dunkle Brille zu betrachten. So zieht man Unglück und Misserfolge geradezu an: Wenn man tief im Inneren davon überzeugt ist, ein Versager zu sein, wird man das neue Projekt auf der Arbeit gar nicht erst erfolgreich zu Ende bringen. Wenn man fest daran glaubt, es nicht wirklich wert zu sein, geliebt zu werden, gibt man der neuen Beziehung erst gar keine Chance.

Um sich aus diesem Wiederholungszwang zu befreien, hilft es, sich jeden Glaubenssatz einzeln vorzuknöpfen. Dazu muss man diese aber zunächst einmal aus dem ständigen Hintergrundrauschen der Gedanken herausfiltern. Und das geht etwa so: Lausche im Alltag immer mal wieder deinem inneren Selbstgespräch. Lege dann eine Liste mit allen negativen Überzeugungen über dich als Person an, die in deinem Kopf herumgeistern. Führe parallel dazu auf einer alternativen Liste all deine positiven Eigenschaften auf.

Je tiefer deine Selbstzweifel sitzen, desto mehr Überwindung wird dich diese zweite Liste kosten. In dem Fall können auch gute Freunde dabei helfen, die Versagerbrille einmal abzusetzen. Was mögen sie besonders an dir? Gibt es etwas, dass sie an dir bewundern? Durch dieses Vorgehen entwickelst du ein neues, realistischeres Bild von dir selbst. Mag sein, dass Pünktlichkeit und Organisationsgeschick nicht unbedingt zu deinen Stärken zählen. Aber vielleicht wirst du von deinem Umfeld als gute Zuhörerin und begnadete Köchin geschätzt?

Ein weiteres Mittel gegen negative Glaubenssätze ist eine Haltung innerer Distanz. Wenn das nächste Mal ein selbstkritischer Gedanke auftaucht, formuliere ihn einfach um. Anstatt zu sagen „Ich bin hässlich“, sagst du: „Ich habe gerade das Gefühl, hässlich zu sein“. Durch diesen simplen Kniff erkennst du, dass der selbstzerstörerische Gedanke nur in deinem Kopf existiert und erst einmal nichts über die Realität aussagt. Passend dazu heißt es in einem chinesischen Sprichwort: „Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Besorgnis über deinen Kopf fliegen. Aber du kannst verhindern, dass sie sich in deinem Kopf ein Nest bauen.“

Wir halten fest: Negative Glaubenssätze verlieren an Kraft, wenn du sie umformulierst oder durch positive Gedanken ersetzt.

Natürlich kann es trotzdem immer mal wieder vorkommen, dass deine inneren Kritiker die Oberhand gewinnen. Das ist aber nicht weiter tragisch, solange es dir in solchen Situation gelingt, mit dir selbst nachsichtig zu sein und dir etwas Gutes zu tun.


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