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März 28

Ein Perspektivwechsel relativiert negative Kindheitserlebnisse

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Eine traurige Kindheit mündet nicht zwingend in ein unglückliches Leben. Trotzdem hadern viele Menschen noch Jahrzehnte später mit den Schicksalsschlägen ihrer frühen Jahre. Sie sind überzeugt, dass sie heute zufriedener und selbstbewusster wären, wenn ihnen als Kind eine bessere Behandlung widerfahren wäre. So schieben wir beispielsweise unsere Bindungsangst auf einen ständig abwesenden Vater oder eine allzu dominante Mutter und lassen zu, dass unsere Kindheit weiterhin das Drehbuch unseres Lebens bestimmt.

Es ist also höchste Zeit, dass wir selbst die Regie übernehmen und aus der Opfergeschichte eine Heldensage machen. Die Grundlage dafür ist eine positive Selbsteinschätzung. Je vorteilhafter diese ausfällt, desto wahrscheinlicher erinnern wir uns auch an schöne Dinge. Können wir uns gerade selber nicht leiden, treten die dunklen Aspekte unserer Lebensgeschichte in den Vordergrund. Manchmal verschmilzt unsere Fantasie dann sogar mehrere negative Ereignisse und macht daraus ein einziges Horrorszenario. Es lohnt sich also, die Geschichten deiner Kindheit etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nehmen wir an, du gehörst du den Menschen, deren Kindheitserlebnisse durchweg negativ erscheinen. Hier rate ich dir, sich eine Erinnerung herauszupicken – sagen wir den ersten Schultag – und sich möglichst viele Details ins Gedächtnis zu rufen. Am besten schreibst du alles auf, woran du dich erinnerst, oder nimmst Fotos von dem Tag zur Hilfe. Nun begib dich auf Spurensuche. Entdeckst du nicht vielleicht doch einen Moment der Freude und Leichtigkeit? Vielleicht war deine Schultüte randvoll gefüllt mit Süßigkeiten und Geschenken? Oder die Großeltern kamen zu Besuch? Nun forsche weiter und gehe gedanklich die darauffolgenden Jahre durch: Gab es ein Schulfach, das dir besonders viel Spaß gemacht hat, oder einen Schulfreund, mit dem du gerne in der Pause gespielt hast?

Wenn es dir gelingt, eine Geschichte zu erzählen, die über Leid und Unglück hinausreicht, ändert sich damit auch deine Selbstwahrnehmung. Nach und nach wirst du verstehen, dass die unangenehmen Erlebnisse deiner Kindheit zwar immer ein Teil von dir sein werden, aber längst nicht dein ganzes Wesen ausmachen.

Wir können also festhalten, dass ein wohlwollender Blick auf die eigene Geschichte das erlittene Unrecht relativiert und die Vergangenheit in ein anderes Licht rückt.


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